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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

16 Bericht über d, zweite Teilfahrt d. D. Nordatl, Exp. d. Forschungs- u. Vermessungsschiffes „Meteor“. 
Ähnliche Perioden lassen sich im anliegenden Kurs des Schiffes finden, der 
jede Minute notiert wurde, Bildet man das Mittel aus den 60 Werten einer Stunde, 
so streuen die Mittelwerte der 60 Stunden bei Station 385 zwischen rw. 65.3° und 
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Ankerstation 385 
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Arıkerstation 438 
p: 30° LON. AA UZEW 
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Abb. 4. Mittlere Tiefenlage der Isotherme Abb. 5. Mittlere Tiefenlage der Isotherme 
24° aus 5 Perioden von je 12 Stunden, 13° aus 5 Perioden von je 12 Stunden, 
rw. 19.1°, also um nur 46.2°, bei Station 438 zwischen rw. 62.1° und rw. 19.2°%, um 
42.9°. Die Übereinstimmung bei zwei räumlich und zeitlich so weit voneinander 
abweichenden Stationen ist natürlich rein zufällig, obwohl der Umstand mitspricht, 
daß beide im Bereich des NO-Passates liegen. Ordnet man auch hier wieder 
die 60 Werte in fünf Reihen von je zwölf Stunden, so zeigen die Stundenmittel 
deutlich die zwölfstündige Periode. 
Stundenmittel des anliegenden‘ Kurses. Zonenzeit 45° W. RAtationen 385 und 438, 
| A 12h | 13h | 14h | 15h | 16h | ı7h | 18h | 5 1 20x | 21h | 22h | 
23h Oh 11h 2h 3h 4h Ah 6h 7h Sh | Oh 10h 
| 385 | 473° / 51.79 | A 51,29 | 50.99 | 52.00 | 50.6° | 48.30 | 445° 43.9° 428° 44,30 | 
| a8 43,709 | 44.2° | 39.4° | 41.9° | 41,5° | 421° | 41.0° | 42.7° | 45.69 | 48.7° 1.46.59 46.7° 
Die Phasen des periodischen Teiles der Kursänderungen sind bei den zwei 
Ankerstationen fast genau entgegengesetzt, wobei zu berücksichtigen ist, daß sie 
nicht nach Mondstunden, sondern. in der für beide Stationen gültigen Zonenzeit 
45° W angegeben sind, und daß zwischen der ersten und der zweiten Station ein 
Zeitraum von 2} Monaten liegt. Da aber auch die Tiefenschwankungen der 
beiden Isothermen in der gleichen Zonenzeit 45° W angegeben sind und trotz- 
dem in der Phase übereinstimmen, so muß der Zusammenhang zwischen den 
Gezeitenströmen der Oberfläche und den vertikalen Verlagerungen bei den zwei 
Stationen ein verschiedener sein. Hierbei sei daran erinnert, daß bei Station 385 
die Isotherme 24° gewählt wurde, welche in etwa 90 m oberhalb der Sprung- 
schicht verläuft, während die Isotherme 13° der Station 438 in der viel tieferen 
Schicht bei rund 600 m liegt. | 
Schließlich zeigen auch die bisher nur für Station 385 ausgewerteten Strom- 
beobachtungen sehr deutliche zwölfstündige Perioden, Hier war allerdings erst 
eine umfassende Bearbeitung erforderlich, um die periodischen Änderungen von 
den vielfachen Störungen zu befreien. Die beobachteten Werte jeder Tiefe — die 
ja infolge des Messens in mehreren Tiefen regelmäßige Unterbrechungen auf- 
weisen — wurden in Komponenten zerlegt, durch die Wertegruppen wurde eine 
ausgleichende Kurve gelegt und aus dieser Kurve für jede volle Mondstunde ein 
Wert entnommen. Die so erhaltenen 60 Werte (in 800 m nur 24 Werte) für jede 
Komponente wurden wieder in fünf Perioden zu zwölf Mondstunden geordnet 
und für jede Mondstunde das Mittel gebildet. Auf diese Weise sind die in Abb. 6 
(S. 17) gezeigten periodischen Stromschwankungen für jede Tiefe gewonnen. Die 
Erscheinung ist bei der N-—S-Komponente recht deutlich, bei der E—W-Kompo- 
nente viel weniger. Das ist verständlich, da die große Achse der ziemlich ge- 
streckten Stromellipse fast N—S verläuft. Bei der N—S-Komponente wirkt vor 
allem die Übereinstimmung in 5 m, 15 m, 30 m, 50 m und dann wieder in 300 m 
und 500 m überzeugend, Die Phase ist in den vier ersten Tiefen, also oberhalb 
der Sprungschicht, fast entgegengesetzt der Phase in den darunterliegenden
	        
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