accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 67, 1939

0 
w 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1939, 
Hierin sehen wir nun erstens, daß die Kurven 14 und 15 einem weiter rechts 
gelegenen Punkt auf der Abszissenachse zustreben als die älteren Bft-Kurven, 
indem sie diese sogar durchschneiden, und zweitens, daß die älteren Bft.-Kurvren 
zT. in der Nähe des Nullpunktes aufhören, Es bleibt bei ihnen unbestimmt, 
ob der Nullpunkt auch als Anfangspunkt gedacht ist. Unterrichten wir uns ganz 
allgemein, so stoßen wir auch auf Widersprüche, Z. B, nimmt Simpson den 
Anfangspunkt für die See- 
wartenskala an anderer 
Stelle als Köppen an. Nur 
die Kurve und Skala des 
Meteorological OÖffiee be- 
ginnt eindeutig im Null- 
punkt, wie aus der von 
diesem Institut angenom- 
menen Formel hervorgeht. 
Es ist daher notwendig, 
erst eine Bestimmung des 
Anfangspunktes der Bft. 
Skalen in Angriffzunehmen, 
Mit der Aufgabe, die 
sich im Laufe der Zeit als 
notwendig herausgestellt 
hatte, die Bezeichnungen in 
der Bft,-Skala, die zunächst 
„keine Beziehung zur Wind- 
geschwindigkeit“ (nach 
Simpson) hatten, in ÄAn- 
gaben der Windgeschwin- 
digkeit zu übertragen, trat 
als äußerst hemmend die 
Besonderheit in Erschei- 
nung, daß Angaben nach 
Bft,-Stärken keine bestimmte 
Windgeschwindigkeit be- 
deuten, sondern daß sie 
sinen ganzen Bereich von 
Geschwindigkeiten umfassen, 
Z. B, begreift Bit. 2 (nach 
der internationalen Skala) 
, alle Geschwindigkeiten von 
1.8 bis 3.3 m/sec in sich, Es handelte sich also darum, die genauen Grenz- und Mittel- 
werte dieser Bereiche durch eine große Anzahl von Beobachtungen zu bestimmen, 
Trägt man, wie in den Abb. 1 bis 3 ausgeführt, die Beaufortzahlen als Ein- 
heiten einer veränderlichen B in gleichen Abständen auf der Abszissenachse auf, 
30 werden diese Mittelwerte durch Ordinaten in den Punkten B== 1, 2, 3... dar- 
gestellt, Die Endpunkte müssen sich bei richtiger Bestimmung der Mittelwerte 
darch eine Kurve verbinden lassen, die für alle Skalen dasselbe, noch zu er- 
mittelnde, Gesetz aufzeigt. In dieser Kurve werden dann außer den Mittelwerten 
auch sämtliche anderen Windgeschwindigkeiten, die für jede Beaufortstärke er- 
mittelt wurden, durch Dezimalzahlen von B angezeigt, Alle Windgeschwindig- 
keiten, die beispielsweise zu Bft. 1 gehören, müssen zwischen den Ördinaten für 
B=0.,5 und 1.5 liegen. Die Fläche zwischen diesen Ordinaten einerseits und 
zwischen der Abszissenachse und Kurve andererseits wollen wir den „Bereich 
Bft, 1“ nennen. Der Bereich Bft. 0 müßte sich also entsprechend der Ausdehnung 
der anderen Bereiche von B=— 0.5 bis B= + 0,5 erstrecken. Es ist jedenfalls 
kein Beweis dafür vorhanden, daß seine Längsausdehnnng geringer als die der 
anderen Bereiche ist, abgesehen davon, daß es unpraktisch wäre, der Zahl 0 
weniger Geschwindigkeiten zuzuordnen als den anderen Zahlen. 
yo 
Bm
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.