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Full text: 67, 1939

Dietrich, G.: Die bisherigen Ergebnisse der niederländischen „Snellius“- Expedition usw. 487 
See die Oberhand gewinnt. Jeweils gegen das Ende einer Monsunzeit treten 
die Extreme im Salzgehalt des Öberflächenwassers auf, 
Die Ergebnisse der biologischen Untersuchungen werden außerhalb des 
„Snellius“.- Werkes in der biologischen Zeitschrift „Temminckia“ veröffentlicht, 
H. Boschma®) beschränkt sich im Vol. IX auf eine kurze Besprechung der In- 
strumente und auf Wiedergabe einer Liste der biologischen Stationen. 
Abgeschlossen: August 1939, 
Der Winkel zwischen Azimutgleiche und Funkstrahl. 
Erwiderung auf die gleichnamige Bemerkung von Herrn Prof. Wedem eyer, 
(Ann, d. Hydr. usw. 1939, Märzheit, S, 141.) 
Yon Dr. M. Harms. 
Herr Wedemeyer bestreitet meine Behauptung, daß die Formel für den 
Winkel a zwischen Azimutgleiche und Funkstrahl, tanga == tang Äsin g, elementar 
nicht hergeleitet werden könne, 
Bei dieser Behauptung jst selbstverständlich nicht an Beweise gedacht, die 
Differentialrechnung verwenden (Ann. d. Hydr, usw. 1910, 5. 420/421), und auch 
nicht an solche, die mebr eine geschickt auf „elementar“ frisierte Verwendung 
differentieller Methoden darstellen (Ann. d. Hydr. usw. 1918, S. 288), sondern an 
Beweise, die mit Hilfe eJlementarer Geometrie 
Tangenteneigenschaften herleiten, wie es z.B. 
{ür Kreis- und Kegelschnitte ohne weiteres mög- 
lich ist, Die Ableitungen dieser Art, die Herr 
Wedemeyer in der Zs. £. Flugtechnik (1929, 
S, 386) und jetzt wieder in dieser Zeitschrift 
(Märzheft,S. 141f.) zu geben versucht hat, können 
nicht als beweiskräftig anerkannt werden, 
Der in der erstgenannten Arbeit gegebene 
Beweis wurde von Herrn Maurer als unzu- 
länglich zurückgewiesen (Ann, d. Hydr. usw. 
1929, S, 344}. 
In seiner letzten Arbeit schreibt Herr Wede- 
meyer: „Verbinde ich diese Punkte durch 
einen Großkreis, so wird er mit SL einen Winkel 
einschließen müssen, der gleich 90° — (@« — ß) 
ist. Dieser Großkreis ist dann die Tangente 
an die Azimutgleiche,“ n 
Diese Behauptung wird weder vorher noch Der Win Ten en Srimelgleiche 
nachher bewiesen, Der Beweis soll anscheinend 
in dem Satz liegen: „Ich habe also, umgekehrt wie es die Lehrbücher machen, 
vom ebenen Dreieck sinngemäß auf das sphärische Dreieck geschlossen.“ 
Was heißt hier „sinngemäß“? Bei dem ebenen Problem ist z.B. (8. Figur; 
die Bezeichnungen entsprechen der Figur bei W.) der Sehnen-Tangentenwinkel a 
gleich 4, was im sphärischen Problem sicher falsch ist. Daß die Beziehung a=@, 
die allerdings sofort die gesuchte Formel liefert, bei der Übertragung ins 
Sphärische nicht zu einem falschen Resultat führt, ist doch nur deswegen sicher, 
weil das Ergebnis anderweitig sichergestellt ist. Wieso soll es sinngemäß sein, 
in einer Figur, in der es sich um Eigenschaften des Winkels A handelt, diesen 
durch ein Lot in zwei Teile zu schneiden und Eigenschaften der Teilwinkel zu 
übertragen ? 
Die Lehrbücher schließen vom Allgemeinen auf das Besondere, das im All- 
gemeinen enthalten ist. Das ist einwandfrei. Der Schluß vom Besonderen auf 
das Allgemeine ist Glücksache, aber keine mathematische Beweismethode. 
Meine Ableitung des Winkels zwischen Azimutgleiche und Loxodrome ist 
überhaupt nicht als Beweis zu werten — dafür stecken zuviel Vernachlässigungen 
5) H, Boschma,. Biological date, The Snellius Expedition, Vol. VI. Leiden 1936, 
En
	        
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