Goedecke, E.: Beitrag zur Hydrographie der Helgoland umgebenden Gewässer, 173
haben. Diese Mittelwertbildung ist absichtlich ohne Berücksichtigung des Vor-
zeichens vorgenommen worden, Wenn man nun, wie die nächsten Spalten der
Tab. 11 zeigen, die Anzahl der Salzgehaltsdifferenzen getrennt nach positiven
und ‚negativen Werten Tabelle 11. Monatsmittel der absoluten und Anzahl der Salzgehalts-
für die einzelnen Monate gisserenzen zwischen Hochwasser und Niedrigwasser Ay xw-
hinsichtlich ihrer Häu-
figkeit untersucht, so
bekommt man im jähr-
lichen Verlauf dieser Mo-
natsmittel kein klares 28
Bild. Erst wenn man 32
den Quotienten 4/4 21
bildet, erhält man einen 29
Jahresgang, dessen Ver- 38
lauf dem des daw—nw- 15
Jahresganges ähnlich ist. 19
Ist der Quotient gleich 1, 21
So besteht die Wahr- 25; 2
scheinlichkeit, daß im 25 | 4
Monat 50%, aller Diffe- 38 | 3
renzen ÄAyw-_.xw positiv en 38_ 3
und 50°, negativ sein Z4=—822 | 449 | 324 | 49 |
können. Wird der Wert 100% [546%] 39.4%] 6%
4../4_ kleiner als 1, das VE ES [540% |39.4%) 6% |
ist wahrscheinlich stets bei den Wintermonaten der Fall, so treten aller Wahr-
scheinlichkeit nach mehr negative 4nw_xw-Differenzen — in dem vorliegenden
Fall bis zu fast 60%, aller errechneten Salzgehaltsunterschiede — auf als positive,
Ist der Wort größer als 1, so Tabelle 12. Zusammenstellung der in den Jahren 1929 bis 1936
; ze e 2,
he a Bar vorhandenen duw- nrw-Werte mit > 1.00%. Salzgehalt,
Monatswerte zeigt nun, daß
im März das erste Maximum
auftritt und daß von hier ab
diese Werte wieder abnehmen.
{m Juni erreichen sie mit 3,07
das absolute Maximum. Die
Wahrscheinlichkeit sagt aus,
daß sich die Anzahl der posi-
tiven Ayw-_xw-Werte zu der-
jenigen der negativen in diesem
Monat fast immer wie 3: 1 ver-
halten werden, Von diesem
Monat ab wird der Quotient
kleiner und erreicht im No-
vember mit 0.63 sein Minimum.
Zu dieser Jahreszeit treten,
wie schon oben einmal ange-
führt wurde, wahrscheinlich
immer mehr negative Anw_xw-Werte auf als positive. Wie. beim Jahresgang der
dpw-nw-Monatsmittel ist die monatliche Änderung des Quotienten 4.,/4_. zwischen
Mai und Juni ebenfalls sprunghaft. Sie erreicht hier ihren größten Wert. Es
zeigt sich also immer wieder, daß auch bei Untersuchung des Einflusses der Gezeiten
auf den Salzgehalt der Helgoländer Gewässer insbesondere bei zwei aufeinander-
folgenden extremen Wasserständen entweder der Frühjahrsmonat April oder der
Sommermonat Juni stark unterschiedliche hydrographische Verhältnisse aufweist.
Die Zusammenfassung in der Tab. 12 gibt einen Überblick der in den Jahren 1929
bis 1936 bestimmten Ayw_yw-Werte, die sämtlich größer als 1.00 °/ Salzgehalt waren.
Die Anzahl von 16 Beobachtungspaaren, von denen die negativen Aynw_xw
zwei Wertepaare mehr aufweisen, in einem Zeitraum von acht Jahren verrät