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Full text: 64, 1936

Pogade, G.: Die Verwendung von Bergbeobachtungen beim Zeichnen. von. Höhenwetterkarten usw. 29 
Es zeigt sich, daß hier die häufigste Abweichung — 2° ist, gegenüber — 1° 
bei der Zugspitze, Positive Abweichungen (Schneekoppe wärmer) werden eben- 
falls nur selten beobachtet. Die großen negativen Abweichungen treten vor- 
herrschend im Winterhalbjahr auf; sie bedingen auch die größere Häufigkeit 
yeringer vertikaler Temperaturgradienten während dieser Jahreszeit, 
Um festzustellen, ob es möglich sei, an Hand der Bodenwetterkarte, der 
Boden- und Bergbeobachtungen den einzusetzenden vertikalen Temperatur- 
gradienten zu finden, wurden folgende Auszählungen vorgenommen; 
i. Es wurde die Lufitkörperanalyse zugrunde gelegt. Verwendet wurden die 
Luftkörperangaben, die im Deutschen Meteorologischen. Jahrbuch (herausgegeben 
yom Reichsamt für Wetterdienst) veröffentlicht sind). (Genauere Luftmassen- 
analysen finden sich in der Breslauer Wetterkarte; diese erstrecken sich auch 
auf die freie Atmosphäre. Da sie aber mit Hilfe der Breslauer Höhenaufstiege 
gewonnen sind, können wir sie unseren Betrachtungen nicht zugrunde legen.) 
Für 1935 wurden folgende Häufigkeiten gefunden + 
Tabelle 5. Häufigkeiten der einzusetzenden vertikalen Temperaturgradienten bei den einzelnes 
Luftkörpern*) (Breslau, 1935). 
| Gradient | 00 | 04 | 02 | 08 | 04 | 05 1 08 | 0,7 | 08° 0,9°/100m 
P 1] 4+| 3], 32131115 
PM il 4ln a6 18 | 16 * 71 3 
PC 1i= + 1 3 | ı 212 1 11 
0 020865151513 2 9 2 LS) 2 
M 4 | 6 | 6 | 17 | 8 | 14 | © 
IM „BTL 
TC lee = [21 1 
zn? ' 
4 sl 2 8) 7 u | [a | 4 - 
X | al 3151] 21 5) 7 | 8 1 | — | 
- 
— 
Es zeigt sich, daß die nach der Bodenwetterkarte bestimmten Luftkörper 
keinen Anhalt für den einzusetzenden vertikalen Temperaturgradienten ergeben, 
denn wie bei den Werten der Tabelle 3 tritt, fast Ohne Ausnahme, bei jedem 
Luftkörper am häufigsten der Gradient 0.4° und 06°/100 m auf. 
%. Es läßt sich vermuten, daß die Temperaturdifferenz Schneekoppe—Breslat 
(Bodenbeobachtung) einen Anhalt gibt. Die Häufigkeitsverteilung zeigt Tabelle 6. 
% 
Tabelle 6. Häufigkeit der einzusetzenden vertikalen Temperaturgradienten bei verschiedener 
Temperaturdiiferenz Schneekoppe—Bresiau (Boden) 1935. 
901 Q.1 | 021031041 05| 06] 07 0,8 10.99/100m] Mittel 
. . . & | 2 4 11 — N a 
159 bis — 130) 1 1 | x 33 | 4 | gl | 21 T is 
12° 10° ALL ZZ 18 85 12 1 
Te ZZ 5 8|u 7 | 20 1 81 
78? ZI 314) 3 41 7 BL 6% 
„Bell 3l= 1271114 Bl — | — 
0 | —_ mtl al — | - 
+61] | 1] all 2l— | 
tert ZIZ SEHE _90— 75-63 — 68 — 50 = 35 
Mittel... — 888.11 94 —8.8— 9.0— 7.5 — 88— 88/— 52) 
a iz 
3.330 
5489 
A459 
2400| 
350° 
470) 
0.49° 
0.770 1 
Mittleres | 
At 
Schneek. 
bis 
Breslau 
600 m) 
— 35.16 
Zi | 
— 320 | 
— 2,09 
— 1,70 
— 5 90 
—3,3° 
—5.0° 
ij Die Luftkörperangaben von Breslau wurden mir schon vor Erscheinen des Jahrbuches 1935 
vom Reichsamt für Wetterdienst. freundlichst zur Verfügung ge — 2) Die Lüftkörperbezeich- 
nungen gleichen denen in Deutschen Meteorologischen Jahrbuch, 1935, Teil I.
	        
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