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Full text: 67, 1939

136 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1939, 
Seewart sind diese Tafeln zur Errechnung des Anfangs- und Endkurses eines 
Großkreises von Karbiner empfohlen worden. Die Tafeln von Gadow können 
ebenfalls benutzt werden. 
Als Ersatz für die Azimutmeßkarten großen Maßstabes hat H. Maurer im 
N, F. eine „graphische Tafel für Peilbeschickung‘ auf loxodromische Peilungen“ 
in Zweifarbendruck veröffentlicht, Nach den Neperschen Analogien habe ich 
die Tafelwerte scharf für viele Punkte berechnet und die neue Tafel in Schwarz- 
druck herstellen lassen, Allein zur Feststellung der Grenzen, in denen die Tafel 
benutzt werden darf, mußten mehrere hundert Dreiecke berechnet werden. Da 
zo viele Tafelwerte gerechnet sind, daß der Zeichner jede Kurve exakt zeichnen 
konnte, kann sie jetzt unbedenklich benutzt werden. 
A. Klose waren die Aufsätze aus den Ann. d. Hydr. über die Azimutmeßkarte 
bekannt. Auch die in großem Maßstab gefertigte Meßkarte besitzt er. Entgegen 
den Angaben in Ann, d, Hydr, 1939, S, 105, besteht daher Fühlung zwischen den 
mathematischen Universitätskreisen und den Nautikern der Seefahrt, Trotzdem 
vergleicht Klose meine Methode der Ortung nach Fremdpeilungen mit der 
Vahlenschen Funkortungsmethode nach Eigenpeilungen und kommt zu Fehl- 
schlüssen, weil die Methoden nicht vergleichbar sind. 
Im vorstehenden habe ich nachgewiesen, daß die Abneigung der Seefahrer 
gegen die Azimutmeßkarte berechtigt ist. Bedarf nach Azimutmeßkarten 
großen Maßstabs besteht nicht, da die „graphische Tafel“ die Eintragung der 
Standlinie leicht und sicher gewährleistet. 
Berlin, im März 1939. 
4. Himmelsblau-Schätzungen, Im Verlaufe der Jahre 1937 und 1938 wurden 
vom Unterzeichneten in Schwerin (Meckl.) mit der bekannten Himmelsblauskaia 
son F. Linke (es handelt sich dabei um ein Exemplar der neuen, zweiten Serie 
Yahelle 1. Häufigkeit mit Schwarz) systematische Beobachtungen 
der einzelnen Skalengrade in 12b WOZ. Der Blaufärbung des Himmels ausgeführt, 
mm nm, Da die Schätzungen ausschließlich vom Ver- 
Skala 4 Alal7 181011011112 fasser selbst unter möglichst unveränderter 
Beibehaltung der äußeren Begleitumstände 
gemacht wurden, konnte eine durchaus ge 
nügende innere Gleichwertigkeit aller Beob- 
achtungen erzielt werden. Um die Sicherheit 
der Beobachtungen noch weiter zu erhöhen, 
wurde vorwiegend nur bei kleineren Be- 
wölkungsgraden als „4, beobachtet. Dadurch 
kann der Einfluß von Täuschungserschei- 
nungen, die an das Vorhandensein von Wolken 
geknüpft sind, weitgehendst vermindert 
werden, Allerdings wird hierdurch die Zahl 
der Messungstage stark herabgesetzt. Beob- 
achtungen bei größeren Bewölkungsgraden als A erfordern zweckmäßig eine 
zesonderte Behandlung und sollen hier nicht weiter betrachtet werden. Die 
Sonne selbst mußte im Augenblick der Messung völlig frei sein (S,); schon bei 
Vorhandensein geringer Wasserdampfschwaden oder ganz leichter Wolken (ei) 
in unmittelbarer Sonnennähe wurde von einer Messung Abstand genommen, Ge- 
schätzt wurde stets der Punkt maximaler Bläue, der ungefähr 90° von der Sonne 
entfernt ist (1), Trotz aller dieser Vorsichtsmaßnahmen gelangen in den beiden 
Jahren über 500 brauchbare, zuverlässige Schätzungen, die hier in aller Kürze 
nach den üblichen statistischen Methoden behandelt werden sollen, 
In der Tab, 1 werden Angaben gemacht über die Häufigkeit der einzelnen 
Skalengrade, wobei aber nur die um 1% Mittag wahrer Ortszeit erhaltenen 
Werte berücksichtigt werden, und zwar deshalb, weil um diese Tageszeit die zu 
einer ausreichenden Beleuchtung der Skalenblätter erforderliche Lichtmenge in 
jeder Jahreszeit zur Verfügung steht, was bei den Morgen- und Nachmittags- 
messungen (Sk bzw. 10h und 16 bzw. 195) ganz besonders im Winter nicht immer 
Ki
	        
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