68 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1936,
nalen Kommission 1903 aufgestellte Terminologie, welche auf dem geographischen
Prinzip beruhte, gebilligt, und demgemäß war atıch in der 1. Auflage der Monaco-
Karte verfahren worden, Dem Berichterstatter ist nicht bekannt, aus welchem
Grunde man schon in der 2. Ausgabe hiervon abwich; er hat damals und be-
sonders 1931 (a. a. O. S. 152) ausführlich sich dagegen gewandt, und er wieder-
holt heute nochmals diese Kritik, Wer soll schließlich in der Fülle der Personen-
namen zurechtfinden, besonders wenn unter Umständen Personen „verewigt“
werden, die niemals im der betreffenden Gegend. tätig waren? Erschwerend fällt
auf dem ersten nunmehr vorliegenden Blatt in das Gewicht, daß für fosse de
Moseley die 5000 m-Isobathe, für fosse de Nares anscheinend die 6000 m-Isobathe
als Begrenzung‘ gewählt ist. Es kommt bekanntlich überhaupt nicht auf die
absolute Tiefenzahl an, um. eine untermeerische Region zu begründen, sondern
auf die relativen Tiefenverhältnisse, Y. W. Ekman-Lund hat, wie ich soeben
noch feststelle, ebenfalls die geographische Namengebung‘ als „converient and
clear“ befürwortet, das hier kritisierte Prinzip aber als „entirely artiffeial“ be-
zeichnet (Journ. du Conseil, vol, IX. p. 103, Copenhague 1934),
Selbstverständlich wird es bei Kleinstformen, also ganz lokalen. Erhebungen
oder Tiefen, die nicht an eine vielleicht weit, weit entfernte Festlandsstrecke oder
Insel gedanklich sich anschließen lassen, wie bisher möglich sein, den betreffen-
den Schiffsnamen mit der Terrainform zu verknüpfen; so bleibt nach wie vor
nichts gegen eine Bezeichnung wie „Minia“Berge, „Meteor“-Bank, „Valdivia“-Höhe,
„Romanehe“-Tiefe einzuwenden, um so weniger, als der Fachmann weiß, wo die
Schiffe gearbeitet haben. Vielleicht ist es tüunlich, daß das Hydrographische
Bureau in den noch folgenden Blättern, wenn es schon die bisher üblichen
geographischen Bezeichnungen nicht oder nur sehr teilweise zu übernehmen ge-
denkt, bis auf weiteres auf die Namengebung verzichtet, damit die Frage dem
nächsten internationalen Geographenkongreß vorgelegt wird -— das
wäre das denkbar kompetenteste Forum; denn internationale Vereinbarung ist
hierin wirklich notwendig, CC. Schott.
9 Numerische Berechnung des stratosphärischen Einflusses auf den
Bodendruck, (2. Mitteilung.)
Im vorigen Heft war gezeigt worden, wie man aus Flugzeugaufstiegen
Schlüsse darauf ziehen kann, wieweit die Änderung des Luftdrucks im Meeres-
niveau auf Veränderungen der hohen Atmosphärenschichten zurückzuführen ist.
Heute soll gezeigt werden, wie groß die Temperaturänderungen der Substrato-
sphäre sein müssen, damit am Boden der Druckeffekt öx auftritt.
Wenn man von der Annahme ausgeht, daß sich an der Oberseite der Atmo-
sphäre keine Berge und Täler befinden, muß man ein Ausgleichsniyeau A annehmen,
in dem und über dem der Luftdruck konstant ist, Sodann wählen wir ein weiteres
Niveau H aus, das um h tiefer als A liegt. Der Druck in H berechnet sich dann
(N
zu prR=pa:6"* 7”, wobei T die Mitteltemperatur dieser Luftsäule von H
bis A darstellt,
Diese Temperatur sinke nun um — ÖT, worauf die Luft zusammenschrumpfe,
Da aber der Druck in A konstant sein soll, muß Luft von der Seite zufließen,
so daß der Druck in H steigt. Dabei werden die Luftteilchen, die sich vorher
in H befanden, nach H-+d0h herabgedrückt, während sie unter den Druck
DPu-+ Öörn kommen und während der Bodendruck um m steigt, Wie in der
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ersten. Mitteilung ist wieder h=— 0m / S Wir haben nun
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