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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

30 Bericht über d, zweite Teilfahrt d. D. Nordatl, Exp. d. Forschungs- u, Vermessungsschiffes „Meteor“, 
Stelle des Ozeanbodens aufwirbeln oder, was mir einleuchtender scheint, es 
handelt sich hier um den sichtbaren Ausdruck unterseeischer vulka- 
nischer Tätigkeit. Eine gewisse Stütze findet diese Annahme in der Tatsache, 
daß diese Gebiete als Seebebengebiete bekannt sind und in vulkanreicher Um- 
zebung liegen. Weiter ins Einzelne gehende Erklärungsmöglichkeiten auf Grund 
des gewonnenen verhältnismäßig geringen Beobachtungsmaterials zu versuchen, 
dürfte vorläufig noch verfrüht sein. Immerhin wird es für die Zukunft eine 
reizvolle und interessante Aufgabe sein, durch weitere Untersuchungen dieser 
Art an einem engeren Stationsnetz die gewonnenen Ergebnisse nachzuprüfen und 
unter Umständen durch laufende Untersuchungen die Neubildung sowie die Aus- 
breitung und das Vergehen solcher Trübungswolken im Ozean zu verfolgen. 
St. St. St, St. St. St. St. St. St. St. St. St. St. St. St. St. 
4 43 440 4427 4442 445 A448 450 452 454 456 
426 428 ES PR A 
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50004-— 
x D & En Go 
469 44° A209 AQ0 BO 
Fig. 6. Feintrübungsverteilung, Profil 22. 
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80 
Neben der unter Umständen zu gewinnenden Erkenntnis auf vulka- 
nischem Gebiet würde sicherlich durch Verfolgung der Ausbreitungs- 
geschwindigkeit der Trübungswolke auch ein tieferer Einblick in die 
Bewegungsverhältnisse in der Tiefsee dabei gewonnen werden können. 
Abschließend wollen wir noch ganz kurz auf die Farb- und Sichttiefen- 
messungen eingehen. Als wesentlichstes Ergebnis dieser Untersuchungen dürfte 
zu werten sein, daß diese Fahrt in das Sargasso-Meer es ermöglichte, erstmalig 
mit dem Farbmeßrohr Messungen an dem praktisch ideal klaren und blauen 
ozeanischen Wasser anzustellen und die Lage des „Extremen Meeresblau“ fest- 
zulegen. Sie erwies sich als farbtongleich mit 477 mu. Als weiterer wesentlicher 
Erfolg in der Erkenntnis vom Wesen der Farberscheinung des Meerwassers 
dürfte der Erfolg zu werten sein, daß es gelang, in dem klaren Sargasso-Meer 
selbst allerdings vorerst nur qualitativ mit Hilfe eines Herotar-Polarisations- 
filters von Zeiß einwandfrei die Polarisation des senkrecht zu den Sonnenstrahlen 
abgebeugten Lichtes innerhalb der Wassermasse nachzuweisen. In diesem Zu- 
sammenhange dürfte es auch von Interesse sein, daß eine Maximalsichttiefe im 
zentralen ‚Teil des Sargasso-Meeres unter optisch günstigen Bedingungen mit 
55 m erreicht wurde.
	        
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