Kleinere Mitteilungen.
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Tabelle 1,
Interdiurne Veränderlichkeit der Höhen der Hauptisobarenflächen,
Druckfläche
500 mb
8600 mb
700 mb
800 mb
900 mb
0006 mb
Anzahl ..
Dez./Febr. | März/Mai
gdm | % I gdm | % ! gdm | %
Sept. /Nov,
gdm | %
693 100 53.8 LU 532 16, 70,7 WW
56.1, 81, 48.1! 80 42.6; 80 59.7, 84
48.1| 70, 363, 68| 30.6 68} 50.7| 2
43.1; 621 328° 61 | 32.5, 61) 449! 64
222 61 | 33.1, 621 31.4, 50) 43.6 62
433 63 259 67 317 60 419 1
55 1 183 ! 1 88
= 38
Jahr
dp=const : 1/0
gdm ‘ %
%
Zn
593 © 100 1C3
48.1 | 8ı 83 2. 8
40.0| 69 2 * 75
36.61 62 63 * 68
36.1] 6L 568 2 61
382 64 50) 55
324
In der Tabelle 1 sind die ermittelten Werte der interdiurnen Veränder-
lichkeit der einzelnen Hauptisobarenflächen mitgeteilt. Dabei sind die
Werte nach Jahreszeiten zusammengefaßt, da eine weitere Unterteilung nach
Monaten wegen des nicht allzu reichlichen Materials nicht ratsam erschien. Die
in den letzten Jahren vorliegenden Aufstiege, besonders an deutschen Aufstiegs-
stellen, würden sicher eine größere Anzahl brauchbarer Fälle ergeben. Wie wir
weiter unten sehen werden, dürfte aber eine
Vermehrung des Materials keine wesentlich
neuen Gesichtspunkte ergeben,
In der jeweils ersten Spalte (gdm) der Ta-
beile 1 sind die erhaltenen Werte eingetragen,
also die mittleren Höhenschwankungen der ein-
zelnen Hauptisobarenflächen ohne Rücksicht auf
das Vorzeichen. In der zweiten Spalte (%) ist
die jeweilige Höhenschwankung in Prozenten
der Schwankung der 500 mb-Fläche ange-
geben. Die Schwankung der 500 mb- Fläche
wurde hier zugrundegelegt, weil sie in allen
Fällen (auch in den Monatsmitteln) den größten
Betrag aufwies. Irgendeine weitere Bedeu-
tung kommt diesem Bezugswert nicht zu.
Was die Größe der Schwankung anbe-
langt, so sind diese im Herbst und Winter am
größten, am geringsten im Sommer. Diese Tat-
sache überrascht durchaus nicht. Merkwürdig vielleicht erscheint nur der ge-
ringe Betrag März/Mai, und vielleicht würde hier eine weitere Vermehrung des
Materials andere Werte ergeben,
Recht interessant aber sind die Verhältnisse der Schwankungen unterein-
ander, die in den angegebenen Prozentzahlen deutlich zum Ausdruck kommen.
Diese Werte zeigen durch alle Jahreszeiten eine bemerkenswerte Konstanz. Die
Schwankung, die im 500 mb-Niveau am größten ist (bis zur Stratosphärengrenze
dürfte sie wahrscheinlich noch weiter anwachsen), nimmt bis zur 900 mb-Fläche
hinab ab, um an der 1000 mb-Fläche wieder einen etwas größeren Wert anzu-
nehmen. In der Figur 1 sind diese Werte dargestellt (ausgezogene Linie). Wie
man erkennt, lassen sich die einzelnen Punkte zwanglos durch eine Kurve ver-
binden. Vergleicht man die hier aufgetragenen Werte des Gesamtmittels mit
den Werten für die einzelnen Jahreszeiten, so sieht man, daß es sich hier um
ein Ergebnis handeln muß, dem nicht nur eine rechnerische Bedeutung zu-
kommen kann,
Bevor wir hierauf näher eingehen, wollen wir unser Ergebnis kurz mit den
entsprechenden Ergebnissen von Schedler!) und Haurwitz?) vergleichen. Beide
? Schedler: Beiträge z. Phys. d. fr. Atm., Bd. 7. 8,88. — *% Haurwitz: Veröff, d, Geophrs.
Inst, d. Univers, Leipzig. 2. Serie, Bd. III, Heft 5, 1927.