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Full text: 67, 1939

{34 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1939, 
für alle der strenge Nachweis ihrer dortigen Herkunft führen läßt. Dem Sturm I 
vom 29, VII. westlich von Florida läßt sich ein Tief zuordnen, das am 18, VII 
auf 12° N 28° W, am 24, VII auf 12° N 62° W liegt (mittlere Ost — West-Bewegung, 
5,7 Längengrade an einem Tag). Dem Sturm II vom 2. VIIL auf etwa 23°N 
74° W _1äßt sich das Tief vom 19, VII. auf 18° N 11° W zuordnen (4.6°/Tag Ost— 
West-Bewegung). Dem Sturm III vom 28, VIEL läßt sich das Tief vom 17. VL 
zuordnen {siehe obigen Telegrammwechsel), das auf 15° N 13° W lag und am 
25. VIIL auf 20° N 55° W (5.1°/Tag), Sturm IV und V sind von Portig behandelt 
(4.0 und 3.2°/Tag), Sturm VI, VIL und IX sind im westlichen Karibischen Meer 
entstanden, Dem Sturm VII vom 20, IX, auf 14° N 44° W 1äßt sich das Tief vom 
11.IX. auf 16° X 11° W zuordnen (3.7°/Tag). 
Wenn auch wegen Mangels an Schiffs- und Höhenbeobachtungen der Aufbau 
dieser tropischen Tiefe und ihre Umwandlung in tropische Stürme und Orkane 
unerforscht ist, und wenn es daher verfrüht ist, Hypothesen und Vermutungen über 
diese Vorgänge auszusprechen, so sei doch kurz auf die praktische Bedeutung hin- 
gewiesen, die dieser Kenntnis des Zusammenhanges der östlich von den Antillen 
auftauchenden tropischen Wirbelstürme mit den westafrikanischen Tief- 
druckgebieten zukommt. Eine genaue Überwachung dieser Tiefe ermöglicht 
eine Vorhersage über die Orkan-„Anfälligkeit“ des verkehrsreicheren Südwest- 
teils des Nordatlantiks, W. Rudloff, Hamburg, Deutsche Seewarte, 
2. Klimatographische Witterungsschilderung. Nr. 135; Kamerun, — Aus 
der Sammlung des überseeischen meteorologischen. Dienstes der Deutschen Seewartt. — 
Witterungsverlauf in der Trocken- (Harmattan-) Zeit in Mbengwih 
({Bamenda-Hochland),. Beobachtungstag: 29. Januar 1939. 
7h; Die Hügel der Umgebung von Mbengwi sind in leichten Dunst gehüllt, 
wie es in der Trockenzeit alltäglich der Fall ist. Vom Horizont ausgehend, ist 
die Himmelsfläche bis etwa 30° Höhe mit Dunst bedeckt; den übrigen Teil nehmen 
Ci, die nur wenige blaue Fleckchen frei lassen, ein. Die Gesamtbedeckung des 
Himmels beträgt 9. Es ist heute früh bei einer Temperatur von 12° wärmer 
als an den letzten Tagen, an denen die Temperatur um 7% nur 9° bis 10° erreichte. 
Wind SE 2. Die Fernsicht ist durch starken Harmattan unmöglich gemacht. 
Während der Nacht ist starker Tau gefallen, -— 8%%t; Die Ci haben sich ein 
wenig verlagert, Gesamtbedeckung 8. Im SS und SW haben sich aus dem Dunst 
Cu heraufgeschoben. t 21°, Wind S 3. — 9b; Die Cu sind verschwunden, die 
gleichbleibende Dunstschicht am Horizont und zahlreiche Ci bedecken 2, des 
Himmels. t 22°, Wind W 2. — 9b; Der Wind hat auf NNE 3 gedreht. — 
10*: Die Bewölkung ist unverändert. Der Wind kommt aus NE und ist auf 
Stärke 6 angeschwollen, t 24°. — 10%h: Bewölkung unverändert, nur die Dunst- 
schicht ist im S höher gestiegen, während im N der Horizont fast dunstfrei 
geworden ist, Außer einigen Ci sind keine Wolken am Himmel. t 26°, Wind 
NNE 5, in Böen bis 7, —- 12%; Im N hat sich eine größere wolkenfreie Stelle 
gebildet, im übrigen ist die Art der Bewölkung gleich geblieben, Gesamthimmels- 
bedeckung 7, t 28% Wind NE 5. — 13%®bt6; Der Dunstkreis am Horizont ist 
wieder rings geschlossen, die wolkenfreie Stelle hat sich nach dem Zenit ver- 
schoben und ist größer geworden, Bedeckung fast 6, t 31°, Wind NE 5. — 
14%; Die Aufheiterung ist fortgeschritten. Nur noch +4 der Himmelsfläche sind 
von Dunst bedeckt. Im SW hat sich eine kleine Cu-Wolke gebildet. t 31°. Der 
Wind aus NE hat sich auf 6 verstärkt. — 14°: Die Bedeckung beträgt nur 
noch 83. Im WNW haben sich weitere Cu gebildet, t 30%, Wind NE 5. — 
16%; Auch im S sind einige Cu entstanden, Bedeckung 4. Der Wind ist auf 
NE 4 abgeflaut. t 27% — 17h; Die Cu haben sich aufgelöst, nur ein Dunst- 
kreis am Horizont bedeckt 4 des Himmels. t 25°, Wind ESE %. — 17%»; Der 
Wind kommt plötzlich aus SSW in Stärke 2. — 175; Die Sonne versinkt, sie 
vermag jedoch nur als roter Ball durch den Dunst zu scheinen. tt 24° — 
22h: t 20°, Ernst Lamparter. 
. 1} Wegen der Tage der Missionsstation Mbengwi und weiterer klimatogr, Wittrgsschldrg, des 
Verfassers s, Ans. d. Hrdr. usw. 1937, &. 201.
	        
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