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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 64 (1936)

72 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Febrtar 1936, 
Im W Andeutungen von Cu, sonst Nb, der sıch. besonders diek und dunkel im 
E nd N über dem. Meere zeigt, Regentropfen, — 145: t 14,2°, Wind N 3, Be- 
deckung‘ 9 bis 10, Die Bewölkung besteht vorwiegend. aus bleigrauen Nb, Nur 
im SE über dem Hauptkamm des Gebirges hat sich eine kleine wolkenfreie 
Stelle gebildet. Hart über dem Meere ist die Wolkenmasse am dichtesten und 
dunkelsten. und deutet auf eine aus NE heranziehende Bö hin. Schwere Boden- 
nebel ziehen. vom Meeresgestade auf der Ostseite des ÖOrotayatales empor. — 
(5%; £ 140° Wind N 2, Bedeckung 10. Nur im NE ist ein Fleckchen freien 
Himmels zu sehen, 14%Lk zog eine besonders starke Regenbö über den talab- 
wärts liegenden Küstenstrich hinweg, Sie erzeugte 10 Minuten lang‘ ein. donner- 
Ähnliches Getöse der Flutbrandung aus 4 km Entfernung bei alle Sicht ver- 
leckendem dichtem Nebel, — 15%); Schwere Regenbö aus NE mit nachfolgendem 
zeitweise aufklarendem Himmel, — 163 £ 14.0° Windstille, Bedeckung 10. — 
1755 € 14,2% Wind 8 1, Bedeckung 9 (Nb), im NE aufklarend, wo zur Zeit hellere 
St und Cu ruhen. Der Regen. hat völlig mnachgelassen. Nur im E Negt im 
Orotavatale noch eine, weiter oben den ÄAbhang berührende Nebelbank. — 18%; 
t 140° Stille, Bedeckung 10 (Nbst). — 1957 % 13,8% Stille, Bedeckung 10, — 
20hr & 18,5%, Wind S 1 bis 2, Bedeckung 10. -— 21%; © 13.4°, Stille. Es folgt 
eine regenreiche Nacht mit 41 mm Regenmenge, Dr. Oscar Burchard, 
5, Klimatographische‘ Witterungsschilderung, Nr. 58: Spanien, — dus 
der Samanlang des überseeischen meleorologtschen Dienstes der Deutschen Seewarte.— 
Bio-, insbesondere anthropo-klimatische Beobachtungen während des 
Sommers in Madrid, 
Sammertage in Madrid sind in mancher Hinsicht als bioklimatisches Erlebnis 
bemerkenswert, Zunächst ist festzustellen, daß die Werte des meteorologischen 
Observatoriums,‘ in dem die Instrumente in ausgezeichneter Hüttenaufstellung 
arbeiten, keineswegs dem wahren Madrider Stadtklima entsprechen. Es befindet 
sich in dem im Südosten der Stadt gelegenen. großen Retiro-Park, und zwar in 
dessen Südostecke, die an völlig unbebautes Gebiet grenzt, Dieses Außen- 
bezirksklima wird aber moch dadurch gefälscht, daß das Observatorium In 
einem kleinen Waldbezirk mit einem See und künstlicher Berieselung Negt, 
während, ganz abgesehen von der baum- und gartenarmen Stadt, auch die um- 
Kegende kastilische Hochebene waldlos und überhaupt vegetationsarm ist, So 
gibt die meteorologische Station durch gemilderte Temperaturen und zweifellos. 
zu hohen Wasserdampfgehalt der Luft auch das Umgebungsklima Madrids ge- 
fälscht wieder. Im Observatorium vom „Retiro“ werden 40° nie erreicht; die 
bekannten, weit über 407 hinausgehenden. Maxima früherer Jahre erklären sich 
durch die damalige Aufstellung der meteorölogischen Station auf einem Zink- 
lach, Umgekehrt wird im modernen Madrid, wie ich feststellen. konnte, auch 
am Sechleuderthermometer 42° erreicht, und zwar bereits in einer Entfernung 
von weniger als einem halben Kilometer (Plaza Cibeles) von der NW-Ecke des 
arwähnten Parkes, und dies bei einer „offiziellen“ Temperatur von. 39° 
Ganz allgemein. kann man feststellen, daß je mach Lage und. Verlauf der 
Straßen, selbst unter Ausschaltung der häufig recht intensiven Sonnenstrahlung, 
also auf der Schatienseite, die Temperaturen verschieden empfunden werden; 
hierbei spielen wicht nur bevorzugte Wind- und windstille Siraßen eine Rolle, 
sondern selbstverständlich neben. der Himmelsrichtung die Breite der Straßen, 
Im. allgemeinen ist zu bemerken, daß Alt-Madrid mit seinen engen. Bauverhält- 
nissen weniger Wärme ausatmet als die sehr breiten, modern. angelegten Straßen- 
züge, wie die Alcals und ganz besonders die Gran Yıa mit ihren Wolkenkratzern, 
Die Gran Via ist berüchtigt wegen ihrer unerträglichen Wärme, die sich noch 
bis in die ersten Nachtstunden hin, and zwar vorzüglich auf der Nachmittags- 
„Sonnenseite“ bemerkbar macht, Selbst um 233% haben Steine und Metalle noch 
sine höhere Temperatur als die Innenhand, d,h, die Passanten sind nicht nur 
der erhöhten Lufttemperatur, sondern auch einer noch vorhandenen. Wärme- 
strahlung ausgesetzt.
	        
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