II, Die ozeanographischen Arbeiten auf d. zweiten Teilfahrt d, Deutschen Nordatl. Expedition usw, 17
Schichten. In 100 m, daß heißt in der Tiefe der Sprungschicht selbst, ist die
zwölfstündige Periode verschwunden, wie bei dem Phasenwechsel zu erwarten.
Für die E—W-Komponente (welche im doppelten Maßstab gezeichnet ist) trifft,
wenn auch weniger ausgeprägt, dasselbe zu, Besonders tritt die Phasenumkehr
einwandfrei hervor, wenn man die
Tiefen 15 m und 300 m vergleicht,
Die weitere Bearbeitung, insbesondere
im Vergleich mit den Ergebnissen der
nördlichen Ankerstation, läßt auf-
schlußreiche Beiträge zum Problem
der internen Wellen erwarten.
Obwohl nicht eigentlich zu den
ozeanographischen Arbeiten gehörig
sollen hier doch auch die 14 Grund-
proben kurz behandelt werden, welche
auf der zweiten Teilfahrt gewonnen
wurden. Ihre Positionen, Tiefen usw.
stehen in Tab. 2. Sie sind inzwischen
von Prof. Dr. O0. Pratje durchgesehen
worden und ergeben folgendes Bild:
In den größeren Tiefen (5600 m) des
nordamerikanischen Beckens (Probe
Nr. 3) und des Guayana-Beckens (Probe
Nr. 1) wurde roter Tiefseeton ange-
troffen. Auf dem Westabhang des
nordatlantischen Rückens in 3920 m
bzw. 2500 m Wassertiefe wurden ein
toniger Globigerinenschlamm (Nr. 2)
and Foraminiferensand (Nr. 13) fest-
gestellt. Es sind Beispiele für das
Gröberwerden der Sedimente auf untermeerischen Erhebungen. Dort herrschen
vermutlich größere Strömungsgeschwindigkeiten als in den Tiefen der Becken,
und dadurch wird der Tonanteil ausgewaschen und reichert sich in den Tiefen
Tabelle 2. Bodenproben vom ersten Abschnitt der zweiten Teilfahrt.
Station
Datum
1938
Position
Tiefe
m
Gerät
Bodenart
Roter Tiefsceton,
Toniger Globigerinenschlamm.,
Roter Tiefseeton.
Weißer Kalkschlamm mit Fora-
miniferen und Pteropoden,
desgl.
Gelber Kalksand aus Schalen-
trümmern und Foraminiferen,
Pteropodenschlamm.
Toniger Globigerinenschlamm.
Grünlicher Kalksand, meist
Schalentrümmer.
Grünlicher Trümmerkalksand.
Rötlicher Pteropodenschlamm.
Grauer Pteropodensand.
Gelblicher Globigerinensand,
Foraminiferensand und Kalk-
“ ‘ 5 # + Kruste,
an. Der Kalkgehalt steht im umgekehrten Verhältnis zum Tongehalt, und ent-
sprechend ist der Foraminiferensand die kalkreichste Probe, die außerdem kleine
Eisenmangankonkretionen enthält.
Die Probe von der „großen Meteorbank“ (Nr. 14) wurde, da alle anderen
Geräte versagten, mit dem Talglot heraufgeholt. Das bedeutet, daß nur eine ganz
dünne Schicht Sediment auf der Erhebung lagern kann, Die kleine Probe bestand