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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1939.
‘Sur negro), Die flockige Wolkendecke bewegt sich zugleich im NW-Winde, —
1450 folgt ein kurzer Schloßenfall; danach wird der S-Wind schwächer, —
15%; Die Temperatur ist mit 7.0° unter das nächtliche Minimum gesunken. Das
Maximum des Tages lag bei 15.0°. Die Wolkendecke ist aufgeflockt, und einzelne
Fetzen hängen in 300 m an den Bergen, — 185; Am südlichen Himmel ist ein
schmaler Streifen blauen Himmels erkennbar, An den E-Hängen liegt der Schnee
bis 600 m herunter, an den W-Hängen sogar bis 500 m, — 19h: Die über 2000 m
hohe St-Decke bewegt sich im S-Winde. Das 2000 m hohe Cerro Tesoro-Massiv
ist ganz frei. — Von 8% bis 20h sind 8,3 mm Niederschlag gefallen. Um 21%
beginnt es, nachdem am Nachmittage nur vereinzelte Schauer vorüberzogen,
wieder stärker zu regnen. Der Wolkenspalt im S bleibt jedoch sichtbar, Die
Bewölkung unter 2000 m hat wieder zugenommen. In der folgenden Nacht sinkt
das Extremthermometer auf 6.0° Am Morgen werden 1.8 mm Niederschlag
(20h bis 8b} gemessen.
11. Februar, Nach einem lauen Regentage, der 3.1 mm Niederschlag und ein
nächtliches Minimum von 14.0° brachte, ist der Morgen regenverhangen, Nebel
und Wolkenfetzen liegen bis 100 m tief über dem Fjord. Durch Spalten zwischen
ihnen sind die Hänge des Cerro Tesoro stellenweise bis 1200 m Höhe sichtbar.
Solange es nicht stärker regnet, ist auch die 6 km entfernte Landzunge sichtbar.
Die höheren Wolkenschichten treiben im W-Winde, Am Fjordgrunde wehen
schwache, südliche Winde, die gelegentlich Stärken bis 4 erreichen und eine
deutliche W-Komponente besitzen. Der Himmel ist meist ganz bedeckt, und nur
vorübergehend werden kleine blaue Spalten sichtbar. 88h: t 13.6°, Von 7h bis
mittags treten keine wesentlichen Veränderungen ein. Mit kurzen Pausen gehen
bis 11'%h heftige Regenfälle nieder. Um 13° beginnt es plötzlich aufzuklaren.
14*; Bedeckung 5. Die Sonne sticht, der Wald und die Rodungen am Strande
dampfen (Abb. 6 auf Tafel 6) [Jan.-Heft]. Es weht S-Wind 1 bis 3. Bergketten,
50 km in S-Richtung entfernt, sind deutlich sichtbar, — Bis gegen 17h fallen keine
Niederschläge, Dann beginnt erneut Eintrübung. Die groben Wolkenflocken
und lockeren Steu schließen sich zusammen. Es fallen kleine Regenschauer, —
19h; £ 13.0° Da es im S stärker zu regnen scheint, ist um 19% nur noch die
Landzunge in 6 km Entfernung eben erkennbar, ‚% des Himmels sind bedeckt.
Der S-Wind hat nachgelassen, und es ist Windstille eingetreten, während in der
Höhe reiner W-Wind weht. — 20h: Es sind von 8h an 10.9 mm Niederschlag
gefallen. Nach einem kurzen Schauer, den man aus dem S heranziehen sieht,
nimmt die Bewölkung wieder etwas ab, aber alle Höhen über 600 m bleiben
verdeckt, — Die Wolken färben sich im schwachen Abendrot, Nach Sonnen-
antergang ist die Fjordmulde von Regendunst erfüllt, und erst später wird es
sternklar. Gegen Morgen bedeckt sich der Himmel erneut, Das nächtliche
Minimum beträgt etwa 8.5°. Um 84 werden 1.8 mm Niederschlag gemessen,
Dr. GC. H. Schwabe.
7. Zwei Halo-Aufnahmen. (Hierzu Tafel 16.)
In den Abb. 1 und 2 sind zwei hervorragende Photographien von Halo-
erscheinungen wiedergegeben, die der Bremer Photograph Hanns Tschira der
Deutschen Seewarte übersandte, Sie wurden am 7, Februar 1938 gegen Mittag
an Bord des Dampfers „Bremen“ gemacht; das Schiff befand sich zu dieser
Zeit in ungefähr 48.6° Nordbreite und 30.4° Westlänge. Im Schiffstagebuch der
„Bremen“ befinden sich leider keine Angaben über den Halo.
Betrachtet man zunächst die Abb. 1, so erkennt man darauf in der Bildmitte
als deutlichsten Punkt die Sonne, durch die hindurch sich ein sehr heller, vertikal
verlaufender Lichtstreifen zieht, eine sogenannte Lichtsäule, Derartige Gebilde
ireten gewöhnlich nur bei kleinen Sonnenhöhen (unter 30°) auf, so auch hier,
wo die Sonnenhöhe etwa 25° betragen haben mag. Senkrecht zu dieser hier sehr
deutlichen Lichtsäule ist, ebenfalls durch die Sonne laufend, der recht seltene
Horizontalkreis zu erkennen, besonders deutlich links von der Sonne, Dieser
ist horizontparallel und immer farblos, Lichtsäule und Horizontalkreis bilden
zusammen ein selten auftretendes Kreuz, das in unserer Aufnahme ganz besonders