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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 64 (1936)

Kleinere Mitteilungen, 
6O 
x X 
HE Pt dm g (= de ran 
f 2 a (TE: — m AT 
Differenz u x RT TI | ef h 61), 
Reihenentwicklung des Logarithmus und Berücksichtigung, daß T5>ÖT gibt 
X 
Öm 8 (Norden (sy 
re T ee h ö7), / 
B76T_____., wobei h= AH. 
RR: a Sn [SE 
"Pa Sn 5 P 
Die Figur gibt die Änderung des Boden- 
drucks in mb für je ein Grad Änderung der öf% (a2) 
substratosphären Mitteltemperatur für ver- © 
schiedene Höhen A des Ausgleichsniveaus und verschiedene Höhen H, unterhalb 
denen keine Advektion oder Erwärmung durch Strahlung gefunden. hat, 
Nach den Erfahrungen des Verfassers liegt das Ausgleichsnivean etwa bei 
17 bis 20 km Höhe, Das bedeutet, daß bei mittlerer Tropopausenhöhe eine 
Erniedrigung der Substratosphärentemperatur um im Mittel 1° den Bodendruck 
um 3 bis 4 mb steigen läßt. W. Portig, Hamburg, 
HM (Kur 
3, Außerordenflich starker Wolkenbruch im ehemaligen Deutsch-Ost- 
afrika, — Aus der Sammlung des überseeischen meteorologischen. Dienstes der 
Deutschen. Seewarte. — Kurz andauernde, aber ungewöhnlich starke Regenfälle 
sind wegen der verheerenden Wirkungen, die sie zur Folge haben können, von 
größter praktischer Bedeutung, Denn bei Wasser-, Straßen- und Bahnbauten 
der verschiedensten Art, bei Anlage von Brücken, Dürchlässen und Schleusen, 
bei Be- und Entwässerungen müssen die größten Regenmengen innerhalb kurzer 
Zeiträume, etwa eines Tages, einer Stunde oder selbst einer Minute bekannt sein, 
wenn die Arbeiten rationell ausgeführt werden. sollen, — Die mittlere Intensität 
der Tropenregen ist durchweg größer als die unserer Breiten, wenn auch in 
sinzelnen Sommerregengüssen die Regendichte der Tropenniederschläge in 
höheren Breiten öfter erreicht und selbst übertroffen wird.!) Soweit bekannt, 
dürfte die in der Nacht vom 28, zum 29, November 1911 von einem selbst- 
schreibenden Regenmesser in Puerto Belo an der karaibischen Küste in Panamä 
in. 3 Minuten aufgezeichnete Regenmenge von 62.5 mm, d.h. 20,8 mın in 1 Minute, 
die bisher größte gemessene Regenmenge in kurzer Zeit sein”) Mit einer minut- 
lichen Intensität. von 15,8 mm (folgt der Wolkenbruch, der am 25, Mai 1920 
während eines Gewitters im Gebiet des Bannwaldsees bei Füssen niederging 
and in 8 Minuten. 126 mm Regen lieferte®. Von ungewöhnlicher Stärke war 
ferner der in Curtea de Arges in Westrumänien (nordnordwestlich von Pitesti, 
vor dem Südhang der Transsylranischen Alpen) am 7% Juli 1889 beobachtete 
Regenguß, bei dem in 20 Minuten eine Regenmenge von 204,6 mm Kiel, das sind 
10.2 mm in 1 Minute*). 
Mit den genannten Regenfällen von großer Intensität wetteifert der starke 
Wolkenbruch, von dem Herr Gerhard Werner in Tangeridza®) (ehem. 
Deutsch-Ostafrika) berichtet: 
5 8, Hann-Süring, Eechrbuch der Meteorologie. 3, Auflage, Leipzig. 1915, S, 376. — 
4 8. J. Haeuser: Ein Wolkenbrüch von. bisher noch nicht beobachteter Intensität. In: Kurze starke 
Regenfälle in Bayern usw. Abhandlungen der Bayr, Landesstelle für Gewässerkunde. I. Ergänzungs- 
band. München 1922, 8, 116. — 4 5, Haeuser, 4.8. 0. Die Menge dieses Regens wurde nicht 
mit. einem Regenmesser, sondern nach dem „ Scheffelverfahren‘“ bestimmt, Bei dieser Methode dient 
zur Regenmessung. ein kreisrundes, gleichweites Wasserschaff aus Holz von etwa 20 bis 40 em Durch- 
messer und ein geeichtes Halbliterglas, Die Regenhöhe in Millimetern wird aus dem Durchmesser 
Jes Auffanggefäßes und der in Halblitern ausgedrückten Regenmenge berechnet, — *) 3. Haeuser, 
1.8, 0, = 5) Die Pflanzang Tangeridza [etwa 7° 1 S, 36° 4y E) liegt in 1000 m Meeresköhe im 
schmalen Talc des Jowi-Flusses, 75 km südsüdwestlich Kilossa (Mittellandbabn) und in Lauftlinie 12 ko 
westlich des Pala Ülanga, an der Regenseite des Süd-Rubeho-Gebirges (s. Skizze).
	        
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