Neuere Veröffentlichungen,
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Landbesitzes, eines Kampfes, der in den letzten
Jahren mit außerordentlich verstärkter Tatkraft und
gestützt auf größere vom Reich bereitgestellte Mittel
auch weit planvoller als früher weitergeführt werden
xonnte, Gerade aber die eingeiretene Belebung in
der Frage der Landgewinnung und -erhaltung an
der schleswig-holsteinischen Westküste, von welcher
die seit 1938 regelmäßig erscheinende Zeitschrift
„Westküste“ Zeugnis ablegt, macht das num vor-
liegende Werk, das bis in die ältesten Zeiten zurück-
reicht, soweit es überhaupt möglich ist, besonders
wertvoll. Den beteiligten Dienststellen und Per-
sonen gebührt Dank, daß sie der vor dem Kriege
gingeschlagenen Arbeitsrichtung treu geblieben sind
and das Werk vollendet haben, Hoffentlich wird
& nun auch noch möglich sein, den dritten Teil
des Gesamtwerkes herauszugeben, der die Festlands-
küste behandeln soil. B. Schulz,
Westküste, Archir für Forschung, Technik
und Verwaltung in Marsch und Watten-
meer. Herausgeber: Der Oberpräsident der
Provinz Schleswig - Holstein. Jahrgang 1938,
Heft | und 2, N Westholarrinische Verlagsanstalt
Boyens & Co, Heide i, H. Preis RM 4.-— das
Heft. Jahrgang (3 Hefte) RM 10.—.
Der jahrhundertealte Kampf zwisehen Mensch
and Meer in Schleswig-Holstein ist seit 1933 in ein
neues Stadium getreten. In dem Bewußtsein, daß
jetzt die ganzen Kräfte des Staates eingesetzt werden
können, hat nun der Mensch in dem Kampf zwischen
Nordsee und deutscher Küste die Führung ergriffen
and ist in planvoller Weise zum Angriff vorgegangen,
am dem Meere den im früheren Jahrhunderten
antrissenen Boden wieder abzugewinnen und die
Küste seewärts vorzuschieben, Gewiß stehen die
heute in dieser Aufgabe Tätigen dabei durchaus
auf den Schultern der Vorgänger und nutzen deren
Erfahrungen, aber ihre Arbeit kann ungleich plan-
voller und großzügiger gestaltet werden als früher,
da die Sicherung und volle Ausnutzung des hei-
mischen Bodens weit mehr als bis dahin als eine
der Voraussetzungen für das Bestehen unseres
Staates erkannt worden ist. Besonders an der
Westküste Schleswig-Holsteins sind die Arbeiten
latkräflig angepackt worden; sie gehen nach drei
Richtungen: 1, Den Bestand an Land gegen die
zerstörende Gewalt des Meeres zu verteidigen,
2, das Gebiet hinter den Deichen zu entwässern
and damit die Ernteerträge zu sichern und zu
steigern und 3. die Landgewinnung zu fördern
and damit die Ernährungsgrundlage unseres Volkes
zu verbreitern und Ranm für Siedelungen zu
schaffen. Um zu wirklich durchgreifenden Maß-
yahmen zu kommen, wurde ein 10-Jahresplan auf-
gestellt, Die zu dessen Durchführung erforder-
kichen Mittel sind auf rund 200 Millionen RM.
