accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 64, 1936

28 
Zweites Köppen-Heft. der Annalen der Hrdrographie usw. 1936, 
500 bis 1000 mb um 2, höchstens 8 dyn, Dim erniedrigen; also Beiräge, die 
innerhalb der allgemein zu erwartenden Genauigkeit liegen, 
2. Schneekoppe. Während man bei der Zugspitze das vertikale Temperatur- 
gefälle, sofern es annähernd linear ist, vernachlässigen kann, muß man. dieses 
bei Benutzung der Schneekoppentemperatur zur Bestimmung der rel. Top. 
500 bis 1000 mb berücksichtigen, denn der mittlere Luftdruck beträgt bei der 
Schneekoppe etwa 840 mb, so daß hier eine Änderung des vertikalen Temperatur- 
gradienten. um 0,2°/100 m eine Anderung‘ der rel. Top. von fast 5 dyn. Dkm ergibt. 
Es ist deshalb wichtig zu wissen, welchen, vertikalen Tempersturgradienten 
muß man einsetzen, um brauchbare Werte der rei, Top, 500 bis 1000 mb zu er- 
halten. Es wurde daher für jeden Tag des Jahres 1935 der einzusetzende 
vertikale Temperaturgradient bestimmt. Dies geschah derart, daß zunächst aus 
der Höhenwetterkarte der über der Schneeköppe herrschende Wert der rel, Top. 
ermittelt wurde. Dann. wurde unter Zugrundelegung der Schneekoppentempe- 
ratur von 8 Uhr der vertikale Temperaturgra dient bestimmt, wobei die Schnee- 
koppentemperatur wieder um 1° © erhöht wurde, Es ergab sich für das Jahr 
1985 folgende Häufigkeitsverteilung der einzusetzenden vertikalen. Temperatur- 
gradienten: 
Tabelle 3. 
Häufigkeiten des vertikalen Temperaturgradienten nach Schneckoppentemperatur (1935), 
; Gradient 1 <00] 01 | 02 | 08 | 04 | 051 06° 07 | 08 | 0,9°7100 m | 
Anzahl Jahr, | 33 | 9 | 8 | 85 | 85 | @ sol |! a 
Öktober bis Müız , | 11 | 17 ; 9 N 33 28 | 32 16 / 41 1 
A 
Es zeigt sich auch hier eine relatir große Streuung. Die häufigsten Grä- 
dienten sind 0.4° und 0,6°/100 m, und die zwischen diesen Werten liegenden 
Gradienten. umfassen beinahe */, des vorNegenden Materials. Berücksichtigt 
man, daß ein. Unterschied im vertikalen Temperasturgradienten. von 0,2°/100 m 
bei der Schneekoppe einen Unterschied yon fast 5 dym Dkm in der rel Top, 
500 bis 1000 mb ergibt, so sieht man, daß das Ergebnis hier bei weitem nicht 
3o günstig ist wie bei der Zugspitze, ein Ergebnis, das von vornherein zu er- 
warten. war. Betrachtet man die Häufigkeitsverteilung getrennt nach. Sommer- 
and Wintermonate, so bemerkt man, daß die geringen Gradienten (00° bis 
0.2°/100 m) im Winter häufiger sind als im Sommer, wo. sich auch eine geringere 
3trenung der Werte ergibt. Ein Vorherrschen großer Gradienten (7>0.7°/100 m) 
findet man nicht. Überhaupt zeigt sich, daß große Gradienten, wie man sie 
für frische Polarhkultmassen und Aarktische Lufltmassen vermutet, nur sehr 
Selten sind, 
Die relativ große Häufigkeit der vertikalen Temperaturgradienten unter 
0.3°/100 m dürfte zT. auf das Vorhandensein von Inversionen zurückzuführen 
zein, Wie bei der Zugspitze wird man diese vorherrschend bei Warmluft- 
vorstößen und bei antizyklonalem Absinken vorfinden, Eine gesonderte Durch- 
sicht dieser Fälle erfolgte allerdings nicht. Daß aber auch die Fälle häufig 
sind, bei. denen. der geringe Gradient nur dadurch bedingt ist, daß die Schnee- 
koppentemperatur zu niedrig ist gegenüber der freien Atmosphäre, zeigt folgende 
Tabelle, die die Häufigkeiten der Temperaturdifferenzen. Schneekoppe—freie 
Atmosphäre (Breslau) gibt. | I 
Tabelle 4. 
Häufigkeiten der Temperaturdifierenzen Schneekoppe—Breslau (1600 m Höhe) für 1935. 
—10—9|—8)— 7 6 — 5 — 4] a1 — a] — 1] oO 1 al ala 
1 ) ] N 5 
Jahr, „+ | 341 4] 5| 7 | 18! 26! ur| os] 022 nal 
Oktı bie März... SEE EEE EINEN 
April bis Sept. = 1 = | | = | 21 FI 8 | 23 | 6 41 | 71 8 [m
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.