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Full text: 67, 1939

Kägi, E.: Einfloß d. Luftdruckes u. d. Windes auf d. Wasserstand an d, estländischen Küste, 551 
zeigt der Wasserstand auch gewisse Wetterlagen an, wobei meistens bei Niedrig- 
wasser schönes und bei Hochwasser schlechtes Wetter herrscht, 
Der Wasserstand ist nicht nur vom lokalen Winde, sondern auch von den 
in der weiteren Umgebung wehenden Winden abhängig; 80 ändert sich der 
Wasserstand meistens sehon früher als der lokale Wind allein es hätte bewirken 
können, Dies gibt die Möglichkeit, den Wasserstand für kurzfristige Wetter- 
vorhersagen auszunutzen, 
Es wäre sehr wünschenswert, eine neue Wasserstands-Beobachtungsstation in 
der Nähe von Hungerburg [Narva-Jöesuu] einzurichten, Hungerburg selbst wäre 
aber nicht geeignet, weil dort die Flußmündung den Wasserstand beeinflußt. Aus 
eben diesem Grunde gibt die Beobachtungsstation in Loxa kein bemerkenswertes 
neues Material für Untersuchungen vorliegender Art; dort liegt auch eine ungünstige 
Beeinflussung durch die Flußmündung vor. Weiterhin wäre wichtig, die Mes- 
sungen häufiger durchzuführen, und zwar wenigstens viermal täglich, Daß bei 
allen Wasserstands-Beobachtungsstationen gleichzeitige Windbeobachtungen ge- 
macht werden, müßte eine selbstverständliche Voraussetzung 8ein. 
Literaturverzeichnis, 
L Wasserstandsangaben des Meeres in Eesti. Tartu Ülkooli Eesti vecekogude uurimise komisjoni 
vühaanne Nr, 18, Tarın 1932, 
Z, Bruno Schulz, Hydrographische Untersuchungen an der Mandrischen Küste und auf der unteren 
Schelde, Hamburg 1925. Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte, Band 47, 
3 Bruno Schulz, Die jährliche und halbjährliche Periode im Wasserstande der Nord- und Ostsee, 
Anz, d, Hydr, 1917, 
4, Kühnen, Das Mittelwasser der Ostsee, Veröffentl, des Kgl, Preußischen Geodät, Institut, Neue 
Folge Nr. 70, 1916, 
5. Christine Stellmacher, Über den Einfluß von Luftdruck und Wind auf Hoch- und Niedrig- 
waeser an der deutschen Ostseeküste, Ann, d. Hydr, 1920, 
6. Otto Meisner, Über den Srtlichen Einfluß von Luftdruck und Wind auf den Wasserstand der 
Östsee. Ann. d. Hydr. 1916 bis 1923, 
7, Leverkincek, Über den Einfluß des Windes auf die Gezeiten, Veröffentlichungen des Öbser- 
vatoriums in Wilhelmshaven, Berlin 1915, 
8. Rolf Witeing, Hafsytan, Geoldytan och Landhomingen utmed Baltiska haefet och wid Nordejön. 
Fennia 10938. 
9. Rolf Witting, Die Lage des Wasserspiegels des Baltischen Meeres. III, Hydr. Konf, d. Balt. 
Staaten, Warschau 1930, 
0. E, Palmen, Über die Einwirkung des Windes auf die Neigung der Meeresoberfläche, Fennis 1932, 
11. A, T. Doodsan. Meteorologieal Perturbation of sen lerel and tides Monthlyr Notices of the 
Royal Astronomical Society, Geoph. Suppl. Vol 1, Nr. 4, 
12, A. Wichmann, Die Überschwemmungsgefahr an der Küste Estlands im Zusammenhang mit 
den Überschwemmungen in Leningrad, III. Hydr. Konf, der Balt, Staat, 1930, 
43. V. E. Liakhnitzky, Survey works in the estuary of the Neva and in the Finnisch Gulf under- 
taken in connection with the problem of protection of the citr of Leningrad from floods, (Russ.) 
IT. Conference Baltic of hydrometry and hydrology, Tallinn 1928, 
4. Emanuel Czuber, Die statistischen Forschungsmethoden. 3, Auflage, herausgegeben von 
F. Burkhardt. Wien 1938, 
15, Alfred Kärsna, Vereinfachte Methoden zur Berechnung des Korrelationskoeffizienten bei nör- 
maler Korrelation, Acta et Commentationes Universintis Tartuensis A, XXIX. 2, 
16. Hann-Sürineg, Lehrbuch der Meteorologie, Fünfte Auflage. 1937/19239, 
Versuch einer Bilanz im Kondensationskern- Haushalt der Troposphäre 
im Durchschnitt für die ganze Erdoberfläche. 
Von Heinz Lettau, Königsberg Pr. 
Inhalt: 1. Einleitung. — II. Die Gesamtzahl der Kondensationskerne in der Troposphäre. — 
UI. Die kernerzeugenden Vorgänge, — (V. Die kernvernichtenden Vorgänge. — VY. Bilanz und 
Schlußbemerkungen. 
I. Einleitung. Die räumlich-zeitliche Verteilung der atmosphärischen Kon- 
densationskerne = gemessen mit dem Aitkenschen oder Scholz-Schulzeschen 
Kernzähler — kennt man heute für die Erdoberfläche in den großen Zügen, 
Wenigstens kann man sagen, daß überraschende Meßergebnisse, sei es hinsicht- 
lich räumlicher Verteilungen oder hinsichtlich zeitlicher Gänge, nicht mehr zu 
arwarten sind. Der Stand unseres Wissens kommt treffend zum Ausdruck in 
einer kürzlich erschienenen Monographie von Landsberg (11). Untersuchungen
	        
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