Wegener, K., und Trojer, H.: Die Temperaturstrahlung der Erde und ihre Messung. 4927
15. IM. 1935
Graz
Hütte
1845h + 4.4 +52
1945 A 10 +28
24.00 +26 + 3.1
[nstr.
—“
+27
3
6°
Heiter, windstill.
Bewölkt, windstill,
Bewölkt, S 0—1.
21. IX. 1935
Graz
1905R
1915
1925
0215
Hütte Instr.
+11,5 +90 €
+12 + 3.0 85
+ 110 +25—3 Tau!
+ 45 —25
Heiter, windstill,
292 {IL
+ »
Heiter, schwacher Wind.
HL. Die Instrumentierung.
Von Hans Trojer.
Vorbemerkung über Verwendung von Parabolspiegeln bei früheren Strahlungsmessungen.
Bei der Temperaturbestimmung auf Grund von Strahlungsmessungen, wie
sie für die Bestimmung des Glühzustandes und anderer Strahlungseigenschaften
eines schwarzen Körpers gefordert werden, soll F&ry zur Konzentration der
Strahlung einen Metallhohlspiegel verwendet haben.
Im „Lehrbuch der Physik“ (Müller-Pouillet) schreibt nämlich 1929 H. Kohn,
Breslau: „Ein erstes Gesamtstrahlungspyrometer wurde von Föry (Compt. Rend.
134, 977, 1902) konstruiert. Er verwendet als’ Empfänger ein Thermoelement
aus Eisen-Konstantan; das mit ihm verbundene Galvanometer wird am schwarzen
Körper geeicht. Zur Konzentration der Strahlung auf die Lötstelle des Thermo-
elementes dient ein Metallhohlspiegel.“ In der angegebenen Literatur fand ich
jedoch keine Erwähnung eines Metallhohlspiegels. FeEry hat die Kondensierung
der Strahlung im Fernrohr vorgeschlagen. Offenbar liegt hier also ein Irrtum
vor. Auch bei einem weiteren, im wesentlichen nach dem gleichen Prinzip (nach
Angaben des Lehrbuches) angegebenen Apparat, dem Ardometer, fand ich bei
der zu dieser Stelle angegebenen Literatur (Zeitschrift für Physik 15, 52, 1923:
„Thermoelement für Strahlungsmessungen“ von R. Hase) keine Erwähnung eines
Metallspiegels, sondern wieder nur die Verwendung eines Fernrohres angegeben.
Das Fernrohr hat nur für gewisse Wellenlängen, nämlich für solche, die Glas
durchstoßen können, die gleiche Wirkung, wie sie ein Parabolspiegel besitzt.
Die Anwendung eines Hohlspiegels auf die Messung der Erdstrahlung hat
das erstemal P. Dubois?) angegeben. Er schlug die Verwendung eines Parabol-
spiegels zur Verstärkung der Strahlung bei einem Aktinometer vor, Durch den
Parabolspiegel wurde eine Zusammendrängung der Strahlung im Brennpunkt
bewirkt und somit eine Vergrößerung des Skalenwertes oder der Empfindlich-
keit erreicht.
Kurt Wegener stellte mir drei Aufgaben:
sollte untersucht werden, ob und welche Vorteile der von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft leihweise zur Verfügung gestellte, von Zeiß her-
gestellte Glas-Parabolspiegel mit luftleerem Raum hinter dem Reflektor
gegenüber dem zu den ersten Versuchen gebrauchten Metallspiegel bot;
sollte die Transformation der gewöhnlichen Strahlungsmessungen in die
Messung der effektiven Strahlungstemperatur mit einer Kurvenschar dar-
gestellt werden;
sollte eine wenn auch nur einfache und rohe Registrierung der effektiven
Strahlungstemperatur als erster Versuch geschaffen werden.
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4.
Die ersten Vergleichsmessungen (Abb. 1) zwischen den beiden Spiegeln fanden
am 12. und 13. Mai 1938 auf dem Dach des Institutes statt, wo stets etwas Lulft-
bewegung vorhanden ist, Systematische Unterschiede zeigten sich hierbei nicht.
Die Beobachtungen erstrecken sich von 1900 bis 2030, Es wurden unmittelbar
hintereinander von Viertelstunde zu Viertelstunde wie bei den folgenden Beob-
achtungen die beiden Thermometer, die in den Parabolspiegeln im Brennpunkt
ty Met. Zeitschr. 1932, ®. 432 bis 437.