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Full text: 67, 1939

Kleinere Mitteilungen. 
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Großflugzeuge nicht mehr auf Navigationshilfsmittel allerkleinsten Ausmaßes ange- 
wiesen sind. Man kann in einem solchen Netz die gesuchte Azimutgleiche mit dem 
Funkbakenmeridian als Randmeridian in ihrem ganzen Verlauf geradlinig ohne 
weiteres einzeichnen und das zur Ortung gebrauchte Stück in die Navigations- 
karte übertragen, ganz gleichgültig, ob diese eine Merkatorkarte, eine Kegelkarte 
oder irgendeine andere ist. Aus der Zeitschrift „Deutsche Mathematik“ ersehe 
ich, daß man diesen Plan auch an anderer Stelle aufgegriffen hat. Professor 
A. Klose!) schreibt dort: „Im Institut für angewandte Mathematik an der 
Universität Berlin ist ein Gradnetz berechnet und gezeichnet worden, das der 
Auswertung von Fernpeilungen auf Grund der Vahlenschen Methode dienen 
soll. Es ist geplant, dieses Gradnetz in einer für die praktische Anwendung 
günstigen Form zu veröffentlichen.“ Man nennt dort den Kartenentwurf, der 
auf Littrow, Weir und Maurer zurückgeht, Vahlensche Projektion und die 
von Immler?) und mir®) empfohlene Methode Vahlensche Methode, Ein Zeichen 
dafür, wie wenig Fühlung zwischen den mathematischen Universitätskreisen und 
den Nautikern der Seefahrt und Luftfahrt besteht. Mögen diese Zeilen dazu 
beitragen, hier einen günstigen Wandel anzubahnen und die Aufmerksamkeit der 
Nautiker auf die von der Universität Berlin zu erwartenden Funkortungsnetze 
zu lenken. Daß man ein Hilfsmittel, das die für eine Ortung als Standlinie 
gültige Azimutgleiche unmittelbar als leicht zu ziehende Gerade gibt, bei solchen 
Ortungen nicht unbenutzt lassen sollte. ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. 
Berlin. duni 19388. H. Maurer. 
5. Berichtigung zu Ann. d. Hydr. usw. 1938, XII, Seite 567 [Abhdlg. von 
AH, Berg). Im zweiten Absatz soll es in Zeile 5 heißen: „Es muß innerhalb der 
Wolke mehr Luft aufsteigen als absteigen ... *“ Schriftwaltung, 
Neuere Veröffentlichungen. 
A, Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben, 
Physik der Atmosphäre (Ergebnisse der Kosmischen | unterstreichend, Daher stellt er sich in erster 
Physik, Band IM), 333 Seiten mit 135 Figuren, Linie die Aufgabe einer gründlichen Zusammen- 
herausgegeben von V, Conrad-Wien, Akademische stellung aller Beobachtungen und Ergebnisse, die 
Verlagsgesellischaft m. b. H, Leipzig, 1938. für die Weiterentwicklung der Forschung von 
Preis 30.— RM, Lw. 32.— RM, Wichtigkeit erscheinen. Tatsächlich kann es kaum 
Wie der Untertitel zeigt, stehen hier jedenfalls eine gründlichere Darstellung des Gegenstandes 
im wesentlichen sich in der Atmosphäre abspielende zeben wie die vorliegende, Die Arbeit gliedert sich 
Vorgänge zur Erörterung. — Zunächst behandelt ‚n folgende Hauptabschnitte: I, Physikalische und 
J. Zenneck, München, die „Physik der hohen chemische Eigenschaften der Kondensationskerne, 
Atmosphäre‘; der Reihe nach schließen sich darauf- I. Beobachtungsmethoden, II[. Die Schwankungen 
folgende Arbeiten an: R, Steinmaurer, Innsbruck. der Kerne und ihre Beziehungen zu meteorologischen 
„Die Erforschung der kosmischen Strahlung (K.S., Elementen, IV. Kernklimatologie (wobei auch die 
im letzten Jahrfünft‘; P. Gruner, Bern, „Neueste Kerne im geschlossenen Raum Berücksichtigung 
Dämmerungsforschungen“; H, Landsberg, State änden). Eine ausführlichere Angabe verbietet sich 
College-Penusylvania, „Atmospheric condensation ıus Raurmgründen; es soll aber nicht unterlassen 
nuclei“ und P. Götz, Arosa, „Die vertikale Ver- werden, darauf hinzuweisen, daß Verf, deutlichst 
teilung des atmosphärischen Ozons‘“, Es soll kurz auf den großen Fehler hinweist, den man begeht, 
auf die wichtigsten Punkte dieser Arbeiten ein- wenn man -— vor allem bei Erörterung der Be- 
gegangen werden, und zwar io der Reihenfolge, ziehungen zwischen Kernen und der Sicht — nur 
die etwa dem abnehmenden, rein meteorologischen lie Zahl berücksichtigt und die Art und Größe 
Interesse entspricht, — Die große Bedeutung der zußer acht läßt, 
Kondensationskerne für das meteorologische Ge- Daran, daß die Dämmerungsphänomene stark 
schehen dürfte heute mehr denn je erheilen, nach- vom atmosphärischen Zustand abhängen, ist schon 
dem C. Junge (Met, Zschr, 1936, 186 bis 188) ge- lange nicht zu zweifeln, So weiß man, daß (siehe 
zeigt hat, daß -— ganz abgesehen von den Ionen — Gruners und Kleinerts Monographie über die 
nicht nur hygroskopische, sondern bei genügender Dämmerungserscheinungen, Probleme der Kosm. 
Zerteilung alle Substanzen als Kondensationskerne Physik Bd. X, 1927, 84), man aus geschwächtem 
lienen können, Mit Recht betont Landsberg die and gestörtem Dämmerungsverlauf mit nicht geringer 
Notwendigkeit einer detaillierten Untersuchung Wahrscheinlichkeit auf Verschlechterung, aus 
sämtlicher Konstiruenten der Atmosphäre, dabei normalem Verlauf auf Besserung des Wetters 
nicht nur die große Bedeutung der Kerne für die schließen darf. Dorno fand (8. Met. Zschr. 1917, 
Meteorologie, sondern auch für die Bioklimatologie 153 bis 165) bei der Analyse seiner zwischen 1911 
1) Deutsche Mathematik. April 1937 S, 55—61. — *) Ann. d. Hydr, 1917 8. 381 u. 1920 
5.262. — 9%) Ann. d. Hydr, 1921 8. 121-123.
	        
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