Goedecke, E.: Beitrag zur Hydrographie der Helgoland umgebenden Gewässer, 299
bedingtes Gebilde der Deutschen Bucht darstellt. Auf Grund der neuen Unter-
suchungsergebnisse des zehnjährigen Beobachtungsmaterials, die in der vorliegen-
den Abhandlung durch die mittleren hydrographischen Verhältnisse bei den
Helgoländer Terminstationen ge-
kennzeichnet werden, muß die
von Zorell gezogene Schluß-
folgerung dahin erweitert wer-
den, daß im Mittel eine ther-
mohaline Schichtung im
Helgoländer Konvergenz-
gebiet vorwiegend in den
Frühjahrs- und Sommer-
monaten auftritt, daß sie
aber im einzelnen nicht
jahreszeitlich bedingt zu
sein braucht.
5. Der Jahresgang der monat-
lichen Temperaturänderung bei
den einzelnen Terminstationen.
{n der Tabelle 4 auf Tafel 25
ist eine Zusammenfassung der
Temperaturänderung im Ober-
fächen- und Tiefenwasser von
Halbmonat zu Halbmonat bei
den Helgoländer Terminstationen
auf Grund des zehnjährigen
Mittels 1927 bis 1936 wieder-
gegeben. Die maximalen posi-
tiven Temperaturänderungen bei
Stat, I und IV werden vor-
wiegend im Mai/Juni, bei Stat.IIa
und III vorwiegend im Juni/Juli
erreicht. Die maximalen nega-
tiven dagegen bei allen Stationen
und für alle Schichten im No-
vember/Dezember. Auffällig ist,
daß die positiven Höchstwerte
bei allen Stationen um rund
D.5° C größer sind als die ent-
sprechenden * negativen, Der
Jahresgang der halbmonatlichen
Temperaturänderung im Ober-
flächen- und Tiefenwasser bei
den Terminstationen sind in
den Figuren 5a bis d hierneben
dargestelit. Die für die ein-
zelnen Tiefenhorizonte der vier
Stationen entworfenen Jahres-
kurven zeichnen sich dadurch
aus, daß ihr jahreszeitlich be-
dingter Auf- und Abstieg im
Temperaturgang nicht stetig
verläuft, sondern wellenförmig
ausgebildet ist. Dies ist vor-
läufig wohl so zu erklären, daß das für die Mittelbildung der Halbmonatswerte
benutzte zehnjährige Beobachtungsmaterial für diese Zwecke noch nicht aus-
reicht, die unperiodischen Temperaturschwankungen innerhalb eines Monats zu
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