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Full text: 67, 1939

Kleinere Mitteilungen, 
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der Gesamtablauf der Witterung steht überwiegend unter dem Ein fluß des Hochdruckgebi i 
sich ändernden Energie wechselt auch die Wetterwirksamkeit der über Finnland  hkOth den ok 
Manchmal treten nur nachmittags, ausgelöst durch die tägliche Elinstrahlung, noch einzelne gemittrige 
Schauer auf, zw anderen Zeiten kommt es aber auch zu {fronthaften Umlagerungen, An einigen 
Feuchten (%) und Temperaturen (* ©. 
Ort | _Utti_ | Helsinki 
Datam, Uhrzeit * 11, 08b En Ösh 
In 500 mb 5 
a 600 30— 3 
#700 10 5| 
u 500 TO 8 
Y a0 » Bf 
Absolute Topd- 
graphie der 
AQ0 mb- Fläche 
Relative Topo- 
zraphie | 
100/500 mb {553} | 547 
80 4 18 
60— 7 
504 1 
0 £ 
DW 
566) | 568 
Tagen werden sogar schon morgens um 
5h Gewitter über Finnland beobachtet, 
und «in Vergleich zweier Aufstiege En A 
Südfinnland zeigt, daß in diesen Fällen %, N h , 
die Labilisierung "son. oben her, durch Ak 3 eerlaze am 13, Ju 1938, B5 MEZ 
das Vordringen höhenkalter Luft, zu- “ w ) 
stande kommt. Während nämlich in den unteren 2000 m keine Tempersturänderungen zu verzeichnen 
and, treten darüber Abkühlungen bis zu 4° auf. Durch diese Temperaturverteilung geht das Boden- 
hoch über Südfinpland, z, B. am 36. Juli 1958 (der Aufstieg von Helsinki zeigt gegenüber dem Vortag 
teine wesentlichen Änderungen), mit zunehmender Höhe in ein Zy klonales Druckgebilde über, und anf 
der Karte der 500 mb-Fläche i=«t an dem erwähnten Tage ein grgchlossenes Höhentief über dem Bal- 
ikum zu erkennen. {1 Pflurbeil 
3, Neu® Tabellen zur Reduktion der anf Schiffen beobachteten drei- 
stündigen Luftdruckänderungen auf ruhenden Schiffsort. 
Die auf Schiffen registrierten Luftdruckänderungen sind bekanntlich wegen 
der Schiffsbewegung mit den auf dem Festlande bestimmten nicht ohne weiteres 
vergleichbar: Bewegt sich das Schiff gegen ein Tief (Hoch), so muß Druckfall 
(Druckanstieg) beobachtet werden, auch wenn das Druckfeld völlig unverändert 
bleibt, Diese allein durch die Schiffsbewegung hervorgerufenen Druckänderungen 
überlagern sich den örtlichen Änderungen, die durch Vorgänge in der Atmo- 
sphäre verursacht werden und die den Meteorologen allein interessieren. 
Um die von Schiffen gemeldeten dreistündigen Druckänderungen mit Beob- 
achtungen vom Lande vergleichbar zu machen, ist es also erforderlich, jene zu 
korrigieren, d.h. von der Druckänderung zu befreien, die lediglich durch die 
Bewegung des Schiffes zustandekommt. 
Der exakteste Weg dazu wäre der, den für die Berechnung der Korrektion 
benötigten Vektor des Druckgefälles aus der fertiggezeichneten Luftdruck- 
verteilung der Hauptarbeitswetterkarte abzuleiten. Dieser Weg kann aber in der 
Praxis wegen Zeitmangels nicht beschritten werden. Daher bleibt nur übrig, 
Richtung und Größe des Druckgefälles aus den im Schiffs-Wettertelegramm mit- 
geteilten Werten der Windrichtung und -stärke zu erschließen, 
Die in den meisten Wetterwarten benutzten Verfahren gehen nun von der 
unzutreffenden Voraussetzung aus, daß der beobachtete Wind in Richtung uud 
Stärke gleich dem geostrophischen Wind ist, und sind noch dazu recht umständ. 
lich, In den unten gegebenen einfachen Tabellen ist dieser Fehler vermieden 
durch die genaue Berücksichtigung der Reibung: . 
Nach der Arbeit von Baur und Philipps: „Untersuchung der Reibung .... 
über dem Meer.“ Ann, d. Hydr. u. marit, Met,; Juni 1938, 5. 279, wird als Ab- 
lenkungswinkel ı = 75° (Mittel für 30° bis 70° Breite) angenommen und die beob- 
achtete Windgeschwindigkeit vw = 0,66 vg gesetzt, wo Yy die geostrophische Wind- 
zeschwindigkeit bedeutet. Die Konstante 0.66 ist ein Mittelwert für 35° bis 70°
	        
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