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Full text: 67, 1939

138 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1939, 
dazu gemachten Beobachtungen, wobei zwischen Tagen mit geringen Wind- 
stärken (0 bis 4 Beaufort-Skala) und stärkeren Winden (> 4 Beaufort) ge- 
schieden wurde. Es zeigt sich also, daß bei nördlichen Winden große und 
. . er bei südlichen Winden kleine 
Tabelle A. Himmeisbläte und Windrichtung. Blaugrade beobachtet wur- 
In INEIE |SE| S SW] W [wi Mieter aner] den, Die geringen Werte 
- schwach 8.316.781 73 62/62 |73| sol 38 bei NE dürften lokal be- 
—_ schwac 36.78.1173, 6.1 1621 0 7, z z ; 
Wind | Sark 3038215802 0817 131 786 ka SEM, dia Sa dort 
° Mittel. |88/7.0/8.0|7.1 6364/74 86! 75 größere industrielle Be- 
mt m m triebe befinden, 
In der nunmehr folgenden Tab. 5 werden die Monatsmittel der Bläue ver- 
zeichnet, die aus allen sicheren Einzelschätzungen gemittelt sind. Diese Werte 
sind der besseren Übersicht halber in Fig, 1 graphisch dargestellt. Es zeigt sich 
dabei ein außerordentlich deutliches 
Sommerminimum und Wintermaximum 
der Bläue, wie er von Strahlungs- 
messungen her bekannt ist. Ein Teil- 
maximum im Mai ist angedeutet. Der 
allgemeine Jahresgang ist ein sehr 
glatter und einheitlicher. -In Lübeck- 
Travemünde fand H. Voigts (7) einen 
. N _ Ähnlichen Jahresverlauf nur mit dem 
Fig. 1. Jahresgang der Himmelsbläue in Schwerin Unterschied, daß das Sommerminimum 
C1537 zn 2033). hier etwas später eintritt als in 
Schwerin (Schwerin ist in Luftlinie rund 60 km von Travemünde entfernt). Im 
Frühsommer hat Travemünde offenbar höhere Blauwerte als Schwerin, im Herbst 
fast gleiche. Abweichend hiervon verhält sich die Podersamer Reihe von 
Tabelle 5 G, Schindler und die Tabarzer Reihe nach H. Grimm 
z den „... und Müller, die beide ein Maximum in der warmen 
Monatsmittel der Himmelsbläue 3 . b 
(1937 bis 1938). ahreszeit haben. 
ar Literatur: 
Mittl.Blanwert‘ , pyusch.Jensen: Tatsachen und Theorien der atm, Polarisation. 
Hamburg 1911, p. 485. 
2. H, Lettau: Ergebnisse der Schätzungen der Blaufärbung des 
Himmels usw. Zschr, ang, Met. (Wetter) 46, 336, 
3. G. Schindler: Himmelsblau-Schätzungen zu Podersam (Böhmen). 
Zschr. ang. Met, ı Wetter) 53, 63. 
4. H. Grimm: Himmelsblau-Stufenschätzungen aus Tabarz (Thüringer 
Wald). Zschr. ang. Met. (Wetter) 51, 85. 
5. H. Landsberg und Jobbins: Determination of sky-blue Transaet,, 
Amer, Geophys, Union, Meteorology 1937, p. 
6. H. Landsberg und H, Jobbins: Measurements of sky-blue and 
U.V.E. Gerl, Beitr, Geophrys, 52, 270, 
7, HE, Voigts: Untersuchungen zur Klimakunde der Lübecker Bucht. 
Lübeck 1933 (Abdruck aus ‚„Niederdeutsche Monatshefte‘“), 
W. W. Spangenberg. 
La 
Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben. 
W. J. Ukrainzew, Über das Finden von Extrem- Aus der graphischen Darstellung erkennen wir; 
werten, ‚„Meteorologia i Hydrologia.“ Moskau daß nach Beobachtungen in Sluzk im Jahre 1930 
1936. Nr. 12. S.63; mit 1 Tab. und 1 graph. das absolute Maximum der Sonnenstrahlung 
Darst. (Russisch.) für April am 29. war, gleich 0.92; ein so hoher 
Zur Charakteristik einzelner Monate werden Wert erklärt sich durch die große Höhe der Sonne. 
oft Maximals und Minimalwerte verschiedener In Wirklichkeit übertrifft die Strahlung des 
meteorologischer Elemente angeführt, Dabei be- 29. April die gewöhnliche Strahlung dieses Tages 
schränkt man sich gewöhnlich auf die Angabe keineswegs, hergeleitet als durchschnittliche aus 
absoluter Extreme der betrachteten Größe für den rieljährigen Beobachtungen. Die größte Über- 
gegebenen Monat und richtet seine Aufmerksamkeit schreitung dieser Norm fand am 1. April statt; 
gar nicht auf den Jahresverlauf dieser Größe, ob- dieser Tag hatte die größte mittägliche Durch- 
gleich danach der Normalwert der Größe im Anfang sichtigkeit der Luft für den gegebenen Monat, 
des Monats größer oder kleiner sein kann als am Ende. Beobachtungen bei verschiedener Sonnenhöhe zeigen.
	        
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