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Full text: 67, 1939

168 Annalen der Hydrographie und Maritimen. Meteorologie, April 1939, 
aus Aräometerbestimmungen gewonnenen Salzgehaltswerte und die aus ihnen be- 
rechneten Monatsmittel um rund 0.5 bis 0.7 %.., zu hoch sind, Eine gute Über- 
einstimmung der für verschieden lange Zeitabschnitte aufgestellten Salzgehalts- 
jahreskurven ist nur in dem gleichsinnigen Auftreten des Salzgehaltsminimums 
im Monat Mai zu erblicken. Die Jahreskurve der Terminstation I (1927 bis 1936} 
liegt außer im Januar mit beträchtlichen Schwankungen in ihrem Verlauf unter 
der für die gleiche Zeit dargestellte von Helgoland-Reede. 
Die Jahresamplitude des Salzgehaltes (gleich der Differenz zwischen 
Maximal- und Minimalwert des Jahresganges) beträgt 1.61%. und ist merk- 
würdigerweise sogar noch um 0.31 4 größer als bei F,-Sch. „Elbe 1“. Nach 
Zorell nehmen im allgemeinen die Jahresamplituden des Salzgehaltes bei den 
Feuerschiffen der Deutschen Bucht in Richtung von der Flußmündung nach der 
offenen See ab. Es sei hier nochmals nebenbei bemerkt, daß F.-Sch, „Norderney“ 
mit 0.47 %,, die kleinste Jahresamplitude des Salzgehaltes aufweist und nicht, wie 
man anscheinend erwartet hätte, F,-Sch. „Borkumriff“ [siehe unter (5) auf S. 69, 
Tab. VII]. Der für die zehn Jahre 1923 bis 193% anfgestellte mittlere Jahresgang 
des Salzgehaltes bei F.-Sch. „Elbe 1“ zeigt im Gegensatz zu Helgoland-Reede 1927 
bis 1936 einen ruhigeren Verlauf [siehe S. 162 unter (5) auf Taf. 6, Fig. 152]. 
Das höchste Salzgehaltsmonatsmittel im 10jährigen Verlauf von 1927 
bis 1936 wurde mit 34.40 %/,, im Januar 1935 und das niedrigste im Mai 1927 
mit 28.64 %%4 beobachtet, Dieser Minimalwert ist allerdings nur aus fünf über 
den ganzen Monat gleichmäßig verteilten Beobachtungen berechnet worden, die 
aber alle zusammen Salzgehalte zwischen den Werten 27.23 %/.) und 29.56 or 
aufwiesen ?), 
Der absolut höchste Salzgehalt im Zeitraum 1927 bis 1936 wurde am 
6. Januar 1935 mit 34,70 °/ und der absolut niedrigste am 9. Mai 1927 
mit 27.23 %,, beobachtet, Das Auftreten außergewöhnlich hoher Salzgehalte 
bei Helgoland wie auch in der ganzen südöstlichen Nordsee wurde vom Ver- 
fasser schon früher mit der bisher noch nie festgestellten starken Ausbreitung 
sehr salzreichen Kanal- und Hoofdenwassers bis weit in die Deutsche Bucht 
hinein in Zusammenhang gebracht‘), Die absolute Schwankung des Salz- 
yehaltes beträgt innerhalb zehn Jahre bei Helgoland-Reede 7.47 °/., und ist hier 
aber um rund die Hälfte kleiner als bei F,-Sch. „Elbe 1“, Die absolute Schwan- 
kung des Salzgehaltes bei diesem Feuerschiff wurde für den Zeitraum 1923 bis 
1932 zu 12.21 °%g5 berechnet (vgl, dagegen die mittlere Jahresamplitude bei 
Helgoland-Reede und F.-Sch, „Elbe 1“!), 
Der mittlere jährliche Salzgehalt auf Grund des 10jährigen Mittels 
wurde zu 32.19 % ., bestimmt, Er ist damit noch um 1.77 95 höher als bei F.-Sch. 
„Elbe 1“ (10jähriges Jahresmittel für 1923 bis 1932 = 30.42 %c0). Nur die 
Jahresmittel der deutschen Feuerschiffe „Borkumriff“ (33.01 %,) und „Norderney“ 
{32.40 %5) bzw. der dänischen Feuerschiffe „Vyl“ (32,3%) und „Horns Rev“ 
(32.8 %/,) der Deutschen Bucht sind immer noch um rund 0.1 %4 bis 0.8%.4 höher 
als das von Helgoland-Reede [siehe unter (5) auf 8, 69]. 
Die Abweichungen der mittleren Jahressalzgehalte vom 10jährigen 
Mittel 1927 bis 1936 ist in Abb, 7 dargestellt. Sie werden mit denen bei F.-Sch, 
„Elbe 1“ in den Jahren 1923-—1932 festgestellten Abweichungen von dem für 
diese Zeitspanne berechneten Jahresmittel verglichen. Die Salzgehaltsabweichungen 
der Jahresmittel vom 10jährigen Mittelwert bei F.-Sch. „Elbe 1“ nach dem Jahre 
1932 werden später in anderem Zusammenhang mitgeteilt, Wenn wir bei Helgo- 
land-Reede (Abb. 7) wieder von den ersten beiden Jahren 1927 und 1928 absehen, 
30 freten die größten positiven Anomalien in den Jahren 1930 und 1934 auf, 
Das Jahr 1934 zeichnet sich also hydrographisch besonders dadurch aus, daß es 
nicht nur große positive Temperatur-, sondern auch große positive Salzgehalts- 
abweichungen der Jahresmittel vom 10jährigen Mittelwert aufweist, Auf das 
Jahr 1930 mit der absolut größten positiven Abweichung von +0.65 %/44 
3) Conseil Permanent International pour l’Exploration de ia mer. Bulletin hydrographique (Kopen- 
hagen) für das Jahr 1927, S. 8, — *) Erich Goedecke, Beiträge zur Hydrographic der südlichen 
Nordsee, Aus dem Archir der Deutschen Seewarte, 57, Bd. Nr, 1, Hamburg 1936, 8. 7.
	        
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