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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

188 Auynalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1939, 
drin —, sondern als Veranschaulichung eines anderweitig sichergestellten Resul- 
tates mit einfachsten Mitteln. Die meisten Vorbemerkungen ergeben sich bei 
der Herleitung des Auswerteverfahrens ohnehin: Der Anfänger erfährt zunächst, 
daß die Großkreispeilung nicht unverändert zur Zeichnung der Loxodrome 
benutzt werden darf; er wird dann geneigt sein, die Loxodrome unbesehen als 
Standlinie anzuerkennen. Dann wird er aufmerksam, daß im Winkel u der 
gegißte Längenunterschied enthalten ist und daß eine andere gegißte Länge eine 
andere Loxodrome mit einem zweiten Leitpunkt ergibt, Die Verbindungslinie 
beider Punkte liefert eine Sehne als Annäherung an die Azimutgleiche, Es ist 
nur eine folgerichtige Fortsetzung dieses ohnehin zurückzulegenden Weges, wenn 
man jetzt den Sinussatz ansetzt und bis zum gewünschten Resultat umformt. 
Wenn man will, kann man allerdings jeden Beweis für gekünstelt halten, der 
einiger Nebenbemerkungen und Hilfslinien bedarf. 
Lübeck, den 16. Mai 1939. 
Ergebnisse einjähriger Kernbeobachtungen in Wyk/Föhr. 
Aus der Bioklimatischen Forschungsstelle des Reichsamtes für Wetterdienst 
in Wyk auf Föhr. 
Von Walter Leistner, 
Einleitung. 
Der besonderen Lage des Meßortes entsprechend sind die durchgeführten 
Untersuchungen in lokalklimatischer und bioklimatischer Hinsicht interessant, 
Da sich die Kernstruktur der maritimen Luftmassen wesentlich von der- 
jenigen der kontinentalen Luftmassen unterscheidet, geben die Kernbeobachtungen 
—. 
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neben den üblichen meteorologischen Daten einen weiteren Einblick in das See- 
klima und seine spezifischen Klimafaktoren, 
Eingangs wird die Abhängigkeit der Kernzahlen von der Windrichtung und 
den Luftkörpern aufgezeigt, 
Da im jährlichen Gang der Kernzahlen der bioklimatische Charakter der 
verschiedenen Witterungsepochen ausgeprägt vorhanden ist, wird die Unter- 
suchung mit der Darstellung der Pentadenmittel der Kernzahlen, die den gleichen 
Mittelwerten der Seewindhäufigkeit und der Windstärke gegenübergestellt werden, 
fortgeführt, 
Die Beziehungen der Kernzahlen zur Windstärke, relativen Feuchtigkeit 
and Sicht, werden für See- und Landwind besprochen und gegenübergestellt. 
Ferner werden die Kurvendarstellungen, die für den 11b- und 17-Termin er- 
mittelt wurden, miteinander verglichen. 
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