Regula, H,: Geschwindigkeitsverteilung in Warm- und Kaltluftströmungen über See. 8311
Die Fehler in der Bestimmung der Seitenwinkel wirken sich besonders dann
angünstig aus, wenn beide Winkel nahezu gleich werden (Entfernung des Ballons
groß im Vergleich zur Basis). Bei unseren Messungen hatte der Unterschied
der Seitenwinkel durchschnittlich nach 2 bis 3 Beobachtungsminuten auf 2° ab-
genommen. Die Fehlerrechnung zeigt, daß bei diesen Werten die Berechnung
der Windgeschwindigkeit nicht mehr mit der wünschenswerten Genauigkeit er-
folgen kann, so daß bei der Auswertung der Doppelanschnitte meist nur die
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Änderung der Windgeschwindigkeit mit der Höhe.
nach Dopcelanschnrften.
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Fie. 1.
ersten 2 bis 3 Beobachtungsminuten berücksichtigt wurden. Für diesen Beob-
achtungszeitraum wurde der Gang der Seitenwinkel als Funktion der Zeit aus-
geglichen, um den Einfluß der Schiffsschwankungen nach Möglichkeit auszu-
schalten. Beobachtungen, bei denen dieser Ausgleich unsicher erschien, wurden
in die folgenden Betrachtungen nicht einbezogen,
Die aus 12 Messungen zusammengestellte Figur 1 1äßt den wesentlichen
Unterschied zwischen Warm- und Kaltluftbewegung!) erkennen: In der Warm-
luft wurde stets eine rasche Geschwindigkeitszunahme mit der Höhe beobachtet,
in der Kaltluft ist dagegen nur eine geringe Änderung mit der Höhe festzu-
stellen. Die Änderung hängt bei der Kaltluft noch vom Wert der Windgeschwin-
Jigkeit ab; bei schwachem Wind erfolgt in den unteren 50 m noch eine geringe
Zunahme, bei mittleren Geschwindigkeiten von 5 bis 10 m/sec ändert sich der
Wind anscheinend kaum mit der Höhe und bei größeren Geschwindigkeiten wurde
sogar Abnahme mit der Höhe festgestellt,
Y „.Warmluft“: Lufttemperatur höher als Wassertemperatur, entspr. „Kalthufi“.