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Full text: 67, 1939

Kleinere Mitteilungen, 
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verdichten. Auch im S das gleiche Bild, Langsam bewegen sich über uns die 
Wolken von SE nach NW. 
14h; Die Temperatur ist von 23° auf 22° gefallen. Wind SW 5; Bedeckung 4. 
Der Kamm des Gebirges ist sichtbar, aber knapp über ihm lagern Wolken, die 
an einzelnen Stellen sich nebelartig in Schluchten herabsenken. Auch im N quillt 
eine Wolkenmasse über dem Gebirgsrücken hervor. Über uns ist der Himmel 
fast wolkenlos, doch kommen von SE in langsamem Zuge Wolkengebilde bald 
licht und flatterig wie Nebel, bald dicht geformt mit scharf abgeschnittenen 
Rändern. Die Mkata-Steppe im W ist undeutlich im Dunst erkennbar, Einzelne 
Wolkenballen schwimmen in einem lichten Wolkenmeer, das nach SW sich ver- 
Aichtet und grauschwarz erscheint. Im $S ebenfalls Dunst, der eine gute Sicht 
nur bis etwa 20 km gewährt. Die Wolken erscheinen dort in Streifen in einer 
lichteren, gleichförmigen Schicht. — 16h; t 19°; Wind SW 5; Bedeckung 4. Der 
Gebirgsrücken liegt größtenteils in Wolken, die flatterige Ausläufer abwärts bis 
etwa 1900 m senden. Von S bis zu unserem Standort liegen die Wolken wie 
ganz grobe Schäfchenwolken geordnet. Im N und NW ist der Himmel klar, Nur 
einige verstreute Wolkenballen unterbrechen das Himmelsblau, Der Dunst im W 
in der Ebene läßt das jenseitige Gebirge nur undeutlich erkennen. Dunst und 
Wolken gehen dort ineinander über. Auch im S zeigt sich eine ähnliche Er- 
scheinung. Grobe Schäfchenwolken bedecken den Himmel, und ihre graue Farbe 
geht unvermittelt in dem Dunst unter. — 185; t 15°; Wind SSE 4; Bedeckung 3. 
Das Gebirge im E ist klar, Im SE liegt auf ihm noch eine dunkle Wolke, am 
Hang zeigen sich vereinzelt Nebelflecke. Im N und NW teils einzeln, teils in 
Streifen angeordnete Wolkengebilde, Auch im W und S lagern über der Niede- 
rung mehr oder weniger geschlossene Massen, die sich nach S lichten. Dunst in 
den Ebenen, Über uns klarer Himmel. 19h: t 14°; Wind SW 4; Bedeckung 3. 
Über uns Sternhimmel. Das Gebirge liegt klar im Scheine des Halbmondes. Nur 
im SE tritt über dem Kamm eine silberglänzende Wolke hervor, Im N flatterige 
Wolkenstreifen, die sich nach NW zu einer geschlossenen Schicht verdichten. 
Auch im W zeigt sich eine geschlossene Wolkenschicht. 
Grass, Geh. Reg.-Rat ji. R. 
Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben, 
Toachim-Ulrich Samel: Der Wasserhaushalt Das vom Verfasser gewählte Arbeitsgebiet 
der Flüsse im nördlichen und mittleren Schweden. Mittel- und Nordschweden ist vor allem für eine 
Hydrographische Untersuchungen auf geogra- Untersuchung des Einflusses der Breite auf den 
phischen Grundlagen. Wissensch, Veröff. des Wasserhaushalt sehr geeignet, Das für diesen 
Deutschen Museums für Länderkunde zu Leipzig, Zweck benutzte Beobachtungsmaterial stützt sich 
N.F.5, 8. 101—140. Mit 3 Abb. im Text u, ıuf eine reichhaltige Literatur — am Schluß dieser 
16 Anhangtafeln, Leipzig 1938, (S.A.) Abhandlung werden unter dem Schriftenverzeichnis 
Der Verfasser dieser sehr wertvollen hydro- allein 125 Einzelarbeiten aufgezählt — und die 
logischen Arbeit gibt hiermit einen klaren Einblick Zahlenangaben des schwedischen Hydrographischen 
in die sehr verwickelten Verhältnisse des Wasser- Büros. Die Untersuchungen erstrecken sich auf 
haushaltes Mittel- und Nordskandinaviens, Ein- über 80 Stationen ungefähr zwischen dem 69. und 
leitend wird auf die Schwierigkeiten, die bei jeder 59. Grad nördlicher Breite, Nachdem im ersten 
Untersuchung des Wasserhaushaltes eines bestimm- Abschnitt die allgemeinen hydrologischen Grund- 
ien Gebietes (z, B, die Berechnung des Verhältnisses lagen für die Untersuchung des Wasserhaushaltes 
von Niederschlag zu Abfluß) auftreten, eingehend Jlieses skandinavischen Gebietes tiefgründig aus- 
aufmerksam gemacht. Zu den störenden Faktoren, %nandergesetzt worden sind, behandelt der zweite 
lie durch Messung schwierig oder gar nicht zu Abschnitt in eingehender Weise die morphologisch- 
>rfassen sind, gehören der Grundwasserhaushalt zeologischen, klimatologischen (Taf, 11) und die 
und die geologischen Verhältnisse des zu unter- Vereisungsverhältnisse (Taf, 12). 
suchenden Gebietes, die Verdunstung und der Im dritten Abschnitt werden dann die Ergeb- 
Verbrauch durch die Pflanzendecke, die Wasser- nisse mitgeteilt, Der Gang der Untersuchung wird 
speicherung durch Seen und der Niederschlag in klar geschildert, Es wird vor allem die Abnahme 
fester Form. Obgleich der Einfluß der Wälder des Verdunstungsverlustes mit zunehmender Breite, 
auf den Wasserhaushalt ziemlich erheblich ist, die hydrologischen Verhältnisse im Gebirge und 
läßt die schwedische hydrologische Literatur zur die Einflüsse, die das Gebirge und das Waldland 
Zeit diesen bedeutenden Faktor noch offen. Ein- ıuf die Wasserführung der Flüsse ausüben, unter- 
gehende Untersuchungen darüber sollen aber in sucht; ferner das Verhältnis von Sommer- zu 
Angriff genommen worden sein, Winterabfluß sowie die Abhängigkeit dieser beiden
	        
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