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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

Kleinere Mitteilungen, 
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Der Himmel ist in 800 m Höhe von einer dunklen St-Decke völlig überzogen, 
Nur vereinzelt hängen in den Bergwäldern bei etwa 500 m kleine Wolken- 
flocken. Sonst sind die an die Berge stoßenden Wolkenränder ziemlich scharf 
begrenzt. Im Laufe des Vormittags lockert sich die Wolkendecke auf, Bei 
Bedeckung 7 bleibt es im Tale vorerst noch windstill; zwischen 11% und 13% 
heben sich die Wolken an den Bergen etwas und schließen sich wieder dichter 
zusammen, so daß die Bedeckung auf 9 steigt. Erst gegen 14h setzt ein 
schwacher S-Wind ein. Er hält bis Sonnenuntergang an und erreicht nicht über 
Stärke 2. Nun macht die Aufklarung rasche Fortschritte, so daß um 19% der 
Himmel nur noch zu } bedeckt ist. Das Tagesmaximum beträgt 22.0°. In der 
folgenden stillen und ziemlich sternklaren Nacht sinkt das Minimumthermometer 
auf 9 0°. 
31. Dezember. Bei Sonnenaufgang sind A des Himmels mit Steu bedeckt, 
die über 1500 m lagern. Der Gipfel des nahen Cerro Tesoro (2000 m) ist frei, 
Es ist windstill. Um 9% setzt ein schwacher S-Wind ein (Stärke 1 bis 2). Die 
Bedeckung beträgt noch %, t 15.4°. Um diese Zeit brechen wir zur Besteigung 
des Cerro Tesoro auf. Die Beobachtungen werden auch im Tale weitergeführt. 
Um 14h beträgt bei S 3 die Bedeckung weniger als ‚4; t 21.8° Das Tages- 
maximum liegt bei 23.0%° — Gleichzeitig herrscht im Bergwalde in 500 bis 700 m 
Höhe drückende Schwüle. Als um 18% die Waldgrenze in 1250 m Höhe erreicht 
ist, ist es windstill. Die Bedeckung ist am S-Horizont etwas stärker geworden, 
beträgt aber noch weniger als ;. — Im Tale weht um 19% noch S-Wind mit 
Stärke 1. t 17.0° — Gleichzeitig können wir auf einem freistehenden Vorgipfel 
in 1400 m Höhe einen W- bis SW-Wind 2 bis 3 feststellen. In dieser Höhe 
liegen schon größere, firnige Schneeflächen, Die Bewölkung nimmt im Laufe 
der nächsten halben Stunde vom S und SW her zu, wo sich eine am oberen 
Rande in horizontale Wolkenstreifen aufgeteilte St-Bank erhebt. Die Fern- 
sicht ist ungewöhnlich gut, Stärkeres Andenglühen tritt nicht auf, aber bei 
sinkender Sonne liegen die nahen und fernen Massive in vielfarbigen Lichtern. 
Beim Lagerplatz in 1200 m Höhe, im lichten Nothofagus-antartica-Walde ist die 
Luft vor Mitternacht noch ausgesprochen lau, Es weht N-Wind mit Stärke 1 bis 2. 
1. Januar 1938. Gegen 3% bezieht sich über dem Lagerplatze der bis dahin 
sternklare Himmel. Um 4b zeigt das Thermometer 6.8°%°. — Das Nachtminimum 
im Tale beträgt 7.2°. — 6h: Der Lagerplatz liegt in dichten, feuchten Wolken 
(Nebel). Vorübergehend ist durch eine Lücke der Fjord zu sehen. Sein Wasser- 
spiegel ist glatt. Auch hier oben ist es jetzt windstill und beginnt fein zu 
regnen. Gegen 8%h erreichen wir beim Abstiege in etwa 800 m Höhe die untere 
Wolkengrenze. Es rieselt von allen Blättern. — Zwischen 4b und 8h sind bei 
der Talstation 3.8 mm Regen gefallen, Seit Morgengrauen ist der Himmel dort 
ganz mit schweren Nb bedeckt. Es wehen N-Winde, mit Stärke 1 bis 2. Am 
Nachmittage treten zeitweilig heftige Böen aus S auf, und bis gegen Abend 
donnert und blitzt es wiederholt. Die Regenfälle sind nur von kurzen Pausen 
unterbrochen und halten bis in die Nacht hinein an. Das Tagesmaximum beträgt 
16,2°. Bis auf 700 m Höhe herab sind die Wälder verschneit. Das Nacht- 
minimum beträgt 7.2°, die Niederschlagsmenge dieses Tages (gemessen am 2. I 
83) 27.4 mm. 
9. Januar. Nachdem am Vorabend der Regen aufgehört hatte und eine teil- 
weise Aufhellung des S-Himmels eingetreten war, begann es kurz vor Mitternacht 
wieder zu regnen. Das Minimumthermometer sank in der Nacht auf 7.5°. Die 
Niederschlagshöhe während der Nacht von 20% bis 8h morgens betrug 6.0 mm. — 
7h; Am Fjord ist es windstill. Eine schwere Nbst-Decke lagert in 700 m Höhe, 
wo deutlich die Schneegrenze zu erkennen ist. In dieser Höhe scheinen mäßig 
starke Winde zu wehen, — Bei gelegentlichen Regenfällen und schwachen Winden 
aus N, die manchmal von völliger Windstille abgelöst werden, bleibt der Vor- 
mittag unverändert. Die Sicht ist mäßig. Nur wenn es nicht regnet, ist ein 
bergiger Küstenstreifen im S in etwa 20 km Entfernung noch erkennbar. Bei starken 
Regenfällen verschwindet selbst eine nur 6 km entfernte Landzunge im Grau, 
Gegen 14b setzt plötzlich ein heftiger, kalter S-Wind mit Stärke 5 bis 6 ein
	        
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