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Full text: 67, 1939

Kleinere Mitteilungen, 
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und durchweg recht schön, Am 18. Juli erreichten wir Koli und verließen 
damit das südöstliche Finnland, 
Bei Rovaniemi überschreiten wir am 21, Juli den nördlichen Polarkreis. 
Am Morgen ist in Oulu das Wetter bei wolkenlosem Himmel schön (8b finn, 
Zeit: 22°. Über Mittag bildet sich Quellbewölkung, die mit zunehmender Ein- 
strahlung stärker wird (14h: 27%, Gegen 14h beobachten wir ein Wärmegewitter 
(Bild 1 auf Tafel 48) im NW, das mit ziemlich starkem Niederschlag verbunden 
ist, Am Nachmittag erreichen wir Rovaniemi, wo ebenfalls hohe Temperaturen 
herrschen. Um 20h können wir noch 25° ablesen. Der Himmel ist wolkenlos, 
and es weht eine leichte Brise aus Süd. 
Am 22. Juli zeigt das Thermometer um 10h schon 26°. Der Wind weht mit 
ainer Stärke von etwa 2 m/sec aus Ost. Im NW zeigt sich eine leichte Cirren- 
Bewölkung, Bis 13h steigt die Temperatur auf 29°, Es ist drückend heiß und 
schwül. Von Zeit zu Zeit wehen heftige Böen in den Straßen, die auf stärkere 
Vertikalböigkeit schließen lassen, Der Himmel ist etwa !/, mit gut ausgeprägten 
Cu-Wolken bedeckt, Im NW haben sich starke Haufenwolken gebildet, die 
eine beträchtliche Höhe besitzen. Als wir von einem erhöhten Punkt einen 
weiteren Ausblick haben, sehen wir im NW ein ausgedehntes Gewitter, das sich 
nicht zu bewegen scheint. Mit dem Auto fahren wir nach Mittag auf das Gewitter 
zu und beobachten starken Platzregen, Nach kurzer Fahrt ist das Gewitter 
arreicht, und wir fahren in die Regenzone des Gewitters hinein. Heftige Regen- 
züsse fallen mit kurzen Unterbrechungen, Mit unserem Wagen, der 45 km/h 
{ährt, bleiben wir ungefähr 1!/, Stunde in dem starken Regen, der zeitweise sich 
zu gewaltigen. Güssen verstärkt, Die Temperatur ist stark gesunken. Leider 
konnten wir vom Wagen aus während der Fahrt keine annähernd brauchbare 
Temperaturmessung vornehmen, Auf einer kurzen Fahrtpause in Kittilä können 
wir den Wagen verlassen und beobachten, daß sich die Bewölkung in östlicher 
Richtung mit etwa 8 bis 10 m/sec fortbewegt, Im NE lag der Rand des Ge- 
witters, angedeutet durch den scharf begrenzten Rand der dunklen Wolken gegen 
einen Streifen hellen Himmels, 
Auf der Weiterfahrt kommen wir nochmals in Schauerzonen hinein. Den 
Ort Monio (nordwestlich von Kittilä) hatte das Gewitter nicht erreicht. Das 
Gewitter mag sich in folgender Weise entwickelt haben: Zunächst entstand ein 
Wärmegewitter, Dieses brachte in seinen Hauptniederschlagsgebieten mit dem 
heftigen Regen eine starke Abkühlung am Boden. Diese kalte Luft zwang in 
ihrer großen Ausdehnung die noch am Rande liegende wärmere Luft zum Auf- 
steigen und entwickelte eine bogenförmige Front, die sich ostwärts in einer 
Längenausdehnung von etwa 50 bis 80 km bewegte und so einen Kaltfrontcharakter 
irug. Gegen 22h war der Himmel noch %, bedeckt, Die Sonne kam teilweise 
durch. t15°% Die Wolkenuntergrenze lag schätzungsweise auf 800 bis 1000 m 
über NN. 
Am Morgen des 23, Juli lasen wir in Pallas-Tunturi um 8b 19° ab, bei 
leichter Bewölkung. Vormittags quillt die Bewölkung immer stärker auf, bis sie 
gegen Mittag große Cu-Türme zeigt. Kurz vor Mittag herrscht am Boden 
eine Böilgkeit, die durch thermische Konvektionsströme hervorgerufen wird. 
10h; 21°; 12: 247/,°, Der Wind ist am Boden gleich Null, in der Höhe ist aber 
sine leichte Luftbewegung zu beobachten... Von Süden. ziehen um Mittag hohe 
Cirren herauf, Der Wind weht am Boden über Mittag aus Süd, läßt nachmittags 
nach, um abends wieder aufzufrischen. Die Quellbewölkung (Bild 2} dehnt sich 
stellenweise aus und bildet kleine Gewitterböen mit geringen Entladungen, die 
gegen 18h Niederschläge in Schauern bringen. t 18b: 23% 20h: 22° Die Be 
wölkung hat sich überall aufgelöst, 
Beim Aufstieg auf den höchsten Gipfel in Pallas-Tunturi, Taivaskero, um den 
Sonnenuntergang zu beobachten, der um etwa 23.40% erfolgte, fiel im NW über 
dem Ounas-Gebirge eine ziemlich ausgedehnte Cu-Bank auf, aus der einige 
Türme hervorquollen. Aus der Wolkendecke fiel unter den Türmen heftiger Regen, 
Diese Erscheinung, die man bei uns oft zur Zeit der stärksten Einstrahlung 
beobachten kann, sah man hier zur Zeit der geringsten Einstrahlung, Die stärker
	        
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