veranschlagt, Um über den Fortgang der Arbeiten
and die dabei gewonnenen Erfahrungen die Öffent-
lichkeit zu unterrichten, wurde die nun in den
veiden ersten Heften vorliegende, jährlich in drei
Heften erscheinende Zeitschrift „Westküste“ ge-
schaffen, Die Aufgabe ergibt sich aus den in der
Einleitung zum ersten Heft vom Oberpräsidenten
ron Rchleswig- Holstein wiedergegebenen Auße-
tungen: „Wir sind heute nicht mehr verpflichtet,
einem Parlament Rede und Antwort zu stehen
über das, was wir getan haben, Unsere Verant-
wortung ist dadurch aber eher größer als kleiver
zeworden. Vieles muß heute um des Ganzen
willen geschehen, ohne daß der einzelne Beteiligte
}mnmer erst gefragt werden kann, Die Öffentlichkeit
darf aber den Anspruch erheben, nicht nur über
die großen Gedanken, sondern auch über die Einzel-
maßnahmen unterrichtet zu werden, die im Rahmen
sines großen Planes nötig waren und durchgeführt
erden. mußten. Und weiter ist es notwendig, daß
lie, die nach uns kommen und unsere Arbeit
vielleicht unvoreingenommener betrachten, als wir es
können, ihr Urteil wirklich gerecht fällen können,“
Das erste Heft gibt einen Überblick über
Programm und Planung der Arbeiten an der West-
züste. Die Vielseitigkeit der Zuständigkeit für die
'n Betracht kommenden Marschgebiete, Deiche und
Vorländereien machte eine umfangreiche Vorarbeit
yrganisatorischer und gesetzgeberischer Art not-
wendig, um die rechtlichen Voraussetzungen und
Möglichkeiten für einheitliche Maßnahmen erst zu
schaffen; hierüber berichtet W. Schow, Vize
präsident am Präsidium Kiel, Über die Leitlinien
der Pläne für die Arbeiten und Forschungen unter-
:ichten die drei Aufsätze über: „Planung und
Forschung im Gebiet der schleswig-holsteinischen
Westküste“ von J. M. Lerenzen, „Die Arbeiten
an der schleswig-holsteinischen Westküste seit 1933“
von Pfeiffer, „Wissenschaft und Landgewinnungs-
arbeit“ von E. Kolumbe,
Das zweite Heft behandelt schon mehr Einzel-
;ragen, Es ist behandelt; „Der Dammbau zur
Sicherung. des‘ Seedeiches an der Friedrichskoog-
;pitze in Süderdithmarschen“ von W,. Röhrs,
„‚Forschungsarbeiten im Dithmarscher Watten-
neer“ von EX. ©. Haberstroh, „Biologische
Kulturmaßnahmen mit dem Queller zur Land-
zewinnung im Wattenmeer“ von E. Wohlenberg
und „Schichtenaufbau und Entwicklungsgeschichte
des Dithmarscher Alluviums“ von E. Dittmer,
Auf die vielen interessanten und wichtigen
Einzelheiten einzugehen, ist hier nicht möglich; es
kann sich nur darum handeln, auf diese neue Ver
5ffentlichung aufmerksam zu machen, Zugleich
sei dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß sie nur
über Erfolge zu berichten haben möge.
Die Ausstattung ist vortrefflich, reiche Bild-
ınd Kartenbeigaben sichern das Höchstmaß an
Anschaulichkeit, das auf dem Veröffentlichungs-
wege zu erreichen möglich ist; die Bilder sind
auch didaktisch gut ausgewählt, es sei nur auf
lie eindringlichen Aufnahmen vor der Friedrichs-
toogspitze hingewiesen und auf Bilder, welche die
Erfolge der Quellerbesiedelung beweisen, Das letzte
Heft dieses Jahrganges wird die „Eider“ Dekade,
B Schulz
N Stepanowa. Die Genauigkeit der Beobach-
lungen und die Mikrostruktur des Elementes im
Raum. „Meteorolpgia i Hydrologia,“ Moskau
1936. Nr..8. 8. 723 bis 77: mit 2 Tabellen.
Russisch.)
Bei der Untersuchung der möglichen Genauig-
veit und Darstellbarkeit der beobachteten Größen
der Temperatur wurde bis jetzt die Hauptaufmerk-
;amkeit der Veränderlichkeit dieses Elementes in
ler Zeit geschenkt. Aber die Frage nach der
:Aumlichen Mikrostruktur der Temperatur bietet
ıuch ein wesentliches Interesse nicht nur von der
:heoretischen, sondern auch von der rein praktischen
Seite, Da bis jetzt bei une kein Auspangsmaterial
vorhanden ist, welches den Grad der thermischen
Ungleichheit der Luft in verschiedenen klimatischen
ebieten bei verschiedenen Wettertypen erleuchtet,
mußte man bei Durchführung einer mikroklima-
äschen Untersuchung auch dere Beobachtungen
zleichzeitig anstellen, wobei das erhaltene Material
auch den Grad der Genauigkeit der Arbeit des
AÄßmannchen Psyvehrometers charakterisieren kann.