accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 67 (1939)

Neumann, G.: Triftströmungen an der Öberfläche bei „Adlergrund“-Feuerschiff, 83 
jJokalen Strömungen sind. Eine Beziehung zwischen Wind und Strom hat aber 
nur dann allgemeine Bedeutung, wenn man stationäre Strömungen in der Luft 
und im Wasser voraussetzen kann. 
Die Abhängigkeit des Triftstromes vom Winde ist vielfach in der Weise fest- 
gestellt worden, daß man Fälle aussuchte, bei denen der Wind längere Zeit 
hindurch aus gleicher Richtung mit angenähert gleicher Stärke wehte, die ge- 
messenen Strömungen mit diesem Winde in Beziehung setzte und so hoffen konnte, 
angenähert stationäre Verhältnisse zu finden (2). Ob man in diesem oder jenem 
Einzelfall eine stationäre Strömung vor sich hat, d, bh. ob der Strom dem lokalen 
Wind, nach dem Gesetz der stationären Bewegung, entspricht, oder ob noch andere 
Faktoren wirksam sind, ist sehr schwer zu entscheiden. Bei Verwendung einer 
großen Anzahl von Einzelbeobachtungen kann man damit rechnen, daß unbe- 
kannte und störende Einflüsse sich wenigstens teilweise gegeneinander aufheben, 
und das Ergebnis dem stationären Fall sehr nahe kommt. 
Die Methode der Bearbeitung des Materials war folgende: Zunächst wurden 
die einzelnen Strombeobachtungen den entsprechenden Windgruppen zugeteilt, 
Die Windbeobachtungen . 
waren zu diesem Zweck Tabelle 1. Verteilung der Beobachtungen der Jahre 1924-1932 
< auf die einzelnen Windstriche und -Stärken,. 
in 82 Gruppen zusammen- — LS 
yefaßt, also von Strich zu  Beauf. Fylzislalsleirtzleal 57h 
Strich eingeteilt (N, NzO, 8 
NNO, NOzN, NO usw.) nn 
Jede Gruppe wurde in — 
Windstärken von 1 bis 12 — 
Beauf. unterteilt, wobei — 
aber die Windstärken 11 
und 12 Beauf, zu einer 
Gruppe zusammengefaßt 
wurden. Im Laufe dieser 
statistischen‘ Zusammen- 
stellung zeigte sich aber, 
daß die Nebeanstriche(NzO, 
NOzN, NOzO usw.) sehr 
wenig besetzt waren, ein 
Zeichen, daß der Beob- 
achter geneigt ist, bei der 
Schätzung der Windrich- 
tung einen benachbarten 
Hauptstrich zu bevor- 
zugen, Die Verteilung der 
Beobachtungen auf die 
einzelnen Striche und 
Windstärken ist in Tab, 1 
wiedergegeben, Die Beob- 
achtungen der so schwach 
besetzten Zwischenstriche 
wurden von der weiteren 
Bearbeitung ganz ausgeschlossen, weil die Anzahl der Fälle zu gering war, um 
ein einwandfreies Ergebnis sicherzustellen. Es sind dann, wenn man nur die 
Hauptstriche verwendet, insgesamt 8338 Einzelbeobachtungen benutzt worden; 
dazu kommen noch 472 Einzelbeobachtungen bei Windstille. Die auf diese Weise 
den Windgruppen zugeteilten Strombeobachtungen wurden dann vektoriell ge- 
mittelt und zwar mit Hilfe der Koppeltafeln von Fulst (3). Das Ergebnis dieser 
Rechnung, die resultierenden. „rohen“ Strömungen für jede Windgruppe und 
-stärke. ist in Tab. 2 (Tafel 11} zusammengefaßt *). 
*) Unter „rohem“ Strom ist dabei der Strom zu verstehen, der sich aus Triftstrom und einem 
eventuell vorhandenen charakteristischen Strom zusammensetzt.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.