252. Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1939,
angegebenen mäßigen Luftströmung des Passates, Versetzungen von "> 30 Sm/Etmal
sind überhaupt nicht gemeldet, meist liegen sie jetzt zwischen 10 und 15, Auch
die Beständigkeit hat stark nachgelassen. Dies offenbart sich in recht zahl-
reichen mehr oder weniger rückläufigen Versetzungen, die im Kartenbild (Tafel 27)
sofort auffallen; solche lokal andersartige Bewegungen fehlen im Kartenbild des
Nordwinters, Das Divergenzgebiet zwischen dem nördlichen, schließlich zum
Kuro siwo übergehenden Zweige und dem südlichen, zum Mindanao-Strom
werdenden Zweige finden wir in genau derselben Lage wie im Nordwinter: ein
beachtenswertes Ergebnis, denn es führt uns zu der Ursache, die in dem unver-
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Figur 1.
Die vorherrschenden Winde nach dem Atlas der Deutschen Seewarte, Hamburg 1896.
ändert wirksamen Einfluß der nahen Philippinen auf die Stromteilung zu er-
blicken ist. In Anbetracht der südlichen Winde bei den Philippinen hätte man
auch ein anderes Ergebnis erwarten können.
Der SW-Monsun ist ozeanographisch so wenig wirksam, daß bei dem Mindanao-
strom eine nennenswerte Verminderung seiner Geschwindigkeit einwandfrei kaum
nachzuweisen ist, Aus der Tabelle S. 250, die die Versetzungen auf der Höhe
von Kap Agustin für alle Monate enthielt, errechnet sich zwar für die vier Winter-
monate eine mittlere Versetzung von 44,7 Sm/Etmal, für die vier Sommermonate
eine solche von 41.5. Aber die Anzahl der zugrunde liegenden Einzelbeobachtungen
{im ganzen J4 bzw. 20) ist doch. wohl noch nicht ausreichend; auch sind
41.5 Sm/Etmal oder 89 ocm/sec gegen den Wind eine recht beträchtliche Leistung.
Charakteristischer in dieser Hinsicht erscheint die Tatsache, daß sogar weit ab
von Mindanao, in dem Raume zwischen 130° O-Lg. und Palau—Jap trotz der
vorwiegend südwestlichen Brisen meist südwestliche Stromversetzungen gemeldet
sind, freilich mit Rückläufen, wie schon oben gesagt; die Oberflächenströmungen
sind hier recht labil, und es muß zweifelhaft bleiben, ob hier unsere Zeichnung
überall das richtige Mittel getroffen hat.
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