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Full text: 67, 1939

Gräfe, H.: Über Zusammenhänge zwischen Bodenwind, Luftdruckverteilung usw. 307 
Zu welchem Ergebnis führt nun der Vergleich der Druckdifferenzen mit 
den mittleren Windgeschwindigkeiten? In groben Zügen läßt Fig. 1 eine 
Parallelität der beiden Kurven erkennen. Das heißt also, daß bei größer 
werdender Druckdifferenz auch die mittlere Windgeschwindigkeit entsprechend 
nach positiven Werten wächst, 
Wir versuchen, eine genauere Diskussion durchzuführen! Da eine angenäherte 
Parallelität beider Kurven offensichtlich ist, errechnen wir die mittleren Wind- 
geschwindigkeiten durch eine lineare Funktion aus den Druckdifferenzen. Sodann 
CG 
m SP 
10 
70 nm 
1836 
+ 
* 
uf 
LET? | 
Fig. 2. Differenz: berechnete — beobachtete mittlere 
Windgeschwindigkeiten. 
AV = “ber. Vpeob. 
werden wir, um die Gesetzmäßigkeit der Abweichungen erkennen zu können, die 
Differenzen zwischen der tatsächlich beobachteten Kurve und der mit Hilfe der 
Drucke errechneten bilden, also 
4% = “her, — Tbeob. 
Wir wählen die Form 
Yober, =K (Po a Pa + k), 
wobei K und k die empirisch bestimmten Tanstanten 
K = 4. 
k= 20 
sind. Mit ihrer Hilfe errechnen wir nun die Werte 4+, die in Tabelle 2 ange- 
geben und in Fig. 2 graphisch dargestellt sind. — Da ja, wie oben erwähnt 
wurde, in der Zeit vom 20. VII. bis 4. XII. 36 die Druckdifferenzen um eine 
Woche gegen Windwerte verschoben sind, so wurde, um die Differenzen 4% 
bilden zu können, der jeweils fehlende Punkt aus zwei ihn einschließenden inter- 
poliert. Alle so gewonnenen Werte sind in Tabelle 2 durch Fettdruck kenntlich 
gemacht. Ab 4. XII 36 sind aber alle Differenzen aus zeitlich übereinstimmenden 
Werten gebildet. — 
Wie ist nun die so erhaltene Fig. 2 zu deuten? Die Kurve stellt gleichsam 
in ihrem Verlauf die Abweichungen von einer in Gleichung (1) dargestellten 
einfachen Gesetzmäßigkeit dar, Man kann die Abweichungen nach ihren Ursachen 
in zwei Klassen scheiden, Die eine Klasse enthält alle die Werte, die durch 
unsere mangelhafte Windschätzmethode gefälscht sind, die andere alle die Punkte, 
für die die einfache Gleichung (1) nicht mehr gültig ist. Zur ersten Gruppe 
gehören sicherlich die Punkte: 2, X, 16. X. und 19. III. (der Punkt liegt außer- 
halb der Begrenzung der Fig, 2). Sie fallen völlig aus dem Kurvenzug heraus, 
und es läßt sich auch zeigen, daß sie nicht den wahren Windwert darstellen.
	        
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