iA: Anmlen der Hydrographie und Markinien Meteorologie, Februar 1936.
Wellenhöhe auf ı bis 1,5 m geschätzt werden, Dies würde damit im Einklang
stehen, daß nach Prandtl z.= 2) ist, wo h die mittlere Höhe der Unebenheiten
bezeichnet und £ etwa Has IS.
Die Wellenhöhe ist bekanntlich eine Funktion der Windgeschwindigkeit, Die
einer gegebenen. Windgeschwindigkeit entsprechende maximale Wellenhöhe ist
nach Krümmel (Handbuch der Özeanographie, Bd. 2 p. 76}:
Bm... 1 2 8 4 5 6 8 10 18 14 16 18 20
Hmanıa. 01 03 035 08 10 14 24 35 46 60 75 91 109
Zar My 0.25 0,75 125 2.00 250 350 600 8,76 1150 1600 1875 2078 WRG
Aus diesen maximalen. Wellenhöhen sind die Werte von zı berechnet, indem
wir € = 1.4 statt 1.4 eingeführt haben, um zu berücksichtigen, daß die mittlere
Wellenhöhe kleiner ist als die maximale.
Die Dicke der Laminarschieht iet von verschiedenen Verfassern [Büttner *),
Brunt%)] auf ein bis ein paar Millimeter geschätzt worden, Aus Beobachtungen
auf Spitzbergen fand der Verfasser über einer Schneedecke den Wert 4 z = 0.18 cm,
unabhängig von der Windgeschwindigkeit, Aus Wüsts Beobachtungen können
wir such dz berechnen, Bis 2 m läßt sich der Dampfädruck als Funktion der
Höhe durch die Gleichung! Ne ne f@
©. 10.96 — 0.85 In (44)
darstellen, Mit z, = 100 ünd u, = 387 em/sec erhalten wir ferner aus (6):
A= 196107044).
Deswegen F = 0,56 10 griem? see,
Km Bf 51 Y AN
Andererseits ist Pe a = De [124 0.35 Io (* Ah Sl >
weil e.= 12.87, Mit d— 0.25 10 erhalten wir dz=— 0.09 em.
Für die Schneefläche war das Rauhigkeitsmaß 0,25 em, für das Meer aber
4 om, als die Beobachtungen von Wüst angestellt wurden, Die Dicke der
Laminarschicht scheint deswegen yon der Rauhigkeit und von der Windgeschwin-
digkeit unabhängig zu sein, aber dieser Schluß bedarf unbedingt der Bestätigung,
Wagner?) nimmt an, daß die Laminarschicht mit zunehmender Windgeschwindig-
keit dünner wird, und daß die Dicke, welche die Größenordnung von 1 em hat,
bei starker Ventilation unter 1 mm sinken kann, Diese Annahme steht. im Wider-
spruch. zu unseren Ergebnissen. yon Spitzbergen, und vorläufig werden. wir des
halb die Grenzschichtdieke als konstant betrachten und werden die Berechnung
der Verdunstung mit den Werten:
| ÄAz=0100m und 4 z= 015 em
durchführen. |
Mit diesen Werten und den. obenstehenden. Werten von z, berechnen wir das
Verhältnis F/4e als Funktion der Windgeschwindigkeit, indem wir die Ver-
Zunstung F in Millimeter pro Tag angeben; dabei nehmen wir an, daß die Wind-
md Feuchtigkeitsbeobachtungen in einer Höhe von 8 m angestellt sind, Die
Ergebnisse sind:
Ufern nir 1 2 # 4 5 6 S 00 22 M 16 28 ®
Flo. mmf24% { Az=0.10em 0.19 0.43 0.66 087 1.03 1.20 145 162 1.74 1,82 1.89 194 108
«A Az=0150m 018 030 056 072 083 044 108 1.17 123 128 131 133 135
In nebenstehender Abb. 1 sind die Werte graphisch dargestellt. Man sieht,
daß die Verdunstung in allen. Fällen zunächst rasch, dann aber langsamer und
jangsamer mit zunehmender Windgeschwindigkeit wächst, vorausgesetzt, daß de
ungeändert bleibt, Die Form der Kurven. erklärt vielleicht, daß verschiedene
Verfasser abweichende Beziehungen zwischen Windgeschwindigkeit und Ver-
dunstung‘ gefunden haben,
Den obenstehenden Werten liegen drei Annahmen zugrunde:
A. Windgeschwindigkeit und Feuchtigkeit sind. in der Höhe & m gemessen,
2. Das Rauhigkeitsmaß wächst mit wachsender Windgeschwindigkeit in an-
gegebener Weise,
3. Die Laminarschicht hat eine konstante Dicke zwischen 0,1 und 0.15 om.
UL — 4 DD Brunt: Physical and Dynamical Meteorology p. 262, Cambridge 1934. — 4 Lo.