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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

Montgomery, X. B.: Ein Versuch, den vertikalen und seitlichen Austausch in der Tiefe usw. 245 
Defant (1936, S, 299) vermutet, daß die Bewegung in dieser Sprungschicht 
beinahe laminar ist. Wenn sie ganz laminar wäre, würde der molekulare Diffu- 
sionskoeffizient für Salz in Wasser, 0.011 em—1gsec-1 (siehe z. B. Roth und 
Scheel, 1923, S. 247), auftreten, Daher muß der wirkliche Koeffizient für die 
vertikale Salzdiffusion zwischen diesem Minimum und dem mit Vernachlässigung 
seitlicher Mischung berechneten Maximum von 0.4 cm“ g sec! liegen. 
Zum Vergleich sind in Tabelle 2 einige Werte für die Ostküste Dänemarks 
aus Taylor’s (1931, S. 41) Arbeit entnommen. Abseits von Grenzeinflüssen muß 
der Austauschkoeffizient nur eine 
Funktion. der Geschwindigkeitsände- 
rung und der Stabilität sein, und der 
Koeffizient ist sogar größer {für 
größere Geschwindigkeitsänderung 
und für kleinere Stabilitäten, In allen 
Fällen der Tabelle 2, außer an Schultz’s 
Grund in 17.5 m, sind die Verhält- 
nisse von Geschwindigkeitsänderung 
und Stabilität für einen großen Aus- 
tauschkoeffizienten günstiger als die 
Verhältnisse in der Sprungschicht des 
äquatorialen Gegenstromes, Aus die- 
sem Vergleich ergibt sich, daß im 
Gegenstrom der Austauschkoeffizient 
nicht größer sein kann als der 
kleinste Wert in Tabelle 2, nämlich 
0,04 em—1 gsec—2 
Der Ausdruck für den maximalen Wert des seitlichen Austauschkoetffizienten 
unter Vernachlässigung des vertikalen Austausches sowie der seitlichen Änderung 
des seitlichen Koeffizienten ist 
38 
A 
eu 
Fl 
Da es nicht einen einzigen Schnitt mit eng aneinanderliegenden Stationen 
gibt, der den Gegenstrom kreuzt, empfichlt es sich, die seitliche Änderung des 
Salzgehaltes von Abb, 1 statt von bestimmten Stationen aus zu berechnen. Nördlich 
und südlich des salzreichen Gegenstromes liegen Streifen salzärmeren Wassers, 
so daß die Salzge- 
haltsverteilung am 
einfachsten durch 
eine Cosinusfunktion 
dargestellt werden 
kann, 
S = Boos S- — 0x, 
wie dies Abb, 5 dar- 
stellt, Dann ist 
A, CD* 
eu DB 
Die Abstände 
2D und 2B/C sind 
{ür irgendeine Linie 
konstanten Salzgehaltes in Abb. 1 leicht ausmeßbar, Dies wurde nicht nur für 
die 0% == 25,5-Fläche, sondern auch für drei andere Flächen (Montgomery, 
1938, Charts 9, 15, 18) durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 angegeben, 
Auch die Geschwindigkeit des Gegenstromes auf den vier Flächen, wie sie 
durch dynamische Berechnung gefunden wurde, ist aus der Tabelle zu ersehen, 
Die resultierenden Werte des seitlichen Austauschkoeffizienten sind ungefähr 
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