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Full text: 67, 1939

1 Annalen. der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1930, 
aliminieren. Die zunehmende Erwärmung bzw. Abkühlung der einzelnen Wasser- 
schichten spiegelt sich in dem Jahresverlauf dieser Kurven in der Weise wider, 
daß die Oberflächenkurven beim Aufstieg im allgemeinen oberhalb und beim 
Abstieg unterhalb der beiden anderen liegen. Besondere Unterschiede zwischen 
den Jahresgängen der einzelnen Terminstationen unter sich sind auf Grund dieses 
Beobachtungsmaterials vorläufig nicht festzustellen, 
6. Der Salzgehaltsjahresgang des Oberflächenwassers, 
Die Salzgehaltsmittel des Oberflächenwassers bei den einzelnen Terminstationen 
sind in Tabelle 5 auf Tafel 25 als Halbmonatsmittelwerte wiedergegeben. Diese 
Zusammenstellung zeigt, daß das Minimum des Salzgehaltes entweder im 
Mai oder Juni erreicht wird. Die Station Sellebrunn (Stat, III) dagegen macht 
eine Ausnahme (Minimum im Februar), Die Maxima des Öberflächensalzgehaltes 
werden im Winter, und zwar bei allen Stationen zu gleicher Zeit in der ersten 
Hälfte des Januar beobachtet. In der Tabelle 6 werden wieder die Extremsalz- 
gehalte des Oberflächenwassers der Terminstationen mit den entsprechenden von 
Helgoland-Reede verglichen, 
Tabelle 6. 
Die mittleren Jahres- und Extremsaizgehalte des Oberflächen- 
wassers und ihre jährlichen Amplituden bei den Terminstationen und 
Heigoland-Reede auf Grund des zehnjährigen Mittels 1927 bis 1936. 
Helg.- 
Reede | ı ” I 
Maximum. ... | 32.9900! 33.5509 | 33.00% 9 | 33,45% 9 33.519 
Meet 31.38 © 30.32 |31.00  |31.24 "| 2059 In 
Amplitude d =" 1,61 326 | 209 | 221 | 292 
Jahr......... 132.19 |3182 |32.04 132.08 |31.71 
Im Gegensatz zu den 
Temperaturverhältnissen 
weisen die Extreme der 
Salzgehalte bemerkenswerte 
Unterschiede auf. Bei Hog 
Stean (Stat. I) und der 
Tonne Düne 02 (Stat. IV) 
werden sehr hohe Maxi- 
malwerte, bis über 33.5°/45, 
erreicht. Sonderbarerweise 
zeigt die im Westen von 
Helgoland gelegeneStat.Ila 
den kleinsten Wert (von nur 33.09°% og). Außer dieser Station weisen alle übrigen ein 
am 0.4 bis 0.6%g höheres Salzgehaltsmaximum auf als Helgoland-Reede, Die 
Salzgehaltsminima des Oberflächenwassers an den fünf Stationen verhalten 
sich folgendermaßen: Das Helgoland-Reede-Minimum ist größer als alle übrigen 
Werte, bis fast 1%, Salzgehalt höher als dasjenige der südlichen Station bei 
Hog Stean, Es ist hier bei Besprechung der Extremwerte des Jahressalzgehalts- 
mittels nochmals zu betonen, daß die aufgedeckten Unterschiede im Salzgehalts- 
jahresgang an den einzelnen Stationen um Helgoland weniger auf periodische 
klimatologiseh bedingte Faktoren, als vielmehr auf den Einfluß der in diesem 
Gebiet alles überdeckenden unperiodischen Salzgehaltsschwankungen zurück- 
zuführen sind. Etwas klarer stellen sich die Salzgehaltsoberflächenverhältnisse der 
Terminstationen und Helgoland-Reede hinsichtlich ihrer jährlichen Schwankungen 
dar, Die Jahresamplituden des Salzgehaltes zeigen im Westen, im Norden 
and auf Reede bedeutend kleinere Werte als im Osten und besonders im Süden 
von Helgoland. Den geringsten Wert weist die Reedestation auf. Nicht nur 
im Verhalten des jährlichen Temperaturganges, sondern auch in dem- 
jenigen des jährlichen Salzgehaltsverlaufes treten bei Helgoland- 
Reede gegenüber allen Terminstationen besondere hydrographische 
Verhältnisse auf, Daß für den nordwestlichen Quadranten (Stat, Ila u, III) 
kleinere Amplituden berechnet wurden als für den südöstlichen (Stat. I u. IV), ist 
nicht weiter überraschend. Auf Grund der geographischen Lage der Helgoländer 
Terminstationen zum Konvergenzgebiet der Deutschen Bucht ist der südöstliche 
Quadrant bedeutend mehr den kontinentalen Einflüssen von stark salzgehalts- 
schwankenden Wassermassen ausgesetzt als der entsprechende Nordwestquadrant. 
Alle Jahressalzgehalte der Terminstationen sind bemerkenswert um 0.1 
bis 0,5% niedriger als derjenige von Helgoland-Reede, Der Nordwestquadrant 
zeigt höhere Jahressalzgehalte als der Südostquadrant. Im Osten von der 
Helgoland-Düne (Stat, IV} ist das Salzgehaltsjahresmittel, wie zu erwarten, am 
kleinsten,
	        
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