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Full text: 67, 1939

Kleinere Mitteilungen. 
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einiger Bergstationen die relative Topographie 500 bis 1000 mb bestimmen 
kann. 
Diese Tabelle bedarf jetzt einiger kleiner Korrekturen, Seit 1. Januar 1939 
melden die Bergstationen nicht mehr den auf die nächstliegende (geodynamische) 
Haupthöhenstufe reduzierten Luftdruck, sondern den Luftdruck im Stations- 
siveau, Die dadurch bedingten Änderungen der erwähnten Tabelle sind aber 
gering und betreffen nur den jeweils am Kopf der einzeinen Spalten angegebenen 
mittleren Luftdruck, 
Hier ist jetzt zu setzen: 
Sonnblick , . . , , 590 mb der “nontischen Meldung, statt 700 mb; 
Zugspitze . . . . , 705mb „ „700 mb; 
Pie du Midi . , . . 1M5mb „700 mb: 
Mus Allah, ... . 160mb » 800 mb; 
ZaÖR. 20 2° 2. 2. T65mb 500 mb; 
Fanaräken . . . . . J90mb a 800 mb; 
Gausta . . . 2... 820mb „ # x =» 800 mb, 
Die Station Jungfraujoch ist am 1. Januar 1937 verlegt worden. Die 
Stationshöhe beträgt jetzt 3578 m. Daher sind in der erwähnten Tabelle alle 
Werte der relativen Topographie (500 bis 1000 mb) um 1 dyn. Dkm zu erhöhen, 
Als mittlerer Luftdruck (in der synoptischen Meldung) ist 650 mb (statt 660 mb) 
zu setzen. G. Pogade, Hamburg, 
4, Vorläufiger Bericht über eine Forschupgsfahrt im Sommer 1938 an 
Bord des D. 8. „Buenos Aires“ (Reederei Hamburg-Süd), 
Inhaltsübersicht, 1, Reiseweg und Hauptaufgaben, — 2. Sonnenstrahlung,. — 3. Himmelshellig- 
keit und Hımmelsfarbe, «— 4, Sichtmessungen, -— 5, Kleinere Becbachtungsreihen, Zur Veröffent- 
lichung der Ergebnisse, — 56, Kritische Ernägungen und Vorschläge, — 7, Dansk. 
1. Im Sommer 1938 bot sich die Gelegenheit, an Bord des D,S. „Buenos 
Aires“ (6100.T ) der Reederei Hamburg-Süd eine Forschungsfahrt zu unternehmen, 
lie zum La Plata und den Paranä hinauf noch 300 km und mehr ins innere 
Argentinien führte, Sie überdeckt, zwischen + 54° und — 35° Breite, rund einen 
Erdquadranten., Da die Bearbeitung der zahlreichen Messungen noch einige Zeit 
in Ansprach nimmt — der Verf, ist dabei auf sich allein angewiesen —, so soll 
an dieser Stelle ein kurzer Überblick über die Untersuchungen auf See gegeben 
werden, Wenn nicht Resultate, so können doch immerhin Erfahrungen, Vor- 
schläge, Ausblicke mit dem Referat der Fahrt verbunden werden, 
Die Reise begann in Hamburg am 10. Juli und schloß ebenda am 30. Sep- 
tember 1988, Dauer 2% Monate 22 Tage, Hauptaufgaben der Tätigkeit während 
der Fahrt waren drei Dinge: die Sonnenstrahlung auf See, die Helligkeit und 
Farbe des Himmels und die Sicht, drei Probleme, denen der Verf, auch an Land 
Aufmerksamkeit zugewandt hatte, so daß Vergleichungen an Land und See her- 
nach möglich und nicht ohne Belehrung sein würden, Uber diese drei Punkte 
des Vordergrundes sel im einzelnen einiges gesagt, 
2, Zur Messung der Sonnenstrahlung wurde ein in vielen Beobachtungs- 
reihen erprobtes Aktinometer benutzt, dessen strahlungaufnehmendes Organ eine 
Mollsche Thermosäule bildete, Der Rang ihrer Empfindlichkeit bewährte sich 
aufs beste für die Messungen auf See, Durch vier Filteryläser fand eine Zer- 
legung in vier Teilstrahlungen statt, und die insgesamt 203 vollständigen Be- 
obachtungsreihen beziehen sich demnach nicht nur auf die Totalstrahlung, sondern 
auch auf die vier durch die Farbgläser gekennzeichneten Wellenlängenbezirke. 
Mag die Verteilung über Zenitdistanzen der Sunne und über geographische 
Breiten immerhin befriedigend gleichmäßig sein, so fiel doch auf, daß nur äußerst 
selten einmal ein klarer Sonnenuntergang eingetreten ist, drei-, viermal, nicht 
häufiger. Gerade das spezielle Interesse, den absorbierenden Eigenschaften der 
tiefsten atmosphärischen Schichten auf dem Meere zugekehrt, fand somit nicht 
die Erfüllung, die gewünscht und erwartet worden war. Muß man zu dem Ende 
andere Meeresteile und zu andern Jahreszeiten aufsuchen? 
3. Noch reicher fiel das Material für Himmelsheiligkeit und Himmels- 
farbe aus, Allerdings beziehen sich die Messungen nur auf die Zenitkalotte (von
	        
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