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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

Kleinere Mitteilungen. 
279 
Tabelle 1, 
Interdiurne Veränderlichkeit der Höhen der Hauptisobarenflächen, 
Druckfläche 
500 mb 
8600 mb 
700 mb 
800 mb 
900 mb 
0006 mb 
Anzahl .. 
Dez./Febr. | März/Mai 
gdm | % I gdm | % ! gdm | % 
Sept. /Nov, 
gdm | % 
693 100 53.8 LU 532 16, 70,7 WW 
56.1, 81, 48.1! 80 42.6; 80 59.7, 84 
48.1| 70, 363, 68| 30.6 68} 50.7| 2 
43.1; 621 328° 61 | 32.5, 61) 449! 64 
222 61 | 33.1, 621 31.4, 50) 43.6 62 
433 63 259 67 317 60 419 1 
55 1 183 ! 1 88 
= 38 
Jahr 
dp=const : 1/0 
gdm ‘ % 
% 
Zn 
593 © 100 1C3 
48.1 | 8ı 83 2. 8 
40.0| 69 2 * 75 
36.61 62 63 * 68 
36.1] 6L 568 2 61 
382 64 50) 55 
324 
In der Tabelle 1 sind die ermittelten Werte der interdiurnen Veränder- 
lichkeit der einzelnen Hauptisobarenflächen mitgeteilt. Dabei sind die 
Werte nach Jahreszeiten zusammengefaßt, da eine weitere Unterteilung nach 
Monaten wegen des nicht allzu reichlichen Materials nicht ratsam erschien. Die 
in den letzten Jahren vorliegenden Aufstiege, besonders an deutschen Aufstiegs- 
stellen, würden sicher eine größere Anzahl brauchbarer Fälle ergeben. Wie wir 
weiter unten sehen werden, dürfte aber eine 
Vermehrung des Materials keine wesentlich 
neuen Gesichtspunkte ergeben, 
In der jeweils ersten Spalte (gdm) der Ta- 
beile 1 sind die erhaltenen Werte eingetragen, 
also die mittleren Höhenschwankungen der ein- 
zelnen Hauptisobarenflächen ohne Rücksicht auf 
das Vorzeichen. In der zweiten Spalte (%) ist 
die jeweilige Höhenschwankung in Prozenten 
der Schwankung der 500 mb-Fläche ange- 
geben. Die Schwankung der 500 mb- Fläche 
wurde hier zugrundegelegt, weil sie in allen 
Fällen (auch in den Monatsmitteln) den größten 
Betrag aufwies. Irgendeine weitere Bedeu- 
tung kommt diesem Bezugswert nicht zu. 
Was die Größe der Schwankung anbe- 
langt, so sind diese im Herbst und Winter am 
größten, am geringsten im Sommer. Diese Tat- 
sache überrascht durchaus nicht. Merkwürdig vielleicht erscheint nur der ge- 
ringe Betrag März/Mai, und vielleicht würde hier eine weitere Vermehrung des 
Materials andere Werte ergeben, 
Recht interessant aber sind die Verhältnisse der Schwankungen unterein- 
ander, die in den angegebenen Prozentzahlen deutlich zum Ausdruck kommen. 
Diese Werte zeigen durch alle Jahreszeiten eine bemerkenswerte Konstanz. Die 
Schwankung, die im 500 mb-Niveau am größten ist (bis zur Stratosphärengrenze 
dürfte sie wahrscheinlich noch weiter anwachsen), nimmt bis zur 900 mb-Fläche 
hinab ab, um an der 1000 mb-Fläche wieder einen etwas größeren Wert anzu- 
nehmen. In der Figur 1 sind diese Werte dargestellt (ausgezogene Linie). Wie 
man erkennt, lassen sich die einzelnen Punkte zwanglos durch eine Kurve ver- 
binden. Vergleicht man die hier aufgetragenen Werte des Gesamtmittels mit 
den Werten für die einzelnen Jahreszeiten, so sieht man, daß es sich hier um 
ein Ergebnis handeln muß, dem nicht nur eine rechnerische Bedeutung zu- 
kommen kann, 
Bevor wir hierauf näher eingehen, wollen wir unser Ergebnis kurz mit den 
entsprechenden Ergebnissen von Schedler!) und Haurwitz?) vergleichen. Beide 
? Schedler: Beiträge z. Phys. d. fr. Atm., Bd. 7. 8,88. — *% Haurwitz: Veröff, d, Geophrs. 
Inst, d. Univers, Leipzig. 2. Serie, Bd. III, Heft 5, 1927.
	        
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