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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1039,
Unter den Vorschlägen (z. T. in Tab. 1 angegeben) finden sich nun Reihen,
die teilweise-linear, und Reihen, die voll-linear sind. Auf beide Arten müssen
wir eingehen, um die Abweichungen untereinander sowie die Nachteile gegen-
über den nicht-linearen Reihen zu erkennen,
a) „Meteor“ Reihen, Wir betrachten zunächst die „Meteor“. Reihe für die
Tropen (Tab, 1, 14). Hier ergibt die zeichnerische Darstellung der Beobachtungen
ungefähr eine gerade Linie fast für die ganze Kurve, die allerdings nur bis Bft. 7
reicht, da nur so weit Beobachtungen vorliegen (Abb. 3).
Diese „Meteor“-Kurve ist nun aber nicht ohne weiteres als Äquivalentkurve
zur Beaufortskala anzusprechen, denn sie weicht weit von der Normalform der
77 Beaufortkurve ab, sowohl in
der Nähe von Bft. 0 als auch
in ihrem weiteren Verlauf,
der fast gradlinig ist. Das
ist erklärlich, wenn wir be-
Pücksichtigen, daß sie unter
dem Einfluß der ganz außer-
gewöhnlichen Verhältnisse
entstanden ist, die sich auf
langen Forschungsfahrten in
den Ost-West-Profilen unter
ständigem Passatwind oder
auch bei längerem Aufent-
halt im —windschwachen
Äquatorialgebiet vorfinden.
Bei diesen Schätzungen
auf See ist zu beachten, daß
die Schätzungen durch Me-
teorologen an Bord nicht den
gleichen Wert wie die alter
Seeleute haben. Die Meteoro-
logen z, B. auf Forschungs-
Fahrten zur See, wie auf
„Meteor“, werden bei ihren
Schätzungen durch ihre
Windinstrumente unwillkür-
lich beeinflußt. Gerade auf
diesen Unterschied der Beob-
achtungen und auf diesen
Nachteil wird auch von
Kuhlbrodt in !) S, 15 hin-
gewiesen: „Ks ist heute unge-
wiß, ob die jungen Beobachter
zuf den Dampfern die Tradi-
Hion richtig fortsetzen und
nicht eine andere Schätzungsweise gebrauchen.‘ Im übrigen ist diese Tradition
durch die internationale Vereinbarung gewahrt.
Als beeinflussend wird von den Verfassern ferner hervorgehoben: „Das
Moment der Gewöhnung an ein charakteristisches Windeystem, andrerseits der
Überschätzung bzw. Unterschätzung bei Änderungen der Windgeschwindigkeiten
durch Fahrt in andere Windsysieme {(S, 21), daß die Schätzung eine Funktion der
mittleren Windstärke eines Klimabezirks ist (S, 19), auch die Beeinflussung durch
den Fahrtwind. bei niedrigen Windstärken (S. 15), Fehler in den Schätzungen der
Windrichtung für die Profile 7 bis VI (8.21), die Schwierigkeit der Windregistrierung
sind an Bord, eines Schiffes größer als an Land“ *),
*) Vgl. auch. A. Schumacher, Stereophotographische Wellenaufnahmen, Wies. Erg, d. Dt.
Atlant, Expedition („Meteor“‘}, Bd. VIL T1 2, Lief, 1.