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Full text: 67, 1939

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1939. 
Die erste Hälfte des Monats Mai 1937 stand noch völlig im Zeichen ergiebiger Niederschläge 
der „großen Regenzeit“, während die zweite Hälfte in ihrem Wetterverlaut bereits für den Schluß der 
Regen- und die beginnende Trockenzeit kennzeichnend war. Der jahreszeitliche Umschwung in der 
Witterung machte sich plötzlich, vor allem in dep einsetzenden starken südlichen Winden und in dem 
fühlbaren Absinken der. Temperaturen (bis auf 11° nachts), bemerkbar, 
13. Mai. Die ganze Nacht hindurch hat es bald mehr, bald weniger geregnet. 
Die Regenmessung am frühen Morgen ergibt 12.9 mm. 66h: Dichter Nebel, der 
nur eine Sicht bis etwa 120 m gestattet, lagert über der Landschaft. Eine 
Bewegung in den Nebelmassen ist nicht zu erkennen, Der Wind weht kaum 
merkbar mit Stärke 2 aus SE. Die Temperatur beträgt 161°, — 8b; Seit 7b 
rieselt es leicht, Der Wind hat auf SW gedreht, Während am Beobachtungsort 
nur eine Stärke 3 festzustellen ist, muß es im Mbakana-Tal stärker wehen, wie 
das Rauschen der Bäume andeutet, t ist auf 18° gestiegen. Der Nebel hat sich 
noch etwas verdichtet, — 10%; Wind SSE 3, t 194°. In der Dichte des Nebels 
kaum eine Änderung; Sichtweite 120 bis 150 m. Nach dem Rauschen der Bäume 
zu urteilen, kann man im Tal mit einer Windstärke 8 rechnen. — 12%: Gegen 
11% hat es kurze Zeit stärker geregnet, augenblicklich nieselt es nur noch. 
Wind 53, t war inzwischen auf 20}° gestiegen, beträgt zur Zeit der Beobach- 
tung aber nur 20°. Keine Anderung in bezug auf Nebel und Rauschen der 
Bäume im Tal. Mit dem Emporsteigen der Sonne ist es zwar heller geworden, 
eine Vergrößerung der Sichtweite ist jedoch nicht eingetreten. 
14h; Gegen 13% ging für kurze Zeit wieder regelrechter Regen nieder, zur 
Beobachtungszeit hat er aufgehört. Wind SE 5. t 19°, Über uns wird es heller, 
Zwar dringt die Sonne nicht durch die Nebelschicht, aber der Blendung wegen 
kann man nicht mit ungeschützten Augen nach dem Standort der Sonne sehen. 
Die Sichtweite beträgt immer nur etwa 120m, — 16h; Wind SSE 4. t war in 
der Zwischenzeit auf 211° gestiegen, ist aber wieder auf 19° gefallen. Der 
Nebel hat sich etwas verdichtet; die Sicht beträgt nur 100 m. — 18%; Um 17% 
fing es wieder zu nieseln an, jetzt fällt gleichmäßiger leichter Regen, Wind 
SW3. t 17°. Der Nebel ist noch dichter geworden, und man war genötigt, 
bald nach 17% die Lampen anzuzünden, Gesamitniederschlag des Tages: 7.4 mm. 
Es hat den Anschein, als ob es auch in der Nacht weiter regnen werde, 
25. Mai. Seit der Nacht vom 23, zum 24. Mai haben wir stürmisches, recht 
kühles Wetter, — 6b; Dichter Nebel hüllt die ganze Landschaft ein. Es tropft 
von Dach und Baum, Der Nebel selbst ist in Bewegung und ändert bei dem 
stürmischen S-Wind ständig seine Dichte, Der in den Zweigen der Bäume ver- 
dichtete Nebel wird durch den Wind als feiner Wasserstaub weit über die freien 
Flächen geweht, — 8h; Wind 838, t 141°. Der Nebel jagt in bald dichten, bald 
durchsichtigen Schwaden über die Bergkuppen und durch die Täler. Zuweilen 
gewährt er einen kurzen Durchblick nach W in die Mkata-Steppe, doch rasch 
ist dieser Blick durch eine heranfegende dichte Nebelmasse wieder unmöglich 
gemacht, So gewinnt man zuweilen den Eindruck, es könne die Sonne durch- 
brechen, aber ihre Strahlenwirkung wird schnell wieder geschwächt durch die 
sich dauernd ändernden Nebelmassen, — 10%; Gegen 9h hatte sich die Nebel- 
schicht für kurze Zeit gehoben: die Mkata-Ebene im W und die unteren Hänge 
des Lukwangule im E und NE wurden sichtbar; doch im Mbakana-Tal wogte 
der Nebel weiter. Indessen lag bald wieder alles in einem dichten Nebelmantel, 
Zur Beobachtungszeit bricht die Sonne für Augenblicke durch das Gewölk, und 
der Wind flaut auf SW 6 ab. t 17° Im E und NE ist das Gebirge noch unsicht- 
bar. Nebelschwaden fegen von dort in die Täler herab, Nach NW und W ist 
der Blick frei in die Mkata-Steppe, die selbst im Dunst liegt. Über ihr schweben 
weiße Wolkenballen teils einzeln, teils zu Bandhaufen geschichtet. Auf den Bergen 
jenseits des Mgeta breiten sich Sonnenflecken und Wolkenschatten. Nach S ist 
das Mbakana-Tal bis auf etwa 5 km frei, aber dort liegt noch die Nebelwand, 
die jegliche Weitsicht verhindert. Über uns ein immerwährender Wechsel der 
dahinjagenden Nebelmassen, Die untere Grenze des Nebels liegt etwa bei 1650 m 
Meereshöhe, — 12b; Um 11% hatte der Nebel sich wieder in mäßiger Dichte 
gesenkt und die Täler wieder angefüllt. Jetzt liegt er als grauer Schleier über
	        
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