Kleinere Mitteilungen,
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J6b jst sie bei unveränderten Wind- und Sichtverhältnissen wieder auf 6
gestiegen, — 17b; Der Himmel ist fast völlig bedeckt, während der NW etwas
hachgelassen hat. Den ganzen Nachmittag über sind Regenschauer häufig, —
Um 18 bereitet sich wiederum eine Auflockerung vor. Der Himmel ist nur zu
;/„ bedeckt, und in der Höhe erscheinen Ci und Cist. — 20%: Im E über der
Kordillere Wetterleuchten. Auch Donner werden hörbar. -— Am nächsten Morgen
werden 14.3 mm Niederschlag gemessen.
13. Oktober. Der vorangegangene Tag war heiter mit kräftigem Süder, Es
fielen keine Niederschläge. Um 8% ist nach lauer Nacht der Himmel ganz mit
St bezogen, Die Bewölkung liegt in ungefähr 400 m Höhe, Am Kordilleren-
horizont im KE steht ein lichter Streifen. In den Bergen und der anschließenden
Pampa ist heute Morgen der Himmel unbedeckt. Der Süder hat mit Stärke 2
schon eingesetzt. tyaser am Strande 12.1°. — 9%; Von der Kordillere ist noch
immer nichts zu sehen, Die Sicht beschränkt sich auf die nahen östlichen und
südlichen flachen Inseln. Die St-Decke zeigt bereits dicht über der Kordillere
einige kleine Löcher, Bald darauf beginnt die Sonne zu scheinen. Der Wind
hat eine schwache W-Komponente angenommen, — 10h; Im Laufe der letzten
Stunde ist die Bedeckung von 10 auf 5 zurückgegangen. Die St-Decke ist
völlig aufgeflockt, Der Süder hat etwas nachgelassen. Um 10%% ist die Be
deckung auf 3 zurückgegangen, Während die näheren und nächsten Kordilleren-
massive noch bis zum Fuße herab in Wolken stecken, erscheint fern im SE
allein die schlanke Pyramide des Vulkans Corcovado, die nun den ganzen Tag
über sichtbar bleibt, Der Süder weht wieder mit Stärke 2 bis 3, Während am
hohen Himmel nur noch einzelne helle Wolken treiben, liegt im S hellgrau die
„Tabon-Bank“ dicht über dem Horizonte, und vor der Kordillere streckt sich ein
lockerer, flacher Wolkenstreifen. Eine Stunde später glänzt über den Wolken
sine ganze Reihe von Schneegipfeln im Sonnenschein. Die Ketten nördlich vom
Reloncavifjord bis zum Hornopirenmassiy zeigen ihre Spitzen. Die Wolkenbank
zwischen Poluqui und der Kordillere fließt weiter zusammen. Die Bedeckung
beiträgt nur noch 1 bis 2, Der Wind weht jetzt mit 2 aus SE, Zur Mittags-
stunde lösen sich die Kordillerenvorberge aus der schwindenden Wolkenbank.
Auch der weit im E gelegene Cerro Tres Picos ist jetzt ganz sichtbar. — 13%h:
bt 13.6°%° — 14h; Die ganze Bergkette ist jetzt frei, der Wind weht mit 1 bis 2
aus gleicher Richtung, Die Bedeckung ist auf 2 gestiegen. Vor und über den
nahen Bergen sind schöne weiße Cu-Köpfe entstanden und liegen in etwa 1500 m
Höhe vor dem Vulkan Yate (Abb. 4 auf Taf. 6) (Jan,-Heft], Im S stehen noch
immer St. Im Laufe der nächsten Stunden sinkt die Bedeckung wieder auf 1, und
der Wind nimmt etwas zu. Um 16% dreht er plötzlich auf WSW 2, Die Gipfel
stecken jetzt größtenteils in Ca-Köpfen, Das Zentrum der Bewölkung liegt im NE.
Hier haben sich auch Cist gebildet. Der S ist fast unbewölhkt, Im ganzen nimmt
die Bedeckung weiterhin ab. -— 185: t 14.6°; Wind und Bedeckung sind unver-
ändert. Um 20h ist bei t 11.0° Windstille eingetreten. Der Himmel ist wolkenlos,
Die Nacht ist kühl. Es fällt kein Niederschlag. Auch die nächsten Tage bringen
schönes Wetter. Dr. GH Schwahe.
3. Ist die Winkeltrene des als Erdkarte aufgefaßten Weirschen Azimut-
älagramms selbstverständlich? Daß man Weirs Azimutdiagramm als eine
Erdkarte auffassen kann, und daß dieser Kartenentwurf winkeltreu ist, hatte ich
in diesen Annalen 1905, 8. 125 und 323, dargetan, Und zwar war dies So ge
schehen, daß ich das mir damals unbekannte Diagramm als eine geographische
Tafel ableitete nach Grundsätzen, die ich in einer früheren Arbeit im „Archiv
der Deutschen Seewarte“ 1894 Nr. 6 entwickelt hatte, Dieser Beweis der Winkel-
treue war 31 Jahre später im „Archiv der Deutschen Seewarte“ 1936, Bd. 55
Nr. 4 als überflüssig bezeichnet worden mit der Begründung, „die Karte war
ihrer Anlage nach winkeltreu, weil sich alle Azimutgleichen unter den Kugel-
winkeln schnitten und daher Meridiane und Breitenparallele einander recht-
winklig durchsetzten.“ Nachdem ich dann in diesen Annalen 1936, S, 430 bis 432,
dargelegt hatte, daß dieser Einwurf völlig ungerechtfertigt sei, zwingt mich