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Full text: 67, 1939

Leistner, W,:; Ergebnisse einjähriger Kernbeobachtungen in Wyk/Föhr. 491 
Die Pentadenmittelwerte geben uns die Möglichkeit, den jährlichen Verlauf 
der genannten drei Elemente durch eine große Anzahl von Kurvenpunkten fest 
zulegen, So daß die charakteristischen Merkmale bestimmter Witterungsepochen 
gut zu erkennen sind, Die Monatsmittel stellen demgegenüber einen zu großen 
Zeitraum dar, in dem klimatisch und bioklimatisch wichtige Witterungszeiträume 
nicht zur Geltung kommen, 
Die Ermittlung der Seewindhäufigkeit erfolgt aus den Windrichtungen von 
SSW bis NW und den 3 Terminbeobachtungen, Wenn innerhalb einer Pentade 
zu den 3 Terminbeobachtungen nur 
Winde aus den Richtungen von SSW 
bis NW beobachtet wurden, ergab sich 
gine Seewindhäufigkeit von 100%. Die 
Winde aus den Richtungen NNW, N 
and NNE werden nur bei diesem Ver- 
Jahren mit zu den Landwinden ge- 
rechnet, Herrschten während einer 
Pentade nur Landwinde, so ergaben 
sich 0% Seewinde, 
Die Kurvendarstellung der Pen- 
tadenmittel der Kernzahlen zeigt, daß 
die höchsten 5-tägigen Mittelwerte und 
die größten Schwankungen derselben 
in den Monaten Mai bis September 
auftreten, 
Im großen betrachtet zeigen die 
Kurven der Seewindhäufigkeit und 
der Kernzahlen einen ähnlichen Ver- 
jauf, Die drei höchsten Kernwerte, 13,5 
(Pentade vom 11, bis 15. V.) 1. VIHL. 
und 25, IX, fallen mit Ausnahme des 
ersten Wertes mit Seewindhäufigkeiten 
von 7 und 0% zusammen. Sehr g6e- 
ringe Kernwerte treten bei hohen See- 
windhäufigkeiten und hohe Kernwerte 
bei niedrigen Seewindhäufigkeiten auf, 
Verfolgt man aber den Verlauf der 
beiden Kurven in ihren Einzelheiten, 
so sieht man, daß auch der Verlauf der Windstärke von Bedeutung ist, Man 
Äindet, daß bei gleichbleibender oder sogar steigender Seewindhäufigkeit die 
Kernzahlen zunehmen, wenn die Windstärke ansteigt, Die Stellen der Kurven, 
an denen dieses klar hervortritt, sind mit den Zahlen 1, 2, 3; 4, 5, 6; 7, 8, 9 
und 10 beschrieben, In den 5-tägigen Mittelwerten der Kernzahlen spiegelt sich 
also nicht nur die Seewindhäufigkeit wieder, sondern es ist auch ein Einfluß 
der Windstärke festzustellen, 
Einige Einzelmessungen, die im Juni 1938 durchgeführt wurden, mögen 
dieses noch besser vor Augen führen. 
IR, V 
9, VW 
x 
21.% 
20 V1. 
1% 
4na.KHE 
ARENA ARUKSER 
1nEEEFEKUHEEN 
Ran 
1a‘ 
Tabelle 2. Rel 
: ; elatire 
Wind Sicht Feuchte 
1880 W444 9 71 
3890 SSW 5 7 5% 
M10 WSW 6 8 36 
1320 SW 4 8 58 
3770 WSW 3 7 76 
Kerne 
Man sieht, daß Windstärke und Kernzahl gleichsinnigen Verlauf zeigen. 
Nachdem die kleine Tabelle schon einen Einblick in die Beziehungen des 
Kerngehaltes zur Windstärke möglich machte, sollen im folgenden Kapitel die 
Zusammenhänge auch mit der relativen Feuchtigkeit und der Sicht bei See- 
und Landwind eingehender untersucht werden,
	        
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