Neuere Veröffentlichungen,
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8, Ferner müssen die leitenden, aktuellsten,
allgemein theoretischen Probleme genau erwogen
werden, Außerdem könnte für jedes Observatorium
sin Obligatorisches Minimum solcher Fragen fest-
zesetzt werden, welche unter dem Gesichtspunkt
der örtlichen geographischen Kinflüsse untersucht
werden müssen,
4. Es folgen die rein methodischen, instru-
mentalen und experimentellen Probleme, z. B, das
der Radio- und Lautpeilung, das der automatischen
Registrierung der Radio-Sonderaufnahmen u. a. m,
Verf, spricht sich gegen die weitere Verwendung
des Drachens und des asymmetrischen Fall-
schirmes aus, .
5, Das folgende große Problem ist das der
Untersuchung der Wolken, Verf, weist auf die
Untersuchung der Ordnung der Konvektionsbewöl-
kung, auf die systematische Bestimmung der
Höhen und der Mächtigkeiten der Wolkenschichten,
auf die Untersuchung der Strahlung und der Wellen,
der besonderen Wolkenformen vom Gesichtspunkt
der Dynamik und Kinematik der Atmosphäre usw,
Verf, macht Einwände gegen den heutigen inter-
nationalen Wolkenatlas und fordert einen großen
russischen Wolkenatlas,
6, Große Aufmerksamkeit verlangt die Metho-
dik der Bearbeitung, der Prüfung und der Vor-
bereitung der aerologischen Materialien zum Druck,
Regelmäßige Veröffentlichungen sind notwendig
ms auch von internationaler Bedeutung.
7, Ein sehr umfassendes Problem jet das der
Beifügung der Aerologie zu der sypoptischen Me-
teoTOlogie, Die aerologischen Materialien werden
im der synoptischen Praxis in bei weitem ungenü-
gendem Grade ausgenutzt; sie könnten unzweifel-
haft die Qualität der Prognose bedeutend erhöhen.
8, Verf, stellt fest, daß hinsichtlich des direkten
Mißverständnisses und Übersehens die Zusammen-
arbeit zwischen den aerologischen Organisationen
bei ihnen fehlt.
9. Dem Austausch der Erfabrungen, in erster
Linie der gegenseitigen Informierung, muß man
doppelte Aufmerksamkeit zuwenden.
10. Einige Fragen, welche die Arbeit des un-
teren aerologischen Netzes betreffen, bedürfen der
Lösung, so die Feststellung der Höhe der niedrigen
dichten Wolken, die die Luftfahrt außerordentlich
interessiert,
41, Das folgende wichtige Problem ist das der
Luftfahrt- Aerologie,
12, Endlich fordert die Frage der Literatur
ine radikale Lösung, Die wesentlichsten Theorien
and Untersuchungen der Stratosphäre bis zu ihren
äußeren Schichten, die Theorie der Apparate u. a. m.
müssen behandelt werden,
Kedwig Stoltenberg.
3, Kulwanowskij. Über die Methode Sinjawsklis
zur Vorhersage der ersten Fröste nach Beob-
achtungen an einem Punkt, „Meteorologia i
Hydrologia“. Moskau 1936, Nr. 10. S. 77 bis
78, {Russisch,}
Sinjawskij betrachtet die Erscheinung der
ersten Fröste als Ergebnis der komplexen Kin-
wirkung einer Reihe meteorologischer Faktoren.
