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Full text: 67, 1939

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Annalen der Hrdrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1939, 
Eine Erklärung gibt aber der Farbton der Sichtziele. Bei Seewind und 
guter Sicht sind die verschiedenen Farben der Sichtziele durchaus zu erkennen. 
Helle und freudige Farben sind das besondere Merkmal, Und diese Erscheinung 
ist eigentlich an der See nichts Seltenes. 
Bei einer kontinentalen Wetterlage mit Südostwind und feuchter Luft kann 
es aber auch zu einer Fernsicht kommen, 80 daß die Sichtstufe 9 gegeben werden 
Bra 
FE 
1. 20 er 
1000 2000 3000 4000 
Kemzahlen / ccm 
Abb. 9. Abb. 10. 
Sicht und mittlere Kernzahlen Sicht und mittlere Kernzahlen 
nach 11ib. Beobachtungen, nach 17b-Beobachtungen. 
Seewind, -—--— = Landwind, ——— Beewind, -—-——-— Landwind, 
kann, Bei diesen Weiterlagen erscheinen aber die Sichtziele nicht farbenprächtig 
und in ihrer wirklichen Entfernung, sondern sie werden vom menschlichen Auge 
als dunkle Silhouetten am Horizont erkannt, die eintönig grau aussehen und 
greifbar nahe erscheinen, 
Entsprechend dem reinen Erkennen der Gegenstände in großer Entfernung 
ist die Sichtstufe 9 einer Südostwetterlage wohl gerechtfertigt, die Kernbeob- 
achtungen zeigen uns aber, daß trotzdem bei gleich hohen Sichtstufen die Kern- 
struktur des Aerosols eine sehr unterschiedliche sein kann, was auch. durch die 
Farbtönung der Sichtziele bewiesen wird. 
5, Der tägliche Gang der Kernzahlen, 
Die Abb. 11 enthält die täglichen Gänge der Monate Oktober und November 
1937 und Juni 1938, Der Kurvenverlauf im Juni unterscheidet sich sehr von 
den beiden anderen Monaten, Da für die Höhe des Kerngehaltes die einzelnen 
: „pn Wetterlagen von Bedeutung sind, sollen 
einige Daten über die gebrachten Mo- 
nate angeführt werden. 
Der Witterungscharakter des Juni 
wurde durch das Vorherrschen der 
monsunartigen Seewinde bestimmt, 
Nach den täglichen Terminbeobach- 
tungen ergab sich eine Seewindhäufig- 
keit, für die Richtungen von SSW 
vis N, von 86%. Die mittlere Wind- 
geschwindigkeit dieses Monats ergab 
7,6 m/sec und lag fast um 1 m/seo 
über dem Normalwert, Entsprechend 
der andauernden Seewindwetterlagen war die Bewölkung um 1.3 Zehntel zu hoch 
und die Sonnenscheindauer im Tagesmittel um 1,7 Stunden zu gering. Die Regen- 
menge betrug ungefähr 115% des Niederschlagsmittels für diesen Monat, Der 
Monat hatte somit ausgesprochenes Seeklima und wir können daher den ge- 
wonnenen täglichen Gang als charakteristisch für dieses ansehen. 
f ma a - 
1006 2000 3000 
Kernzahlen /cem
	        
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