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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

114 Annalen der Hydrograpbie und Maritimen Meteorologie, August 1939, 
Ionen besteht [vgl. C. Schaefer, F. Matossi (n), S. 324]. Uns interessiert in 
diesem Falle nur das Verhalten von Kochsalz, Eine Absorptionsmessung von 
stark konzentrierter Kochsalzlösung findet man bei Collins(:) im Bereich von 
0.8—2.2 u (siehe Abb. 3). Danach hat in bezug auf reines Wasser die Koch- 
salzlösung mit den meisten wässe- 
rigen Lösungen von Salzen 
eine charakteristische Beein- 
fussung der Absorption gemein- 
sam. Ausnahmen bilden die Al- 
kalihydroxyde sowie Al (SO,), 
und Zn SO,. Es zeigt sich, daß 
bei den Banden 0.97 und 1.20 
das reine Wasser durchlässiger 
ist als die wässerige Kochsalz- 
lösung, während umgekehrt bei 
1.44 und 2.00 x das reine Wasser 
undurchlässiger ist, Außerdem 
erkennt man eine leichte Ver- 
schiebung der Banden für die 
Kochsalzlösung gegen längere 
Wellen, In der folgenden Tabelle 
ist aus der Durchlässigkeit in 
den Diagrammen Collins und 
den angegebenen Schichtdicken 
der Absorptionskoeffizient x der 
vier Banden berechnet worden. 
Collins hat weniger Gewicht auf 
A Szenen dn die absoluten Werte als auf das 
Wellenlänge Ing Verhältnis der Durchlässigkeit 
Abb. 3. Lichtdurchlässigkeit von starker Kochsalzlösung von reinem Wasser und der Lö- 
im Vergleich zu reinem Wasser nach J. R. Collins (2). sung gelegt. Die Werte, die von 
—___ Reines Wasser, ——-—--— Lösung 319,8 g NaCl. 3Un8g gelegt. & ’ 
Schichtdicken: A: 2.090 cm, C: 0.025 cm, der Hauptbestimmung von x ab- 
B: 0.997 cm, D: 0.0079 om. weichen, sind geklammert. _ 
Tabelle 4, Maximale Ultrarotabsorption des reinen Wassers und einer 31.98 prozentigen 
Kochsalzlösung im Bereich 0.8 bis 2.2 jı. 
x er 
Wellenlänge x b. max, Absorpt. en | Max. Absorpt.-Koeff. x ; Frböhung 
reines H,O 1319.87 NaC1N/IH.0 in reines H,O |319.82NaCH/1H.0 A 
0.97 0.98 (0.393) | (0.450) 12 
1.20 1.19 | (1.081) (1.208) | 12 
1.44 | 1.44 (25,4) | (23.9) l —6 
2.00 1 2,09 (90.3) _ CE 9 
Für einen schmalen Spektralbereich bei 1.20 % haben K. Liese und 
K. Schaum (e) (S. 286) die Wirkung verschieden starker Kochsalzlösungen auf 
die Absorption untersucht. Ihre Absorptionswerte in der Bunsenschen Form (a), 
umgerechnet auf Absorptionskoeffizienten x, enthält folgende Tabelle. 
Tabelle 3. Absorption verschieden starker Leider ist der untersuchte Wellenbereich 
Kochsalzlösung im Bereich 1.18 —1.32 x. wenig günstig, um den Einfluß zunehmender 
3 7 Ama! mel ! a7 mot 1 Konzentration auf die Absorption aufzuzeigen, 
+ °_ da er gerade zwischen zwei Banden liegt 
(vgl. Abb. 3). 
=. ; 1r _ 150 Um auf Grund der angeführten Labora- 
1.28 — 1.10 1.22 toriumsergebnisse, die Absorptionsverhältnisse 
123 1.34 1.34 1.34 des reinen Meerwassers abzuschätzen, setzen 
m 18 110 1.10] 1.10} wir ebenso wie oben bei dem Temperatur- 
einfluß eine lineare Abhängigkeit der Absorptionsänderung mit zunehmender 
Konzentration voraus, Bei dem mittleren Gesamtsalzgehalt des Weltmeeres von 
3,5%, erreicht demnach, wenn wir die Tabelle 4 zugrunde legen, die Erhöhung 
der Absorption des reinen Meerwassers innerhalb der ersten beiden ultraroten
	        
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