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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

Kleinere Mitteilungen, 
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der Fall ist. Daher mag von einer Anführung dieser Messungen abgesehen 
werden, zumal auch eine grundlegende Änderung‘ der Ergebnisse in keiner 
Weise eintritt. 
Die Gesamtzahl der hier mitgeteilten Beobachtungen ist nur gering, weil 
lediglich die zuverlässigsten Beobachtungen verarbeitet wurden, die bei kleinen 
Bewölkungsgraden gemacht sind. 
Vergleicht man hier die Häufigkeit der geraden Skalenzahlen mit der der 
ungeraden (also interpolierte Werte!), so erkennt man, daß beide in gleicher 
Anzahl vorhanden sind. Von einem Überwiegen der ungeraden Ziffern, wie es 
von einigen Beobachtern, z.B. H. Lettau (2) und G. Schindler (s) festgestellt 
worden ist, kann bei dem hier vorliegenden Material unmöglich gesprochen werden. 
Ob diese vom Verfasser gefundenen Ergebnisse bezüglich der gleichen Häufig- 
keit beider Zifferngruppen auf der strengen Auswahl und vor allen Dingen auf 
der großen Vorsicht bei den Messungen selbst beruht, mag zunächst dahingestellt 
bleiben, jedenfalls darf man andere Gründe, wie verschiedene Beschaffenheit der 
Skala oder verschiedene Auffassungsgabe der Beobachter, nicht ohne weiteres 
von der Hand weisen, Es muß aber dazu noch erwähnt werden, daß auch bei 
Benutzung aller einigermaßen brauchbaren Beobachtungen das Ergebnis das 
gleiche zu bleiben scheint, ja sogar offenbar eher zu einem Überwiegen der 
geraden Zahlen neigt. In diesem Zusammenhang sei auch an die Beobachtungen 
von H. Grimm und F. W, Müller in Tabarz (4) erinnert, die auch nicht auf eine 
größere Häufigkeit der ungeraden Blaugrade hinzielen. 
Zur Untersuchung des Materials auf einen eventuellen Tagesgang der Himmels- 
bläue hin wurden 15 vollständige Tagesreihen herausgezogen, wo zu jeder vollen 
Stunde wahrer Ortszeit eine Messung vorlag. Das Mittel über alle diese Tages- 
reihen ist in der Tab. 2 zusammengefaßt, 
wobei stets zwei Stellen hinter dem Punkt 
angegeben sind, um die geringen bestehen- 
den Unterschiede klarer und stärker in 
Erscheinung treten zu lassen. 
Die Reihen wurden erhalten im Juli und November 1937 und im Februar, März 
und Juni 1938, Die Mittagswerte liegen hiernach offenbar etwas tiefer als die 
des Vor- bzw. Nachmittages mit einem Minimum um 12b, Eigenartig ist aber der 
recht hohe 13h.-Wert. Natürlich ist dieser Gang, sofern man ihn als reell ansehen 
kann, bei weitem nicht so deutlich wie der von H. Landsberg und Jobbins 
erhaltene (s) (se), der aber mit einem von den Verfassern konstruierten Blau- 
Glaskeil-Instrument gefunden worden ist. Man kann aber wohl annehmen, daß 
trotz vieler Unstimmigkeiten und Schwierigkeiten auch mit der einfachen Linke- 
schen Skala hier etwas zu machen ist, wenn nur genügend viele Tagesreihen 
(und solche dürfen hier nur verwandt werden!) vorliegen, Es muß aber streng 
darauf geachtet werden, daß Tabelle 3. Extreme Tagesgänge der Himmelsbläue. 
nur der Punkt maximaler — — , & TTS Ta TTS Tal 
Bläue geschätzt wird, und Zeit »'ıı lag | a3! 4115 1360 WOZ. 
nicht etwa ein Fixpunkt, wie 5, VIL 1937 ws 7 
z. B. der Zenit. Man wird 28. Ar Moe 10 — 
sich ferner auch am besten 15 E18 1 
auf einheitliche Meßzeiten be- +7" V' 19 5: &, 
schränken (etwa 9 bis 15h wahrer Zeit!), um auch zu allen Jahreszeiten schätzen 
zu können. In der Tab. 3 werden weiter einige Beispiele für besonders große 
Tagesgänge mitgeteilt, die aber in dieser Schärfe nicht allzu häufig gefunden 
werden können. Zugrunde liegen nur sichere Beobachtungen. 
Es kommen aber auch gelegentlich Fälle vor, die einen Tagesgang aufweisen, 
der dem der in Zusammenstellung 3 gezeigten Daten gerade entgegengerichtet 
ist, also größte Bläue um Mittag herum, worauf aber nicht weiter eingegangen 
werden soll, 
Da die Stadt Schwerin nur ungefähr 30 km vom Meere (Ostsee) entfernt ist, 
darf man erwarten, daß der Einfluß der Windrichtung auf die Luftreinheit hier 
besonders deutlich zu finden ist, In der Tab. 4 (siehe S, 438) befinden sich die
	        
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