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Full text: 67, 1939

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Aunalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1939, 
des Niederfrequenz-Echolotes mit allseitiger Schallausbreitung ansah, keine große 
Bedeutung bei. Im Gegenteil, Kuenen behauptet, daß der Reflektionspunkt des 
ampfangenen Echos stets senkrecht unter dem Schiff liege, im Gegensatz zu der 
von H. Maurer?) vertretenen Meinung, daß im Falle großer Bodenneigungen 
bei allseitiger Schallausbreitung es nicht möglich sei, etwas Bestimmtes über 
den Reflektionspunkt und damit über die tatsächliche Tiefe auszusagen, Bei 
diesen methodischen Widersprüchen äußerte schon G. Wüst“) Bedenken über 
die Ableitung yon geologischen Bruchstufen im submarinen Relief aus Echo- 
sprüngen. Wenn man aus diesen methodischen Gründen den abgeleiteten Bruch- 
stufen im ostindischen Relief abwartend gegenüber steht, so ist damit die Mög- 
lichkeit von Bruchstufen im Tiefseeboden nicht ausgeschlossen, zumal bei dem 
Brucheharakter des ostindischen Reliefs, besonders wo außerdem die Erhaltungs- 
tendenz der Brüche in der Tiefsee weit größer ist als auf dem Festlande; denn 
es fehlt sowohl an kräftiger Erosion wie an einer bedeutenden Sedimentation, 
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Abb. 2. Schwereleld, ya der Vulkane und Gebiete miozäner Faltung in Östindien, 
(Nach F, A. Vening-Meiness%, Ch, E. Stehn**) und H. F. Umbgrove**) aus G, Dietrich*).] 
Indem Kuenen den Tiefseeboden im Indischen Ozean bereits dem Sima zurechnet, 
was allerdings den bisherigen Auffassungen widerspricht, zieht er aus den ab- 
geleiteten Bruchstufen in großer Tiefe den Schluß, daß die Plastizität im Tief- 
seeboden keine wesentliche Steigerung gegenüber den Verhältnissen an der 
Oberfläche aufweise. 
Morphologisch interessant ist eine Untersuchung des Böschungswinkels der 
marinen Vulkane. Danach ist die Neigung unabhängig von der relativen Höhe. 
Im untermeerischen Teil ist sie praktisch konstant, im Überwasserkegel ist der 
Hang durchweg konkay ausgebildet. Diese konkave Form wird als Folge der 
Erosion angesehen und weniger in Zusammenhang mit der Stärke der Erup- 
tionen und der Natur der Eruptivrmassen gebracht. 
In einer morphologischen Großgliederung unterscheidet Kuenen die abge- 
rundeten Formen der Becken mit einer Tendenz zur Abwärtsbewegung bei 
» H, Maurer, Können die bei Echolotungen gefundenen Echoabstände zuf wahre Tiefen um- 
gerechnet werden? Ann, Hydr. 36, 347; 1928, — 4) G. Wüst, Die Erforschung der Bodenkonfi- 
yuration des Australasiatischen Mittelmeeres durch die holländische „Snellius‘“. Expedition, Zeitschr, 
Ges, f. Erdk, Berlin 1936, 8. 347. — 15) J. H, F. Umbgrove, The reistion between geology and 
gravity field in the East Indian Archipelago. Gravity expeditions at sen 1923 bis 1932, Vol. IL 
Delft 1934. — %) Ch. E. Stehn, Map of the active völeanoes of Neth.-East Indies, Bull, Neth, 
East Ind. Volcanot, Sur, No, 2. 1927. — 1} G. Dietrich, Die Ergebnisse der holländischen Schwere 
expeditionen 1923 bis 1932. Naturwissenschaften 24, 395; 1936,
	        
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