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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

Kleinere Mitteilungen, 
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zo daß zur Erreichung des heutigen Zustandes eine Volumenzunahme der Erde 
vorausgesetzt wird; vgl. Hilgenberg 6) () (6) und Keind] (7). 
Bild 1 veranschaulicht die Lage des mutmaßlichen Schelfyebiets S im Nord- 
polarmeer. Aus diesem Gebiete sind zur Zeit keine Meerestiefen bekannt; vgl. (1). 
Ich behaupte, daß im Gebiete S n 
rorzunehmende Lotungen Mee- 00m Jsodbethe 5 AS 
restiefen von nur wenigen hun- una nm U EEHE 
dert Metern ergeben werden, 
Abb. 17 der Schrift (s), hier 
als Bild 2 wiedergegeben, zeigt 
kreuzschraffiert die Lage des 
Gebietes S bei a vor etwa 500 
Millionen Jahren zu Beginn des 
Paläozoikums, bei b vor etwa 
150 Millionen Jahren zu Beginn 
der Jurazeit und bei 6 vor etwa 
50 Millionen Jahren zu Beginn 
der Tertiärzeit, Bei d ist zum 
Vergleich der heutige Erdball 
dargestellt. Bild 2 wird der in 
Bild 1 dargestellten Lage des 
Schelfes S und der Lage des 
nach der Karte von Frebold (s) 
durch die Isobathe von 500 m 
begrenzten, mit Skandinavien 
und dem russischen Festland 
zusammenhängenden Schelfge- 
biets, das Spitzbergen, Franz- 
Joseph-Land und Nowaja-Semlja, 
also das Gebiet der Barents-See, „. Bild I. 
umfaßt, insofern nicht gerecht, Lage eines mufmaßlichen Schelfgebiets S im Polarmeer, 
als im Jahre 1933 die von Soule (9) beschriebenen, vom Unterseeboot „Nautilus“ 
aus vorgenommenen Messungen der Meerestiefe nördlich von Spitzbergen von 
mir noch nicht berücksichtigt werden konnten, und umgekehrt die für das 
Paläozoikum von 0, Holtedahl geforderte, von Dacque (1) beschriebene alte 
Landbarre zwischen dem atlantischen und dem vDazifischen Gebiete mir besser 
Ta 
Bild %. Aufsicht auf den Nordpol der Erde in verschiedenen Stadien ihrer 
Entwicklung nach Hilgenberg (3). 
(ira = heutiges Pestland, weiß = bheutiges Scheifmeer, schwarz = Tiefsee bzw. Trennspaltea. 
gesichert schien, wenn das Schelfgebiet S mit dem Schelf. im Bereiche der 
Barents-See fest verbunden sei, so daß dieses zusammenhängende Gebiet eine 
Scherbewegung entlang die Parry-Inseln und die heutige Nordküste von Grön- 
land ausgeführt haben würde, Entsprechend den Lotungen vom „Nautilus“ aus 
und den weiteren Lotungen von Shirshov und Federov (11) vertrete ich nun- 
mehr gemäß Bild 1 die Meinung, daß der Schelf 5 seine ursprüngliche Lage in 
der Nachbarschaft der Prinz-Patrick-Insel, Borden-Insel, Ellef-Ringnes- Insel,
	        
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