Groissmayr, F. B.: Der Einfluß vorausgehender Weltwetterstörungen auf die Reisernte usw, 137
Zusammenfassung,
Es konnten an Hand einer 48jährigen Reiserntestatistik bzw. an einer
47jährigen Reihe der Änderungen 11 Weltwetterelemente aufgedeckt werden, die
sine zuverlässige Ertragsvorhersage ermöglichen, Witterung wie Ernte in Nord-
japan zeigen eindrucksvoll die Wiederkehr ähnlicher Verhältnisse nach genau
24 Jahren, mit besonders kalten und ungünstigen Jahren 1889, 19183, 1884 und 1908,
1902 und 1926; mit sehr milden und ertragsreichen Jahren 1890, 92, 94, 1914, 16, 18.
Literatur,
i. T. Okada: „On the possibility of Forgeasting the summertemperature and the approximate yield of
tice-Crops Sor SE bee Japan.“ {Bull. of the Centr. Meteorolog. Observatory of Japan, Vol ILL,
2. T. Okada: „Memoirs of the Imperial Marine Observatory,“ (Vol, 1, 1922-—24.)
3, S. Ikeno and S, Fujiwhara: „Correlations between the yield of rice-erop in Hokkaidö and the
wintertemperatures at Nemuro and Dutch-Harbour.“
Zur Temperatureichung von Flugzeugmeteorographen.
Von Hellmut Berg, Köln.
Zusammenfassung : Die Eichung von Flugzeugmeteorographen (Sretem Winter mit lang-
restreckter Bimetallamelle) ergibt zwei verschiedene Eichkurven, je nachdem, ob die Eichung in Luft
xier im Alkoholkältebad durchgeführt wird. Und zwar differieren die beiden Kurven um rund 1°,
Da es sich um eine einfache Parallelverschiebung bandelt, wird die Verschiedenheit von selbst durch
sine Verschiebung der Basislinie ausgeglichen, Spielt also für die Auswertung keine Rolle. Sie ist
aber insofern von Bedeutung, als es nicht möglich ist, eiwa eine im Alkoholkältebad gewonnene Eich-
rurve durch eine Eichung in Luft nach höheren Temperaturen hin zu ergänzen, Die Ursachen dieses
verschiedenen Verhaltens bei Eichung in Luft und im Flüssigkeitsbad ist in dem Auftrieb zu suchen,
den das einseitig eingespannte Bimetall in der Flüssigkeit gemäß dem Archimedischen Prinzip erfährt,
Die rechnerische und experimentelle Nachprüfung ergab, daß durch diesen Auftrieb (rund 2 gr) eine
scheinbare Abkühlung von mindestens 0.6° hervorgerufen wird. Kin weiterer Teilbetrag von 0.2° ist
nach den Untersuchungen Frankenbergers durch die Durchbiegung der Lamelle im Luftstrom
zu erklären (Windtafeleffekt}, die eine scheinbare Temperaturerhöhung in Luft vortäuscht. —
Messungen der Temperatur an einer Junkers W 34 (Tiefdecker in Ganzmetallbauweise) ergaben, daß
bereits in 60cm Abstand vom Rumpf die Temperatur der ungestörten freien Atmosphäre herrscht.
Zur Eichung von Flugzeugmeteorographen (und auch von Meteorographen
für gefesselte Flugkörper, Registrierballone und Radiosonden) haben wir grund-
sätzlich zwei Möglich-
keiten. Man kann die
Eichung in dem Me-
dium durchführen, in
dem nachher auch die
Aufzeichnungen ge-
wonnen werden, also
in Luft, oder man
kann sie in einem
anderen Medium vor-
nehmen, also prak-
tisch in einem Alko-
hol- Kohlensäure -Käl-
tebad.. Die letztere
Methode hat den Vor-
zug der KEinfachheit,
Es steht aber nicht
von vornherein fest,
daß sie auch dieselbe
Eichkurve liefert, wie sie eine Eichung unter den Bedingungen des späteren Meß-
Auges liefern würde, wenn auch Frankenberger gezeigt hat (1)*), daß die durch
die Geschwindigkeit der fliegenden Maschine auftretende Temperaturerhöhung in
gleicher Weise die Aufzeichnungen des Meteorographen wie die des Quecksilber-
vergleichs-Thermometers beeinflußt. Raethjen hat deshalb auch mit Recht ge-
fordert (z), daß die im Kältebad gewonnene Eichkurve durch Vergleichsmessungen
im Fluge mit einem Hg-Thermometer kontrolliert werden müßte,
%) Diese und die folgenden Ziffern beziehen sich auf das Schrifttum am Schluß dieser Abhandlung,
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