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Full text: 67, 1939

Perlewitz, P, und Powel, J,: Beaufortskala und lineare Windskalen, 387 
Für die Seewartenreihe ergibt sich der Wert von © nahe 0.9. Denn die Kurve 
(3b) VY = 0.605 (B + 0.9) 12 
zeigt eine geringere Abweichung von den Werten der Reihe als solche mit 
anderen c,-Werten, falls man sich auf Werte von €, beschränkt, die auf eine 
Dezimale abgerundet sind. Die durchschnittliche Abweichung dieser Kurve bis 
Bft. 10 beträgt nur 0.10 m/sec gegen 0.45 m/sec Dei der Kurve 32. — In den 
Tab. 2 bis 4 sind unter 4 die durchschnittlichen absoluten Abweichungen der 
Kurvenwerte für die Beaufortzahlen bis Bft. 10 von den entsprechenden Werten 
der verglichenen Skala angegeben. — Der Bereich Bft. 0 für die Seewartenskala 
reicht nun nach dieser Kurve von B= — 0.9 bis B-==0.5 und enthält die Ge- 
schwindigkeiten von 0 bis 1.1 m/sec (für B=05). Er ist also in der Längs- 
ausdehnung größer als die anderen Bereiche (Abb. 2) und entspricht damit den 
verhältnismäßig hohen Seewartenwerten zu Anfang. 
Um ein Maß für die Zunahme der Abweichung bei Änderung des Wertes 
von €, zu geben, sei noch eine Angleichskurve angeführt, deren Nullbereich 
dieselbe Ausdehnung wie die anderen Bereiche hat; 
(3c) V = 0,922 (B 4 0.5)1 2, 
Aus der Tab. 2 ist ersichtlich, daß die mittlera Abweichung jetzt 0.13 m/sec 
beträgt, Zugleich aber zeigt der Verlauf der Abweichungen, daß die Krümmung 
der Kurve nicht mehr so gut den Skalenwerten folgt wie die der Kurve 3b, daß 
also auch der Exponent bei letzterer besser die Seewartenskala kennzeichnet. 
3. Die englischen Werte, In Anlehnung an die Werte, die Simpson aus den 
Beobachtungen an englischen Stationen ermittelte, hat das Meteorological Office 
seiner Skala die schon erwähnte Gleichung: 
D v = 0,836 B 16, 
die im Nullpunkt beginnt, zugrunde gelegt, Ihre Werte weichen von den 
ursprünglichen Simpsonwerten um durchschnittlich 0.23 m/sec ab und liegen für 
die Beaufortstärken 2 bis 5 um 0,4 m/sec unter ihnen (Tab. 3). 
Tabelle 3. 
Simpson 1906. , 
Met, Office . . 
0 0m! 041 19m A KR 
A 
* (X 
' * 
0.9 [2.7 14.7 7.2 9.8 12,5 [15.4 18.8 /22.4 |26.4 
9 10.10[0.300.8 12.4 43 16.7 |9.4 12.3 155 18.9 22.6 26.4 |023 
1.08 0.18/0.50 1.10 2.70 4.70 7.02 9.64 12.51 15.60 18.91 22.43 26.13 0.1’ 
1 0 1410.88211.02 9204 787 1R) a QA19 ATIIAT4110.006199 41195 Gala 1, 
Dementsprechend wird eine Kurve, die diese Anfangswerte von Simpson 
besser erfaßt, um den entsprechenden Betrag links von der Kurve des Metearo- 
logical Office verlaufen und auch links von ihr beginnen. Legt man die all- 
gemeine Gleichung (I) zugrunde, so erhält man als wahrscheinlichsten Wert von c, 
für die Simpsonskala den Wert 0,2, wie die Kurve 
(5a) V—0,84 (B ++ 0.2) 48 
erweist, Diese gibt mit einer mittleren Abweichung von 0.11 die beste Annäherung 
an die Simpsonwerte, 
Zum Vergleich sei ihr die Kurve gegenübergestellt, die sich durch Verlegung 
des Anfangspunktes auf den Nullpunkt ergibt (vgl. Met, Off,- Gleichung): 
(5b) v = 1.018 B 1407, 
{Ihre geringere Eignung ist an der größeren Abweichung (0.14) und der zu 
geringen Krümmung merkbar, 
Der Bereich Bft. 0 für die Simpsonskala ist also bezüglich seiner Ausdehnung 
entschieden größer als die Hälfte der anderen Bereiche und reicht nach der 
Kurve 5a von — 0.2 bis +05, 
Kurven, die den Simpsonwert für B=1 ohne Abweichung wiedergeben, 
zeigen durchschnittlich größere Abweichungen als die genannten, Dieser Wert 
ist also gegenüber den folgenden zu klein. Die Zahlen der ursprünglichen fünf 
englischen Reihen, aus denen Simpson seine Werte bestimmte, ergeben nach 
Köppen für die Bft-Stärken 1 bis 4 die arithmetischen Mittel: 1.2, 2.9, 5.3, 7.8 
(nach 5 5, 365}
	        
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