Seine Methode wurde an alten Beobachtungsmate-
Halien geprüft, dıe von sieben Stationen in ver-
schiedenen Bezirken des Gorkowskischen!) Landes
für die letzten fünf Jahre gesammelt wurden, Die
4090 Fälle wurden sorgfältig analysiert und führten
zu folgenden Ergebnissen:
1 m Gau Gorkl
1, Sinjawskijs Methode hat sich im Grunde
für unser Land gerechtfertigt: der Prozent der
glücklichen Vorhersagen beträgt im Durchschnitt
37.5, d. h, ist. höher als die anderen,
2, Der Vorzug dieser Methode liegt darin, daß
die ersten Fröste als komplexe Erscheinung und
nicht als Ergebnis einzelner Faktoren (Erniedrigung
der Temperatur) betrachtet werden. Es werden
einige Besonderheiten in den Verhältnissen des
Gorkowskischen Landes angegeben: die Vorher-
zagen der ersten Fröste werden immer wahr bei
Einbrechen von Temperaturen von 5° und niedri-
zer um 21 Uhr, Bei Erhöhung der Temperatur
am ZU Uhr abends verringert sich die Wahr-
scheinlichkeit der ersten Fröste, Im Süden des
Landes wurden bei Temperaturen von 9° und
ıöher um 21 Uhr keine Frühfröste beobachtet, im
Norden traten. sie auchschon bei Temperaturen höher
als 10° ein.
Die glücklichen Vorhersagen der ersten Fröste
ıach dem Unterschied der Temperaturen zwischen
13 und 21 Uhr sind nur möglich bei Berechnung
der Winde und der Bewölktheit nach Sinjawskijs
Tabelle, Die Erfolglosigkeit der Prognosen erklärt
sich u, a. auch dadurch, daß durch Sinjawskijs
Pabelle folgende Verhältnisse nicht vorausgesehen
werden: das KEinbrechen der Frühfröste bei süd-
ichen Winden, bei Zunahme der Feuchtigkeit am
Abend, bei einer Temperatur von mehr als 12.6°
am 21 Uhr, und endlich ist die Möglichkeit der
Frühfröste bei einem geringen Temperaturunter-
ichied zwischen 13 und 21 Uhr vorhanden,
Im Gorkowskischen Land brechen die
Frühlings- und Herbstfröste bei verschiedenen
Temperaturen um 13 und 21 Uhr ein, Als be-
zleitende Bedingungen der ersten Herbstfröste
örscheinen nördliche oder nordwestliche Winde
and vorzugsweise bewölktes Weiter bei einer Luft-
feuchtigkeit bis 95% und nicht unter 62%. Früh-
Iröste kommen vor bei einer Temperatur über 6°,
in den Grenzen bis 105°, Sie brechen bei einer
Mn von 3° und. geringer um 21 Uhr ein:
lie Temperatur um 13 Uhr müßte im gegebenen
Fall höher, aber nicht piedriger als 5° sen, Die
Frühfröste treten auch bei gemäßigten und
ichwachen Winden ein, nicht nur bei starken
nördlichen Winden.
Bei Vorhersage der Frühfröste muß man das
Relief der Gegend in Rechnung ziehen. Im Gor«
yowskischen Land wurde das Einbrechen der
Frühfröste in den Niederungen bei hohen Mini-
naltemperaturen im Wächterhäuschen bemerkt,
Besondere Bedeutung hat das Relief in den süd-
‚ichen Bezirken des Landes, wo die Oberfläche sehr
aneben ist, Hedwig Stoltenbere
Das Meer in volkstüml. Darstellungen, Hrsg, im
Auftr. des Instituts für Meereskunde zu Berlin
zon Georg Wüst, Bd. 7: Kolonialprobleme
der Gegenwart in Beiträgen von Th, Gunzert,
OD. Martens, A. 0, Meyer, E, Obst, P. Rohr-
dach, © roll, D, Westermann, Mit
34 Bildern auf Tafeln und 15 Textfiguren. Berlin:
Mittler & Sohn, 1939, 140 Seiten, 8% Preis
geb. 4.50 RM,
Dieser neue Band der wohlbekannten Reihe
soll der deutschen Allgemeinheit den Wert über-
seeischer Besitzungen klarmachen. Er führt an
die Fragen heran, die einem Kolonialvolk heatzu«
‘age gestellt. werden, Denn mit der Denkungsart
der Zeitalter wandelt. sich die Anschauung über
die beste Nutzbarmachung des Kolonialgebietes,
und €s ist der Stolz des Deutschen, fremden Völkern