Kleinere Mitteilungen.
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SSE wiegt das Schiff in ruhigen, leichten Bewegungen, 8b: t, 25.8°; t„ 26.9°;
f 74%. Die Schönwetterwolken ziehen etwa in der Richtung NNE. Wie an
einem schönen Sommertag die breite Niederelbe mit Segelbooten, so ist hier der
Himmel mit Schönwettercumuli besät. Einzeln schwimmen sie in den abenteuer-
lichsten Formen mit scharfem Unterrand anscheinend alle auf der gleichen Höhen-
fläche, Während an den vorigen Tagen ringsum immer noch große Cu zum
Teil mit Amboß den ganzen Tag zu sehen waren, ist heute nur im N diese
Wolkenform tief am Horizont vertreten. Von NW bis N liegt dort auch den
ganzen Morgen eine ausgedehnte Acu-Schicht tief am Horizont. Wir haben heute
die Nordgrenze des NE-Passates erreicht, die auf den Monatskarten des nord-
atlantischen Ozeans verzeichnet ist. Und in der Tat ist der Witterungscharakter
dem der Passatgegenden bereits sehr ähnlich. Es ist zwar warm, aber nicht
üdrückend, im Winde sogar sehr angenehm. Gegen Mittag wird die Haufenwolken-
bewölkung spärlicher. Auf dem blaßblauen Himmel treiben nur einige ziemlich
dünne Wölkchen. 12%; tt, 26.2°; tw 27,2°; f 74%. Golfkraut tritt in größeren
Mengen auf,
Um 14% sind auch die letzten Wolkenreste vom Himmel über dem Schiff
verschwunden. Von NW bis N und von SE bis E sind tief am Horizont immer
noch große Haufenwolken und sie begleitende Acu-Bänke zu sehen. Sonst wölbt
sich über dem Schiff ein etwas blaßblauer, aber wolkenloser Himmel. Die Sonne
ist von einem schwachen Schein (Hof) umgeben. 155: t, 26.2°; tw 27.2°; f£ 71%.
Um 16% belebt sich der Himmel wieder mit vielen kleinen Schönwettercu.
Der Wind aus $S flaut etwas (bis auf Stärke 2) ab,
An diesem Bilde ändert sich auch nichts, als die Sonne schnell verschwindet.
Der Sonne gegenüber ist es über dem Horizont tiefblau, darüber färbt sich der
Himmel leuchtend rotviolett; und auf diesem Farbenuntergrund schwimmen die
grauweißschimmernden Cu. Besonders schön wird das Bild, als der Vollmond
aus den Wolken tritt und mit gelbem Schein selbst leuchtend gelb auf dem blauen
Untergrund steht. Später wird der Wind noch flauer. Ein herrliches Bild von
unbeschreiblichem Zauber bieten See und Himmel. Leuchtende Cu treiben am
tiefblauen dunklen Himmel, der Mond leuchtet strahlend hell. Sein silbriger
Schimmer glänzt auf dem ruhigen Meer, Dazu weht eine laue Brise. 20h: tı 26.1°;
tw 26.9°; £ 71%:
15. August, Mittags-Schiffsort: 14.9° N, 67.4° W (Golfstrom-Region). Der
Himmel bietet morgens ein Aussehen wie in der Passatgegend. Einzelne Haufen-
wolken bedecken den blauen Himmel, Nur tief im S bis SW sind einige faserige
Ci zu sehen. Aber von S bis E zieht sich bis etwa 10° Höhe über dem Horizont
(über den Haufenwolken) eine Acu-Schicht hin, die langsam höher rückt. Ein
kräftiger E-Wind, Stärke 5, setzt der tiefdunkelgrünen See viel weiße Schaum-
köpfe auf und schafft bei der ziemlich hohen Temperatur wenigstens an Deck
erträgliche Zustände, 88h: 1, 27.6°; tw 28.2°; £ 74%.
Die Acu-Schicht bezieht allmählich den ganzen Himmel von S über E nach
N bis zum Zenit. Haufenwolken treiben unter dieser Decke und unter dem
blauen Himmel im W, Um 10%h regnet es leicht aus einigen Haufenwolken
unter der Acu-Decke, Sehr bald (5 Minuten später) lacht aber schon wieder die
Sonne, denn die Acu-Schicht bleibt allmählich zurück und vom Zenit nach 58,
W und N leuchtet tiefblauer Himmel, nur an wenigen Stellen unterbrochen von
faserigen Ci. Rings am Horizont türmen sich einzelne Haufenwolken, im SW
ziehen auch einige Acu-Bänke zwischen ihnen. Die Sicht ist sehr gut.
Langsam treten die Ci in verschiedenen Formen und in größeren Mengen
auf. 12b:; t, 27,8°; tw 28.4°; f 73%. Um 13% ist der blaue Himmel über uns nur
von Cieu und hakenförmigen Ci bedeckt. Immer noch sind rings am Horizont
bis etwa 15° Höhe viele Haufenwolken vorhanden, die zum Teil zusammen-
gewachsen große Formen annehmen. Im N sind sie teilweise wie zerschnitten
von strichförmigen Acu-Schichten. Wind und Sicht sind unverändert. Um 154
ist der Himmel außer mit einigen Ci gleichmäßig mit Cu bedeckt. Dann aber
nimmt über uns die Bewölkung ab, Einzelne Ci sind über den ganzen Himmel
verteilt, aber im SW steigt eine ziemlich dichte Cist-Bank auf, die sich von S