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Full text: 67, 1939

Neuere Veröffentlichungen, 
405 
Es folgt ein Wetterkärtchen vom 17. VJ, 1936 
Tab. 7: Wiederkehr (Zahl der Tage) und meteo- 
rologische Charakteristiken der Wettertypen in dep 
Luftmassen im Juni 1936 (Moskau). 
Tab. 8: Zahl der Tage mit Konvektionswetier, 
Tab. 9: Untere Bewölkung frontaler Herkunft 
{in Zehnteln des bedeckten Himmels). 
Verf, kommt zu dem Schluß, daß als unmittel- 
bare Ursache der hohen Temperatur und der 
Trockenheit im zentralen Teil von USSR. im Juni 
dieses Jahres der fest bestimmte antizyklonale 
Zirkulationstyp im nördlichen und mittleren Land- 
strich von USSR. erscheint, der zur Umwandlung 
der kontinentalen Polarluft in tropische beiträgt 
beim Fehlen kühler arktischer und mariner polareı 
Einströmungen. Die Vorgänge der Umwandlung 
fingen schon im mittleren und bisweilen im nörd- 
lichen Streifen von USSR, an unter Einfluß der 
verstärkten Insolation in den Verhältnissen der 
antizyklonalen Wetters; das Gebiet, wo die Um: 
wandlung der Polarluft in tropische beginnt, ist 
also überhaupt nicht auf den Süden von USSR, 
beschränkt. Zirkulationsverhältnisse ähnlich den 
in diesem Jahr im Juni über dem zentralen Teil 
zon USSR. beobachteten führen bei längerer Dauer 
unvermeidlich zur Dürre, 
Im Juli erreichte die allgemeine Erhöhung der 
Temperatur den Grenzwert für die letzten 51 Jahre: 
die Durehschnittstemperatur dieses Monats erwies 
sich um 2° höher als die heißesten Julimonate in 
der Periode von 1886 bis 1935. 
Tab, 10: Durchschnittsgrößen der meteorolo- 
gischen Elemente im Juli. 
Der Juli 1936 zeichnet sich durch hohe Tempe: 
ratur, geringe Bewölkung und Trockenheit aus. 
Dies war wie im Juni mit dem Fehlen arktischer 
und mariner Polarluftmassen und mit der häufigen 
Wiederkehr von Luftmassen der tropischen Gruppe 
verbunden. Auch die Temperaturen der Luft. 
massen, besonders der tropischeu, waren etwas 
erhöht. 
Tab, 11: Wiederkehr der Luftmassen, ihre 
Temperatur und Feuchtigkeit, 
Derantizyklonale Zirkulationscharakter herrscht 
vor ebenso wie im Juni. Im Juli verteilten sich 
aber die Antizyklonen bedeutend südlicher, und 
der zentrale Teil von USSR. befand sich mehr 
unter dem Einfluß von Luftmassen südlicher Her- 
kunft, 80 daß als Ursache der schroffen Anomalie 
dieses Monats nur die ausnahmsweise starke Aus- 
bildung des für diese Jahreszeit „normalen“ Zirku- 
lationsvorganges erscheint. 
Tab. 12: Kalender der Luftmassen und der 
Wetterıypen während des Juli 1936 (Moskau). 
Tab. 13: Luftmassen unter verschiedenen Zirku 
lationsbedingungen über Moskau im Juli 1936. 
Es folgt ein Wetterkärtchen vom 29, VII, 1936. 
Tab. 14: Wiederkehr (Zahl der Tage) und 
meteorologische Charakteristiken der Wettertyper 
in den Luftmassen im Juli 1936 (Moskau). 
Das Wetter des Juli zerfällt in zwei Gruppen 
von Vorgängen: Konvektionsvorgänge an 17 Tagen 
und frontale an 14 Tagen, 
Tab. 15: Maximale tägliche Niederschlags- 
menge und durchschnittliche Bewölkung an Tagen 
mit frontalem Wetter im Juli und während der 
vergangenen Jahre (1931—1935). 
Hedwig Stoltenberg. 
