Anaalex der Hydrographie ucd Maritimen. Meteorologie, Februar 1936.
„Am IL Dezember 1938 gingen. auf meiner PHanzung in rund. 1 Minute (von
150% bis 167%) bei Gewitter mit riesigen. Sturtrkböen IL7 mm Regen: nieder, der
mit. einigen erbsen- bis boknengroßen. Hawel-
körnern. vermischt war. Der gewaltige Hogel-
sturm frat hier nur in einer Breite von etwa
1500 m uf und entwürzelte stärkste BO.
Wären nieine Hausdächer nicht nach Ein-
geboreneharl au aut Bart gebunden, sokdern
genagelt zmd geschraubt gewesen, so wären
we sicher wvertütehtet worden. Der Wolken-
brüch war derart stark, daß am Hang an
meinem Zidwse die zentimeterdicke Wasser
schicht ar der Erde nicht abfließen. konnte,
sondern regelrecht in kleinen. Wellchen Gegen
den. Handy getrieben. wurde, bzw. zerstäubhte,
hockgesog en. und. dureh den Sturm forigefegt
wurde, Wirbel. oder Windhkosen waren. nicht
festzustellen, Die zu der Abend RegenMmessung
fielen. weitere 15,5 mm Regen“
Bei diesem gewaltigen Niederschlag und
seinen Begleiterscheinungen handelt es sich
offenbar um. die gleichen atmosphärischen Vorgänge, die im Vierteljabresbericht
der Hauptwetierwarte von Deutsch-Ostafrika (Daressalam), Jahrgang 1912,
IV. Vierteljahr, mitgeteilt werden:
„Umweitermeldungen, 28.129. November, Mitteluluguru, Bezirk Morogoro
(&. Skizze): Starke Wolkenbrücke; in Bundukt 276.0 zum in 6 Stunden; große
Verheerungen; der Meta, Fizigo und Mouha. traten. weit über ihre Ufer, über-
schwemmien. die Kingeborenenfelder und rissen. alle Brücken fort. Im Hochgebirge
gewaltige Erdrutsche, bei. denen. 50 Menschen. tumkamen, Größte Überschwemmung
seit 30 Jahren, — 28.129, November: Dutkunt, Bezirk Morogora: bei den schweren
Wolkenbrüchen St, Elimstener beobachtet,“
Und auf die gleichen Erscheinungen weisen die Ausführungen hin, die der
Mitarbeiter der Deutschen Seewarte Herr F, Blitz in Kizunguzi (8. Skizze) zu
dem am 18, November 1935 aufgetretenen Unwetter macht:
„Der gegen. 16* einsetzende Gewittersturm. {st dine alljährlich wiederkehrende
Erscheiwung. = Brei tagelang. drückende;, körperlich. erwüktende Tageshilze; auch
die Nächte bleiben. unangenehm schwül, bis dann. Hlötzlich eines Tages der ge-
fürchtete Sturm gegen. Abend lTosbricht? gefürchiet, weil er in dem Streifen, den
er durchzieht, viel Schaden. anrichtel, Tin. vorigen und. vorvorigen. Jalır (1988) hal
der Sturm mein Pfianzungsgebieb nicht berührt, sondern. € zog etwa 10 km vorn
hier über Kilossa. In diesem Jahre kam der Sturm aus ESE und. hatte eine
Breite von höchstens 500 m. In diesem schmalen Streifen hak er große Zerstörungen
auf seinem Zuge angerichtet: von. massiven. Arbeiterhäusern sind die Wellblech-
bedachung mitsamt Balken. und Sparren abgedeckt; in Rudewn hab er von. den
indischen Kaufläden. die Wellblechdächer abgehoben, sie einige Hundert Meter weit
fortgeschleudert, und dort Kegen die Dächer wie Papter zusammengelenätlt, Krüftige
Bäume von 0.80 bis 1m Dürchmesser wurden etwa. 2 m über dem. Boden. abge-
brochen, und nur dem Umstand, daß der Erdboden durch die Trockenheit. noch
hart wie Zement war und. dem Wurzehwerk der Bäume Halt gab, war 88 zu ver-
danken, daß großer Schaden im Baumbestand nicht eintrat. Wäre der Boden
weich. gewesen, so Wäre wahrscheinlich. der größte Tell der Bäume entwurzelt
worden. — Kin derartiger Sturm zeigt den. Beginn der »kleinen Regenzeit« an,
Wenn. man die Eingeborenen fragt, was für ein. Sturm das set, so antwörlen. sie:
mwale makwisha, d.h. das Jahr ist zu Ende, Sie meinen. das Planziahr, und
nach dein Ende des Sturmes beginnt das vıeue Pflanzjahr. Die Bingeborenen
fangen an ihre Felder zu reinigen, und. einige Fleißige pflanzen. die erste Kultur
‚Negerhirsgee, Auch die mu stark auftretende Cunb-Bewölkung sowie due,
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