B. P. Pogow. Verdunstung und Feuchtigkeits- 
gleichgewicht an der Erdoberfläche, „„Meteorologia 
i Hydrologia,‘“ Moskau 1936. Nr. 12, S. 40—52 
mit 6 Tab, u. 1 graph, Darst. (Russisch.} 
Verf, behandelt das Daltonsche Gesetz und die 
Formeln der Verdunstbarkeit, die Verdunstung 
von der Erdoberfläche und das Feuchtigkeitsgleich- 
gewicht in der oberen Bodenschicht. 
Tab. 1 stellt dar: Die relative Verdunstbarkeit, 
Tab, 2 stellt dar: Das Gleichgewicht des 
Wassers im Boden. ; 
Tab 3: Niederschläge und Verdunstung von 
der Erdoberfläche. 
Tab. 4: Verdunstung von der Erdoberfläche 
und durchsickern des Wassers in tiefere Schichten. 
Tab. 5: HFeuchtigkeitsgleichgewicht in der 
vberen Bodenschicht (0—20 em). 
Tab. 6: Feuchtigkeitsgleichgewicht während 
Mai, Juni, Juli in den verschiedenen Gürteln 
‚Durchschnitt von 1925—1934). 
Verf. stellt zusammenfassend fest, daß auf den 
Kulturböden die Intensität der Verdunstung im 
Grunde von folgenden Faktoren abhängt: Der Tiefe 
der lockeren Schicht und der Feuchtigkeit der 
oberen lockeren Schicht, welche ihrerseits von den 
physikalischen Eigenschaften des Bodens, den 
Niederschlägen und von der Intensität der Ver- 
dunstung abhängt. Schon ein 1Ujähriger Durch- 
schnitt gibt ein ganz deutliches Bild der allmäh- 
chen Gleichgewichtsabnahme von N nach S, Die 
schärfsten Unterschiede werden zwischen dem 
Feuchtigkeitsgleichgewicht in Polesje, wo es eine 
bedeutende positive Größe, 60 mm, erreicht, und 
in der südlichen Steppe beobachtet, wo das Feuch- 
tigkeitsgleichgewicht im Durchschnitt gleich Nul! 
ist, d, h. alle Feuchtigkeit, die in Form von Nieder- 
schlägen fällt, verdunstet gewöhnlich von der Erd- 
oberfläche. 
Als Ergebnisse sind eine Reihe Formeln und 
ihre Anwendung angegeben. 
Die Formeln zur Erhaltung des Feuchtigkeits- 
gleichgewichts können mit großem Erfolg für die 
Charakteristik des. Gıades der Austrocknung ein- 
zelner landwirtschaftlicher Bezirke, für die Analyse 
der Schwankung der Erträge in Abhängigkeit von 
den äußeren Hauptfaktoren, für die Prognosen 
und Charakteristiken der Ernten des laufenden 
Jahres und in einer ganzen Reihe anderer Fälle 
ausgenutzt werden, Hedwig Stoltenberg. 
W. Grundmann: Temperaturmessung. Glas- 
instrumentenkunde, 4, Bd. Verlag R. Wagner 
Sohn, Weimar (1939). 768. m. 58 Abb. 
In diesem Band werden die elektrische, optische 
and kalorimetrische Temperaturmessung eingehend 
behandelt, wobei zahlreiche Abbildungen die ein- 
zeinen, teilweise verwickelten Verfahren erläutern, 
Bei der rasch zunehmenden Verbreitung von Tempe- 
raturmeßgeräten nicht glastechnischer Art ist diese 
zusammenfassende Darstellung von großem Wert. 
R. Scherhag. 
Klima — Wetter — Mensch. Mit Beiträgen von 
E, Brezina, W. Hellpach, R. Hesse, 
E. Martini, B. de Rudder, A. Schitten- 
helm, A. Seybold, L. Weickmann. Her- 
ausgegeben von H, Woltereck, 446 Seiten 
mit zahlreichen Abbildungen und Karten. In 
Leinen 18 RM. Verlag von Quelle & Meyer in 
Leipzig. 
Für die Bioklimatologie, ein Grenzgebiet der 
Meteorologie einerseits und der Medizin, Botanik 
und Zoologie andererseits, machte sich in der 
letzten Zeit ein sehr dringliches Bedürfnis nach 
einer einheitlichen, zusammenhängenden Darstel- 
‚ung unseres heutigen Wissens bemerkbar; denn 
selbst für den Eingeweihten mußte infolge der
	        
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